Die neue Parole lautet: Mehr Olf wagen und den Krieg gewinnen! Olf? Das ist die Geruchsbelastung, die von einem Normmenschen mit 1,8qm Kรถrperoberflรคche, bei sitzender Tรคtigkeit und mit durchschnittlich 0,7 Bรคdern pro Tag, ausgeht. Das Olf ist eine eher unbekannte Maรeinheit, weil sehr subjektiv, eher vergleichbar mit der Windchill-Temperatur. Wo der eine friert, fรผhlt sich der andere noch wohl, was dem einen stinkt, regt den anderen sogar an โ so verschieden ist das. Es gibt Menschen, die kรถnnen sich waschen, so oft sie wollen, sie riechen immer unangenehm. Dabei ist dieses Empfinden hรถchst subjektiv โ irgendwer muss es mรถgen, sie wรผrden sonst partnerlos bleiben. Und selbst merkt man es kaum โ der eigene Furz riecht immer nach Lavendel. Das Olf ist also eher nicht fรผr eine Einzelperson anwendbar โ fรผr groรe Menschenansammlungen in geschlossenen Rรคumen, wo sich ein gewisser Mรผffel-Mittelwert einstellt, allerdings schon.
Der Geruchssinn ist sehr schnell erschรถpft. Selbst merkt man das, wenn man in einer Parfรผmerie Geruchsproben nimmt โ nach fรผnf Dรผften riecht alles gleich. Oder wenn man mal Urlaub auf dem Bauernhof gemacht hat und lรคngere Zeit im Kuhstall- oder Schweinestall war, nach kurzer Zeit riecht man es nicht mehr. Was ich damit sagen will: wenn alle stinken, merkt es keiner.
Genau das mรผssen sich einige Protagonisten aus der Gilde derer, die bei der Arbeit frieren und beim Essen schwitzen, auch gedacht haben. Nichts ist mittlerweile abwegig, blรถd und albern genug um nicht geeignet zu sein, den Krieg gegen Russland zu gewinnen. Nachdem der โWerte-Westenโ mit seinen vรถllig รผberzogenen und selbstschรคdigenden Sanktionsmaรnahmen den Selbstmord beschlossen hat, muss der Bรผrger auf die Reise in den Untergang mitgenommen und entsprechend eingestimmt werden.
Bleiben wir zunรคchst bei der Kรถrperhygiene. Sich waschen ist eine vรถllig รผberschรคtzte Kulturtechnik. Im Europa des Christentums war die Berรผhrung mit Wasser zum Zwecke der Kรถrperreinigung jahrhundertelang verpรถnt. Auรer durch Regen war die einzige Berรผhrung mit Wasser die Taufe und das Weihwasserbecken. Sauberer Kรถrper bedeutete unsaubere Seele, verstopfte Poren schรผtzten vor ansteckenden Krankheiten. Man trug Leinenhemden zur Aufnahme von Dreck und Schweiร bis sie vom Leibe fielen. In die Straรen der aufkommenden Stรคdte wurde alles entsorgt, Nachttรถpfe aus dem Fenster gegossen, Schlachtabfรคlle vermischten sich mit Morast. Die Nรคhe einer mittelalterlichen Stadt kรผndete sich eher durch ihren Gestank an als durch die Sichtbarwerdung ihrer Kirchtรผrme. Bis Anfang des 19. Jahrhunderts haben sich รrzte nicht einmal die Hรคnde gewaschen. Nach der Leichenรถffnung ging es direkt zur Geburtshilfe โ Kindbettfieber war an der Tagesordnung.
Also, zurรผck zur Natur โ selbstverstรคndlich erst einmal in kleinen Schritten. In den Medien werden erste Hinweise zum Sparen von Wasser gegeben. Unsicher ist man sich noch, ob es genรผgt vier oder fรผnf Stellen des Kรถrpers mit einem feuchten Lappen zu reinigen. Favoriten sind Hรคnde, Fรผรe, Achseln sowie Brust- und Rรผckenmitte. Unklar ist man sich noch mit der Empfehlung, sich regelmรครig im Schritt zu waschen.
Sparen wir Wasser, vor allem warmes, wo es geht โ Kleidung waschen kann auch auf ein Minimum reduziert werden. Dabei ist unseren Verzichtspredigern in ihren Elfenbeintรผrmen wohl entgangen, dass die Feuerwehr regelmรครig mit hohem Wasserdruck die Abwasserrohre von den Ablagerungen freispritzen muss, die sich dort bereits jetzt regelmรครig durch ungenรผgenden Wasserfluss ablagern. Aber wie gesagt โ wahrscheinlich ist Kanalisation zukรผnftig auch wieder entbehrlich.
Wir sind aber noch nicht fertig, es geht weiter auf der Fahrt in das Mittelalter. Unsere deutschen, langsam zu Kriegshetzern mutierenden รkosozialisten haben nun das Eigenheim auf dem Zettel. Wo kommen wir auch hin, wenn neben der Bodenversiegelung und Waldvernichtung durch Windmรผhlen nun auch noch der kleine Mann seinen Beitrag zur Umweltzerstรถrung beitragen mรถchte indem er von einem Hรคuschen im Grรผnen trรคumt. Das geht entweder gar nicht und wenn, dann nur unter Verwendung anderer Baustoffe. Holz und Lehm. Stroh haben sie noch vergessen. Das passt โ man muss den Dingen auch einmal seine positiven Seiten abgewinnen. Damit kommen endlich unsere zugewanderten Fachkrรคfte zum Zuge. Festgestampfter Lehmboden, Holzpfรคhle als Wรคnde und Stroh als Dach โ damit gibt es sicher reichlich Erfahrung. Im Winter wird es etwas schwierig aber auch daran gewรถhnen wir uns. Die Eskimos haben schlieรlich auch keine Heizung. Man kann ruhig doof sein, man muss sich nur zu helfen wissen โ jetzt, wo der Wohnungsbau im nรคchsten Jahr deutlich einbrechen wird.
Was haben wir denn noch? Ach ja, Tempolimit โ die fixe Idee der Grรผnen, irgendwann schaffen sie es. Weniger heizen โ zu Hause, im Bรผro und in den Schwimmbรคdern – ist auch gut, dient der Abhรคrtung und der Volksertรผchtigung wenn es demnรคchst Richtung Osten geht. Kein Fleisch mehr essen. Sehr gut. Der Mensch wรผrde zwar heute noch auf den Bรคumen leben, hรคtte er nicht reichlich Proteine durch Fleischverzehr zu sich genommen und dadurch sein Gehirn wachsen lassem – heutzutage entbehrlich und eher kontraproduktiv. Hirnschrumpfung bei der Masse ist zeitgeistig angemessen. Die Bonzen werden weiterhin der Vรถllerei frรถnen und vor Lachen nicht in den Schlaf kommen.
Reisen oder gar selbst Auto fahren geht auch nicht mehr. Brauchen wir auch nicht. Die Zukunft ist die Cyberbrille und das Metaversum. Touristen belasten Umwelt und Kulturgรผter und schlieรlich will nicht jeder Multimilliardรคr beim Besuch eines Weltwunders seiner Putzfrau รผber den Weg laufen.
Habe ich etwas vergessen? Ich glaube es reicht erst einmal. Alle Alarmanlagen sollte angehen, wenn mit รผppigem Salรคr versorgte Minderleister den Verzicht predigen. Nicht fรผr sich selbst โ fรผr die anderen. Nicht zu vergessen: nur so gewinnen wir den Krieg gegen Putin. Ich lasse mir jetzt jedenfalls erst einmal ein Vollbad ein und werde danach mit guten Freunden einige Bratwรผrste auf den Grill, selbstverstรคndlich mit Holzkohle, legen.
P.S.: Warum ist niemand fรผr sofortigen Waffenstillstand? Warum weitere Eskalationen und Kampf bis zum letzten Ukrainer? Hat jemand ausgerechnet, wieviel CO2 durch den Krieg freigesetzt wurde und wieviel davon wir ab sofort mehr einsparen mรผssen?
