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Warum eigentlich?

23. November 2020
in 2 min lesen

Haben Sie sich schon einmal die Frage gestellt, warum in den letzten Jahren alles mรถgliche unternommen wird, Ihnen das Recht auf Ihre eigene Meinung und das Vertrauen in Ihren eigenen Verstand nicht nur abzusprechen, sondern sogar zu verbieten? Falls dem so ist, kรถnnen Sie sich freuen, denn Sie sind nicht alleine. Und ja, Sie haben richtig gelesen, man verbietet Ihnen Ihr Recht auf freie MeinungsรคuรŸerung.

Die Vorgehensweise ist dabei gar nicht so absurd, wie es auf den ersten Blick scheint, denn durch einen Zusatz oder ein weiteres Gesetz, das ein anderes aushebelt, lรคsst sich so ein รคuรŸerst variables Gebilde kreieren, das jegliche Verbindlichkeit auflรถst und zu einer Art Zaubertrank wird. Je nach beigefรผgter Ingredienz wird die Wirkung beeinflusst und in die gewรผnschte Richtung gelenkt.

Mittel und Wege

Reichen die Zutaten, sprich die Worte und Formulierungen nicht mehr aus, oder wรผrde eine weitere Mixtur das immer komplexer werdende Rezept unkontrollierbar machen, greift man auf ein anderes Mittelchen zu, denn das Apothekerschrรคnkchen der Regierung(en) bietet reichlich Auswahl.

So ist es nun auch geschehen mit der Krankheit, die man umgangssprachlich Internet nennt. Wir wollen es einmal der Kategorie Virus zuordnen, und ich unternehme den Versuch einer Rekonstruktion: Plรถtzlich, eines schรถnen Tages, war es da. Es geriet auรŸer Kontrolle, und zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit war es Millionen von Menschen mรถglich, an Informationen zu gelangen, die vorher nur einer รผberschaubaren und kontrollierbaren Personengruppe zur Verfรผgung standen.

Als diejenigen merkten, dass ihnen das Steuer entglitten war, war es fast schon zu spรคt. Das Virus war bereits mutiert, Menschen an fast allen Orten dieser Welt hatten sich infiziert, ungefilterte Informationen breiteten sich aus und hinterlieรŸen ihre Spuren in den Gehirnen der Erkrankten. Es drohte der Machtverlust. Einmal mehr stand die groรŸe Frage im Raum: Was tun?

Lรถsungen

Schnell war man mit einer Lรถsung, auch Medikamentencocktail genannt, zur Hand. Die Labore wurden hochgefahren, sรคmtliche Forschungseinrichtungen liefen auf Hochtouren: Staatsmedien, Gesetzgeber, ausfรผhrende Organe, Bildungseinrichtungen, Steuereintreiber. Und natรผrlich, nicht zuletzt, die groรŸen Internetgiganten selbst.

Es wurde zensiert, umbenannt, denunziert, jeder Fachbereich gab sein Bestes. Die Pillen wurden verteilt, installiert, eingebettet. Die Nebenwirkungen verschwieg man zwar nicht, aber das Kleingedruckte so versteckt, dass der gemeine Patient, auch Bรผrger genannt, in der Regel nicht danach suchte (oder wann haben Sie das letzte Mal Ihren Arzt oder Apotheker gefragt, als Sie eine Packung Aspirin kauften?). Im Gegenteil, man war sogar dankbar, denn schlieรŸlich hatten die Verantwortlichen das Schlimmste verhindert – keine Falschmeldungen mehr, kein Rassismus, keine Klimaleugner.

Das neue Virus

Dann kam ein anderes Virus, und man war vorbereitet. Ein guter Arzt bildet sich schlieรŸlich immer weiter. Diejenigen, die nicht geheilt werden kรถnnen, schickt man jetzt in Sicherheitsverwahrung, stellt sie, einer Schocktherapie gleich, an den Pranger, und falls Sie, liebe Leser, demnรคchst einmal das Weltnetz bemรผhen, um sich zu informieren รผber mรถgliche Heilmethoden oder ganz generell, wenn es um das hohe Gut Gesundheit geht, tun Sie das ruhig weiterhin รผber den Weg Ihrer bevorzugten Suchmaschine, denn man hat bereits sichergestellt, dass Ihnen dort die Antworten bereitgestellt werden, die die Regierung in Absprache mit der Suchmaschine als die richtigen verifiziert hat:

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/pressemitteilungen/2020/4-quartal/bmg-google.html

Sie fragen immer noch, warum eigentlich? Gut so! Fragen Sie ruhig weiter, denn das ist vielleicht bald das einzige, wogegen man Ihnen kein Rezept verschreiben kann.

ABOS

Bรผcher

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