George Orwell hat bereits vor Jahrzehnten unsere Arbeit erledigt. Ja wirklich, wir kรถnnten hier genau so gut jeden Tag eine Seite aus 1984 verรถffentlichen, denn was soll man noch auf Meldungen, wie jener aus Kassel, entgegnen? Dort hat die Universitรคt beschlossen, alle Studenten mit Notenabzug zu zรผchtigen, die in ihren schriftlichen Arbeiten kein Neusprech anwenden. Die Uni Kassel schreibt dazu:
โIm Sinne der Lehrfreiheit steht es Lehrenden grundsรคtzlich frei, die Verwendung geschlechtergerechter Sprache als ein Kriterium bei der Bewertung von Prรผfungsleistungen heranzuziehen. Bei der entsprechenden Benotung sollte jedoch auf die Verhรคltnismรครigkeit geachtet werden.โ
Bereits der Terminus โgeschlechtergerechte Spracheโ ist pures Framing. Gendersprech hat weder etwas mit Gerechtigkeit zu tun, noch ist es eine Sprache. Gendersprech ist nichts weiter als Manipulation. Wie perfide diese Manipulation begrรผndet wird, liest sich auf der Website der Uni Kassel wie folgt:
โDie Annahme, dass das Generische Maskulinum in der deutschen Sprache, d.h. die alleinige Verwendung mรคnnlicher Bezeichnungen, alle Geschlechter ‚mitmeine‘, hat sich in zahlreichen wissenschaftlichen Studien als falsch herausgestellt.
Wo ausschlieรlich Mรคnner angesprochen werden, wird letztlich auch ausschlieรlich an Mรคnner gedacht. Als eine Form geschlechtergerechter Sprache eignet sich das generische Maskulinum daher nicht.โ
Natรผrlich muss die Uni Kassel nirgendwo auf diese โzahlreichen wissenschaftlichen Studienโ verweisen. Fรผr was auch? Die Medien hinterfragen die Sprachmanipulation ja nicht, sondern nehmen sie bereitwillig an. Genau wie Behรถrden, Moderatoren und andere Institutionen. Man verweist hรถchstens mal zaghaft auf die โKritikโ der meisten Deutschen an der Vergewaltigung ihrer Sprache.
Zur Berichterstattung rund um die Kasseler Uni gehรถrte die Causa Lukas Honemann. Der junge Student, der fรผr den RCDS und die CDU aktiv ist, erhielt einen Punktabzug, weil er seine Arbeit nicht in Gendersprech, sondern auf deutsch schrieb. Die Hessische Niedersรคchsische Allgemeine zitiert Honemann:
โGendern ist lรคngst gรคngige Praxisโ, sagt Honemann, der fรผr den RCDS im Studierendenparlament sitzt und grundsรคtzlich gar nichts gegen geschlechtergerechte Sprache hat โ โaber sie sollte freiwillig und nicht bevormundend seinโ, sagt der 20-Jรคhrige.
Wieso denn so brav, Herr Honemann? Wieso denn nicht sagen, was Sache ist? Fรผrchtet sich da jemand vor noch mehr Punkteabzug? Oder bangt man um die zukรผnftigen Aufstiegschancen in einem grรผn-schwarz regierten Land?
Aber keine Angst, die Rettung naht. Die KRAUTZONE, Deutschlands reaktionรคrste und libertรคrste Studentengazette, bleibt stabil, superstraight und generisch maskulin. Unsere Redakteure schreiben nicht mit Tinte, sondern mit Testosteron. Bei uns wird nicht gegendert, hรถchstens gerendert, aber dazu dann mehr am Wochenende (Noch nicht in der Telegram-Gruppe? Rein, aber zackig!).
In diesem Sinne, lieber Leser, ein schรถnes Wochenende und ein frohes Osterfest!

