In knapp zwei Wochen ist die vorgezogene Bundestagswahl, und auch wenn sich die obligatorischen Umfragen zurรผckhaltend geben, so steht der Republik ein Beben bevor. Nicht nur kรถnnte der FDP, der Linken und dem BSW der Wiedereinzug verwehrt werden (von SSW, BD und WU wollen wir hier gar nicht erst anfangen), es zementiert sich darรผber hinaus die Erkenntnis, dass die AfD รผber kurz oder lang die CDU als rechte Partei ablรถsen wird.
Diese Entwicklung ist kein bundesdeutsches Spezifikum, die Neuformierung der Parteienlandschaft hat sich in zahlreichen westlichen Lรคndern bereits mehr oder weniger vollzogen. Eine neue Rechte tritt an die Stelle einer unglaubwรผrdigen, feigen und letztendlich nichtsnutzigen โChristdemokratieโ, wรคhrend auf Seiten der Linken die brรคsige, selbstgerechte und saftlose Sozialdemokratie lรคngst von einer juvenilen, matriarcharlischen und vor allem radikalen Struktur abgelรถst wurde, die sich voll und ganz in den Grรผnen manifestiert hat.
Im Gegensatz zu den Kernpositionen der AfD finden grรผne รberzeugungen keinen mehrheitlichen Rรผckhalt in der Bevรถlkerung. Naiv interpretiert kรถnnte man die Grรผnen daher als โantidemokratischโ brandmarken, aber dieser Vorwurf prallt wirkungslos an ihnen ab. Denn was ihnen an Verwurzelung in der Bevรถlkerung fehlt, gleichen sie an Vernetzung in den Institutionen โ allen voran den Medien โ mehr als aus. Hier zeigt sich wieder einmal, dass der geneigte Beobachter des โPolitical Cinematic Universeโ ganz dringend seine blauรคugige Empรถrung รผber die Mechanismen der Macht abstreifen sollte. Auch und vor allem in einer Demokratie ist nicht die Masse oder Mehrheit entscheidend, sondern die Beherrschung von einzelnen Multiplikatoren.
Multiplikatoren sind klassischerweise Institutionen oder gar einzelne Akteure, die รผber eine enorme Reichweite verfรผgen und mittels dieser Reichweite groรe Teile der Bevรถlkerung beschallen. โhart aber fairโ ist fรผr die Grรผnen ein Multiplikator, weil sie sich auf den Moderator dieser Sendung, Louis Klamroth, verlassen kรถnnen.
Wir mรผssen uns an der Stelle einmal kurz klarmachen, was diese Gewissheit eigentlich bedeutet: Wenn Louis Klamroth in der besagten Sendung den Eindruck einer Teilnehmerin รผber die Verfremdung des รถffentlichen Raums mit โSprechen Sie kein Englisch?โ kommentiert oder den Fakt der Zunahme von Gruppenvergewaltigungen durch Auslรคnder allen Ernstes auf โaustralische Austauschstudentenโ schiebt, dann mag das den Zuschauer vor der Glotze oder den Leser der โNZZโ am Tag danach empรถren, ja regelrecht demรผtigen. Aber diese Demรผtigung hat System, genau genommen ist sie das, was der Peitschenknall zu anderen Zeiten war: ein Symbol der Macht. Die Klarstellung, wer รผber das Narrativ bestimmt โ und wer nicht.
Vor ein paar Wochen reagierten Chef Hannes Plenge und ich auf eine Reportage des MDR, die man ebenfalls als Demรผtigung einordnen muss. Gezeigt wurden die angeblichen Erfolgsgeschichten migrantischer Grรผnder. Um etwaige Zweifel an diesem Mรคrchen zu zerstreuen, kam unter anderem Prof. Dr. Martin Thรผne zu Wort: Vorgestellt wurde er als โKriminologeโ, verschwiegen wurde selbstverstรคndlich seine Rolle bei โPolizeiGrรผn e.V.โ, einem von den Grรผnen installierten Netzwerk, das die Polizei auf Linie bringen soll. Und so kaute Thรผne in der Reportage bereits das Narrativ vor, mit dem nun, einige Wochen spรคter, auch sein Genosse Klamroth fรผr Aufsehen sorgte: dass nรคmlich die fremde Herkunft der Tรคter auch bedeuten kรถnne, dass es sich um Touristen handele.
Raffinierte Lรผgengeschichten wie diese sind kein Zufall, sie werden nicht spontan ersonnen, um sich aus einer misslichen Situation herauszuwinden. Sie sind genauso minutiรถs geplant und durchdacht wie der schmonzettenhafte Auftritt eines afghanischen Mรคdchens im Rahmen einer Gedenkveranstaltung fรผr die Toten von Aschaffenburg. Auch sie ist ein Multiplikator, auch ihre Botschaft, vorgetragen im kindlich-weinerlichen Duktus, ist eine Demรผtigung.
Grรผne kommen in den Wahlumfragen auf etwa 15 Prozent. Aber selbst wenn es nur zehn Prozent oder sieben Prozent wรคren, so reicht ihre Macht doch aus, um nicht nur unser Land mit migrantischen Tรคtern zu รผberfluten, sondern auch, um im Anschluss zu bestimmen, wer Opfer sein darf.
Man kann nach Szenen wie diesen…
… nicht von etwas anderem als einer boshaften, regelrecht geisteskranken Sekte sprechen. Das Handwerk wird man ihr nicht allein am Wahltag legen kรถnnen. Was wirklich zรคhlt, ist, das weit verzweigte Netz zu kappen, das diese Partei in jahrzehntelanger Fleiรarbeit in die Medien, Universitรคten, Behรถrden und Institute gespannt hat. Macht geht nicht von den Massen auf der Straรe aus. Macht ist, wie Trump gerade in den USA demonstriert, der Einfluss, verflรผssigt in Geldstrรถmen, der vom Herrschaftszentrum zu den Multiplikatoren des Narrativs flieรt.


alles richtig – nur : die brรคsige Bourgeoisie lรคsst sich nicht mobilisieren – jeder kennt einen netten Grรผnling – auรerdem will man keinen Stress mit rotgrรผnwoken Lehrern / Beamten usw.
Das Bรผrgertum ist feige & verlogen – es wird aber bald unter die rotgrรผnen Rรคder kommen wenn es sich nicht รคndert. Hochschulen , Kirchen , รmter und Behรถrden : rotgrรผn kontaminiert – warum ? Weil das opportunistische Bรผrgertum den rotgrรผnen Zumutungen aus dem Wege geht. Bis es zu spรคt ist