Das Ende der Marktwirtschaft – und warum es längst Realität ist

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Ich habe ein altes Haus gekauft. Jeder, der die Politik halbwegs verfolgt, weiß, dass es für jüngere „Millennials“ – also junge Erwachsene Mitte 30 – nahezu unmöglich geworden ist, Wohneigentum zu erwerben. Explodierende Preise, getrieben durch Binnenwanderung und Zuzug, treffen auf eine Zinspolitik, die versucht, die hausgemachte Euro-Inflation wieder einzudämmen. Mein Hauskauf war bezogen auf meine persönliche Situation ein Glücksfall und zudem nur machbar, weil das gute Stück ca. 120 Jahre alt ist. Es hat seit dem Kaiserreich bereits vier deutsche Systeme überlebt – und die Chancen, dass es auch ein fünftes übersteht, steigen momentan von Jahr zu Jahr.

Viele gleichaltrige Freunde und Bekannte haben den Traum vom Eigenheim längst begraben oder auf unbestimmte Zeit verschoben. Entgegen der immer häufiger zu hörenden Behauptung, beim Eigenheim handle es sich um ein reines Luxusgut, ist das selbstbewohnte Eigentum natürlich viel mehr: Es ist ein Zuhause, ein Rückzugsort, Heimat und vor allem eine private wie gesellschaftliche Investition. Man kann den eigenen Kindern etwas vermachen. Der Staat wäre davon übrigens der Hauptprofiteur: Ein Eigenheim führt statistisch zu einer deutlich höheren Kinderzahl (sprich: zukünftigen Steuerzahlern) als eine Mietwohnung. Die sprichwörtliche „Keimzelle der Gesellschaft“ befindet sich hinter spießigen Vorgärten.

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