Das erste und einzige โAnarcha-Queer-feminstische Hausprojektโ ist bald Geschichte. Nach jahrelangem hin und her wird das von Linksextremen besetzte Haus in der Liebigstraรe 34 endlich gerรคumt. So hat ein Berliner Gericht entschieden. Trotz massiver Unterstรผtzung oder zumindest lรคngst mรถglicher Duldung durch die Berliner Rot-rot-grรผne Politik, bereiten sich die Linksextremen unter dem Slogan โDefend Liebigโ auf den Verteidigungskampf vor.
Nach momentanem Stand werden am kommenden Freitag 2.500 Einsatzkrรคfte an der Rรคumung beteiligt sein. Dazu Wasserwerfer, und diverse Spezialkrรคfte. Ein รผbertriebenes Aufgebot? Vor einigen Tagen konnte sich das gebeutelte Berlin-Friedrichshain auf die kommenden Wochen einstellen: Tausende gewaltbereiter Linksextremer zogen durch den Kiez. Es kam zu mehreren Festnahmen, Einsatzkrรคfte wurden verletzt. โLiebig bleibtโ, so das Credo der Radikalen.
In Berlin heute wohl einiges geboten… Gerade ziehen mehrere 1000de durch die Stadt fรผr die Liebig 34… Viel Feuerwerk… https://t.co/g01TcPCozg
โ Alter Punk gegen Langeweile (@altepunks) October 3, 2020
In der Vergangenheit hatten Linksextreme in Berlin weder den Hausbesitzern noch der Polizei Zutritt zu โihremโ Objekt gewรคhrleistet. Mit Unterstรผtzung eines Gesetzes, das die Berliner Polizeiprรคsidentin, Barbara Slowik, erlassen hatte: Einsatzkrรคfte dรผrfen, selbst bei Gefahr im Verzug, nicht in linke Szeneobjekte eindringen. Zuerst muss die Erlaubnis vom hรถheren Dienst eingeholt werden. Ein Skandal.
โLiebig34โ ist seit der Wende, also seit 30 Jahren, in linker Hand, teilweise illegal besetzt und gilt als einer der letzten โFreirรคumeโ der verwahrlosten Linken. Nach und nach schafft es selbst der failed-state Berlin, die unliebsamen Extremisten aus ihren Hochburgen herauszubekommen, die sie mit Stacheldraht, Barrikaden und Glasscherben sichern.
Mittlerweile haben auch die Anwohner ihre Geduld verloren. Berlin-Friedrichshain ist zwar weiterhin ein linkes Viertel, allerdings sind auch die Sojafresser erwachsen geworden, und wollen ein bรผrgerliches Leben zwischen Latte-Macchiato, Lastenfahrrรคdern und veganem Stehimbiss fรผhren. Da ist kein Platz fรผr Gestalten, die sich lรคngst abseits der Gesellschaft befinden und noch immer von kindlichen Revolutionen und Verรคnderungen trรคumen.
