Im internationalen Vergleich rutschen die Deutschen bezüglich ihres Vermögens weiter nach hinten. Der aktuelle UBS Wealth Report sieht Deutschland mittlerweile auf dem letzten Platz unter den untersuchten Ländern – sogar noch hinter Griechenland.
Die Gründe dafür sind vielfältig: Ein Mangel an Immobilienbesitz, extrem hohe Steuern und Abgaben sowie eine im Vergleich schwache Aktienkultur sorgen dafür, dass Deutsche im Laufe ihres Lebens kaum Vermögen anhäufen und dadurch im Alter vermehrt von Armut bedroht sind. Gerade im Vergleich zu den vermeintlich ärmeren Südländern zeigt sich ein deutliches Gefälle: Deutschland mag zwar ein reicher Staat sein – wohlhabende Bürger hat er jedoch nicht. Selbst Länder wie Italien, Portugal oder das kleine Slowenien haben uns längst überholt. Sie zeigen, dass die Deutschen gemessen am BIP zwar produktiv wie kaum ein anderes europäisches Volk sind, von dieser Wertschöpfung jedoch kaum etwas in den Taschen der Bürger hängenbleibt.
Neue EZB-Daten: Die finanzielle Lage der jungen Generation
Zusätzlich zum UBS-Bericht hat nun auch die Europäische Zentralbank (EZB) einen neuen Datensatz veröffentlicht: Es wurde das Netto-Medianvermögen der jungen Europäer im Alter von 16 bis 34 Jahren ermittelt und verglichen. Es zeigt sich auf den ersten Blick ein ähnliches Bild: Mit einem Vermögen von lediglich 17.600 Euro bildet die deutsche Jugend zwar nicht das absolute Schlusslicht, belegt aber dennoch den fünftletzten Platz. Noch geringer ist das Vermögen der Altersgenossen nur in Lettland, Österreich, Griechenland und Finnland.
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