Bloß raus aus deutschen Schrottschulen!

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In Sachsen-Anhalt hat die AfD unter Leitung von Ulrich Siegmund sehr gute Chancen, ein Fanal zu setzen. Erhält sie am 6. September die absolute Mehrheit, was mittlerweile durchaus denkbar ist, so liegt es an ihr, den vielversprechenden Forderungskatalog abzuarbeiten. Unter den vielen AfD-Versprechen, die sich für den saturierten Sozialdemokratismus wie eine Auflistung von Drohungen lesen, sorgte ein Punkt für besonders große Unruhe:

Bildungspflicht statt Schulzwang!

In allen Fragen zu Bildung und Erziehung der Kinder müssen die Eltern das letzte Wort haben. Wir wenden uns entschieden gegen alle Versuche des Staates, sich in die Erziehung der Kinder einzumischen. Da die Schulen immer weniger Bildung vermitteln und immer stärker versuchen, die Kinder politisch zu erziehen oder ihnen fragwürdige Lebensansichten zu vermitteln, verstehen wir Eltern, die ihre Kinder selbst unterrichten wollen.

Wir werden deshalb in Anlehnung an das österreichische Modell eine Wahlfreiheit zwischen Schul- und Hausunterricht schaffen. Bedingung ist allerdings, dass der Hausunterricht die gleichen Qualitätsstandards erfüllt wie der Schulunterricht. Alle Kinder, die zuhause unterrichtet werden, müssen zur Kontrolle des Lernfortschritts halbjährlich zentrale Prüfungen ablegen. Bleibt ein Kind zurück, muss es wieder an die Schule. Das Recht auf Hausunterricht ist als Elternrecht zu begreifen, die Bildung der Kinder als Pflicht und der Schulbesuch als Angebot, das der Staat vorhalten muss, das die Eltern jedoch nicht zwangsläufig annehmen müssen.“

„Unsinnig, gefährlich, verfassungsfeindlich“, tobt das „Deutsche Schulportal“, die extrem linke Organisation „Campact“ wirft der AfD vor, dass Hausbeschulung keine realen Probleme löse, die CSU spricht gar von „Klientelpolitik für Reichsbürger“.

Die Angst, die das Establishment um „seine“ Schulpflicht hat, besteht dabei aus zweierlei Gründen: Da ist zunächst einmal die Befürchtung, den niedrigschwelligen Einfluss auf Kohorten von Kindern und Jugendlichen zu verlieren. Über all die Jahrzehnte hinweg konnten sozialdemokratisierte Pädagogen mit einer Mischung aus antideutschem Ressentiment, Wettbewerbsfeindlichkeit, Feminismus und kalkulierter Verwahrlosung einen Jahrgang nach dem anderen auf das Leben als Steuerzahler und Konsumnomaden konditionieren. Viel bedarf es dazu nicht: Neben dem obligatorischen TV-Rollschrank und dem halbjährlichen Gedenkstätten-Voyeurismus sorgt die gezielte und völlig normalisierte Benachteiligung der (deutschen) Jungs zusammen mit einer regelrecht asozialen Arbeitsauffassung vieler „gesetzter“ Lehrkräfte schon zuverlässig dafür, dass unsere einst von der ganzen Welt um ihre Tiefen- und Breitenbildung beneidete Nation im Bildungsranking mehr und mehr abrutscht. Darauf kommen wir später zurück.

Die zweite Furcht des Establishments ist ökonomischer Natur: Der Kosmos Schule ist eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für alle möglichen und unmöglichen Lebensläufe, die von linken Universitätsfabriken ausgespuckt werden. Kein Mensch, schon gar kein Lehrer kann erklären, wie es eigentlich möglich ist, dass bei einer abnehmenden Zahl von Kindern und einem wachsenden Schlüssel von Lehrern, Betreuern, Aufsehern, Pädagogen, Coachs, Psychologen usw. usf. die Qualität der Bildung abnimmt. Unsere Eltern und Großeltern saßen oft mit 40 Schülern in einer Klasse, in Grundschulen wurden bis in die 70er-Jahre mehrere Klassen gleichzeitig von einer Lehrkraft unterrichtet. Ich will hier nicht falsch verstanden werden: Das muss in heutiger Zeit, im Kontext der technischen Möglichkeiten, aber eben auch der demografischen Krise, nicht mehr sein – aber es zeigt eindrucksvoll, dass sowohl der individuelle als auch der kollektive Bildungsstand nicht von der Zahl der Lehrer und Bespaßer abhängt.

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Und das bringt uns schließlich zum großen und unerhörten Verbrechen des Sozialdemokratismus: der bewussten und gezielt vorangetriebenen Verdummung und Verwahrlosung der Kinder und Jugendlichen. Wie ein Unicef-Bericht ausrollt, belegt Deutschland den 34. von 41 Plätzen. Gerade einmal 60 Prozent der 15-Jährigen erreichen die Mindestkompetenz in Lesen und Mathematik. Anders ausgedrückt: 40 Prozent der Jugendlichen, die kurz vor dem Eintritt ins Berufsleben stehen, sind nach den Maßstäben der westlichen Zivilisation behindert – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Ihre Bildungslücken hindern sie nachhaltig daran, eine qualifizierende Berufsausbildung zu bestreiten, alltägliche Verwaltungsaufgaben zu lösen und damit den notwendigen Schritt in ein selbstbestimmtes Leben zu gehen.

Das Problem lässt sich auf drei Gründe zurückführen: ein linkes und damit schlechtes Bildungssystem, Masseneinwanderung und die völlige Entfremdung der meisten Eltern von dem grundlegenden Gedanken, dass sie – und nicht der sozialdemokratisierte Staatsapparat – die Verantwortung für die eigenen Kinder tragen müssen.

Dass sowohl Unicef als auch die SPD die deutsche Bildungskatastrophe auf eine bloße Frage des Geldes reduzieren, liegt auf der Hand. Dieses Problem lässt sich im sozialdemokratischen Sinne abermals bewirtschaften, was heißt: noch mehr Steuern, noch mehr Stellen für linke Bildungsarbeiter, noch längere Schulzeiten, noch mehr Zugriff auf das Wichtigste und Wertvollste, das unsere dahinsiechende Nation noch aufzubieten hat.

In wohl keinem anderen Land der Welt hängt der Zugang zu Bildung so wenig vom Geld oder der Herkunft ab wie in Deutschland. Ironischerweise zeigt sich das ausgerechnet mit Blick auf die Gewinner des Unicef-Rankings: Belegt das verhältnismäßig reiche Irland zwar Platz 1 (Pro-Kopf-Einkommen: 80.000 Dollar), folgen auf Platz 2 und 3 mit Slowenien (Pro-Kopf-Einkommen: 31.000 Dollar) und Südkorea (Pro-Kopf-Einkommen: 37.000 Dollar) zwei Länder, die „ärmer“ sind als wir (Pro-Kopf-Einkommen: 55.000 Dollar). Ob es in diesen drei Ländern einen so niedrigschwelligen, ja oftmals kostenlosen Zugang zu Schulen, Unis, Büchereien, Bibliotheken, Museen usw. gibt, darf ebenfalls bezweifelt werden.

Die von Siegmunds AfD geforderte Möglichkeit zur Hausbeschulung ist ein erster richtiger Schritt heraus aus der deutschen Bildungskatastrophe. Verantwortungsbewusste Eltern werden diese Möglichkeit schon in Anspruch zu nehmen wissen.

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