Die Organisation โNeue deutsche Medienmacher*innenโ, die ihren Titel jetzt auch brav den neuen Vorgaben des Idiotensprechs angepasst hat, ist eine Ansammlung von Schreiberlingen und Tippsen, deren mangelndes Talent durch die schnell gereifte Erkenntnis wettgemacht worden ist, dass es in Deutschland nicht wichtig ist was du kannst, sondern welcher Minderheit du angehรถrst.
Anders als der Titel suggeriert, sind die Vertreter der โNdMโ weder neu noch deutsch noch โmachenโ sie Medien. Genau genommen machen sie nichts, auรer dummdreiste Forderungen an das Kollektiv zu stellen, das ja im Sinne seiner politischen Eliten auch nicht mehr deutsch und schon gar nicht mehr Volk ist, sondern eine Ansammlung von โschon lรคnger hier Lebendenโ.
Die Berufsforderer haben also nun ein โHandbuchโ verรถffentlicht. Als weiรer deutscher Mann muss ich hier meinem angeborenen autoritรคren Komplex nachgeben und rechthaberisch intervenieren: Handbรผcher sind etwas fรผr Arbeiter, die Formeln und Messwerte nachschlagen. Das konnten die NDM-Menschen aber unmรถglich wissen, als sie ihren Forderungskatalog so nannten. Auf ihrer Netzseite schreiben sie:
โIn deutschen Medienhรคusern mangelt es an Diversitรคt. Schรคtzungen gehen davonaus [sic], dass hier lediglich 5 bis 10 Prozent Journalist:innen mit Migrationsgeschichtearbeiten [sic], in manchen Redaktionen sind weiรe Kolleg:innen (fast) unter sich.
Gleichzeitig steigt der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund in der Gesellschaft, unter Kindern und Jugendlichen sind es schon rund 40 Prozent. Wenn Medien in den kommenden Jahren anschlussfรคhig bleiben wollen, mรผssen sie sich grundlegend verรคndern. Nur wie?โ
Also, aus meiner Erfahrung als Redakteur fรผr Deutschlands libertรคrstes, reaktionรคrstes und heterofamilienfreundlichstes Meinungsmagazin kann ich diese Feststellung nur bestรคtigen. Unsere Redaktion ist weiร wie Schnee und deutsch wie das Elsaร. Gut, es gibt Stefan Nguyen, aber Koreaner (oder ist er Vietnamese?) haben diese angenehme Art, nicht aufzufallen. Also nicht negativ aufzufallen.
In unserer Redaktion ist Nguyen schon etwas besonderes. Wir fassen sehr gerne sein dickes schwarzes Haar an. Er ist, wie alle seine Brรผder aus dem Fernen Osten, ein angenehmer Mensch. Er vertrรคgt nicht viel Alkohol und trinkt aus Hรถflichkeit dennoch bis zum Ende mit. Auรerdem ist er gut in Mathe.
โDie Neuen deutschen Medienmacher:innen haben ein Diversity-Handbuch erarbeitet โ die erste Publikation, die sich speziell an deutsche Medienbetriebe richtet. Hier wird erklรคrt, warum Diversitรคt Chef:innensache ist und wie man mehr Vielfalt in den Redaktionen erreicht.
Von selbst passiert das nicht. Deshalb hinken deutsche Medien im internationalen Vergleichweit [sic] hinterher. Was fehlt, ist die Einsicht, dass sich die Welt von heute nicht mit Journalismus von gestern erklรคren lรคsst.โ
Chef:innen. Wie spreche ich diesen Quatsch aus? Mit Knack- oder Schnalzgerรคuschen? Und was heiรt hier โinternationalโ? Wie divers sind denn die Medien in Nordkorea? Oder Jordanien? Oder Somalia? Wie divers ist eigentlich der NdM-Vorstand? (Spoiler: Keine Koreaner, keine Vietnamesen, keine Ostdeutschen.)
Heute mรถgen NdM-linge noch ihre Pamphlete von 450โฌ-Sklaven schreiben lassen, Forderungskataloge an die Bundesregierung schicken und massig Staatskohle abgreifen. Der Fanatismus, mit dem die sie die Herausstellung ihrer Hautfarbe und Herkunft (bzw. die ihrer Eltern) betreiben, erinnert an die dunkelsten Stunden unserer Geschichte.
Das alles macht wรผtend und fassungslos. Man selbst, der dumme deutsche Steuerzahlerknecht, ist ja machtlos gegen diese Dreistigkeit. Aber denken wir die Sache doch einfach mal weiter. Die NdM-Bettler schreiben es ja selbst:
โGleichzeitig steigt der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund in der Gesellschaft, unter Kindern und Jugendlichen sind es schon rund 40 Prozent.โ
Wenn die Minderheit zur Mehrheit wird, und danach sieht es rein statistisch betrachtet ja aus, an wen stellt sie dann ihre Forderungen? Wer zahlt denn dann fรผr das Privileg nichtdeutscher Herkunft?
Wenn hier in ein paar Jahrzehnten Zustรคnde herrschen sollten, wie sie Michel Houellebecq in seinem Werk โUnterwerfungโ skizziert, wer kรผmmert sich dann um Ferda Ataman, Thembi Wolf und all die anderen?
Ganz ehrlich: Ist nicht mein scheiร Problem.

