Die extrem linke Organisation Campact hat ihre Verleumdungskampagne gegen alternative Medien auch auf die KRAUTZONE ausgedehnt. Das ist Anlass genug, die Tagespolitik für einen Moment auszuklammern und einen näheren Blick auf das institutionalisierte Vorfeld der spätbundesrepublikanischen Regierungsmaschinerie zu werfen.
Zunächst: Wer oder was ist Campact? Hierbei handelt es sich um eine Organisation, die im Umwelt- und Klimaschutz wurzelt und über ebenjene Reizthemen auf eine breite Spendenbereitschaft von Millionen deutschen Bundesbürgern zurückgreifen kann. Es wurde (und wird) also im großen Maßstab Geld eingesammelt und in Protestinitiativen gegen die Abholzung des Waldes X oder den Bau der Autobahn Y geleitet. Das klingt erst mal recht lapidar, ist in seiner Wirkung aber gleich in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Die Geldspritzen ermöglichen die Erstellung, Vervielfältigung und Verteilung von professionellen Propagandamitteln. Referenten können für Vorträge bezahlt werden, bei Kaffee und Kuchen vernetzen sich Aktivisten, Wissenschaftler und Politiker. Irgendein Uni-Rabotnik, der nach seinem Studium der Sozialwissenschaften eher mäßige Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat, kann nun sozialversicherungspflichtig angestellt werden, um „Recherchen“ über uns oder andere regierungskritische Medien zu betreiben.
Das alles ist nicht irrelevant, sondern die absolut notwendige Ummantelung der politischen Agenda, die zwar die Mehrheit der Deutschen ablehnt, die aber von der Regierung unter wechselnden Koalitionen dennoch mit eisernem Willen exerziert wird: Deutschland wird deindustrialisiert, demilitarisiert, verschuldet, entrechtet, verfremdet und schließlich marginalisiert – und Organisationen wie Campact sorgen dafür, dass das nach Basisdemokratie aussieht, indem sie diese Agenda einerseits durch Propaganda- und Vernetzungsarbeit legitimieren, andererseits über Feindmarkierungen und Verleumdungskampagnen abzusichern versuchen.
Man muss vorsichtig sein, wie man über Campact redet und schreibt, die Organisation zeigt sich extrem empfindlich und klagefreudig, wenn man etwa – wie Ulf Poschardt 2025 – behauptet, sie sei staatlich finanziert. Zunächst: Campact verlor 2019 den begehrten Status als gemeinnütziger Verein, was bedeutet, dass die Organisation keine Spendenquittungen mehr ausstellen darf. Grund dafür war der Umstand, dass Campact, trotz anderslautender Darstellungen, sich nicht auf die Förderungen von gemeinnützigen Tätigkeiten konzentrierte, sondern sich politisch engagierte.
Daran hat sich bis heute nichts geändert, im Gegenteil! Campact reagierte jedenfalls auf die zeitweise Trockenlegung durch die Gründung einer Stiftung und die noch stärkere Verknüpfung mit dem in organisatorischer wie finanzieller Hinsicht schwer durchschaubaren Vorfeldkomplex der Bundesregierung. So hält Campact ein Drittel der HateAid gGmbH, einer gemeinnützigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung, deren Finanzierung auf einem Fundament und zwei Säulen beruht: Das Fundament bildet der Status der Gemeinnützigkeit. Diese ermöglicht für die Spender einerseits die steuerliche Absetzung der Spenden, andererseits muss HateAid für diese Spenden, die Erträge darstellen, keine Körperschaftsteuer entrichten. Die erste Säule sind private Spenden, was auch Unternehmensspenden beinhaltet. Hier muss neben der Möglichkeit der steuerlichen Absetzung auch das ESG-Regime berücksichtigt werden, das nichts weiter als einen Ablasshandel darstellt, der es Unternehmen ermöglicht, durch entsprechende Spenden bessere Scores zu erhalten. Die zweite Säule ist die Staatsfinanzierung, die im Falle von HateAid nicht verschleiert werden kann.
Damit endet aber noch nicht das Kapitel der vorgeschobenen „Staatsferne“ und „Unabhängigkeit“ von Campact. Wie bereits erwähnt, gründete die Organisation nach der Aberkennung der Gemeinnützigkeit eine Stiftung, die euphemistisch als „Demokratie-Stiftung Campact“ benannt wurde. Diese kann Spenden quittieren und verfügt damit wie viele andere extrem linke Institutionen über einen strukturellen Vorteil. Auch die „Demokratie-Stiftung Campact“ wirbt mit ihrer Unabhängigkeit, aber genau wie die Mutterorganisation kann sie diese nur behaupten – Parteipolitiker können genau wie Unternehmen sehr wohl als Spender auftreten. Entweder als regelmäßige Spender kleinerer oder mittlerer Beträge, aus denen sich Campact e. V. und deren Stiftungsausgründung maßgeblich finanzieren, oder aber durch eine außerordentliche Spende, die auch die Tür in die Stiftungsversammlung öffnet. 5.000 Euro kostet diese Mitgliedschaft natürliche Personen, juristische Personen müssen hingegen 10.000 Euro löhnen. Die Rechtsform der natürlichen Person umfasst dabei eben nicht nur private Einzelpersonen, sondern auch Unternehmer. (Juristische Personen sind hingegen Unternehmen, Vereine, Stiftungen und Genossenschaften.)
Man wüsste zu gerne, wer sich unter den derzeit 60 Stiftern der „Demokratie-Stiftung Campact“ versammelt, aber die Organisation hüllt sich – vielleicht in weiser Voraussicht? – in Schweigen. Dass die Spendenbettel-Mails von Campact hingegen nicht nur bei arglosen Boomern im Postfach landen, sondern auch über entsprechende Verteiler an Hunderttausende Mitglieder der etablierten Parteien weitergeleitet werden, ist sehr wahrscheinlich.
Die Stabilisierung und Durchsetzung der Regierungsagenda ist ein einträgliches Geschäft, und die Maschinerie, die das zu bewerkstelligen vermag, wird nicht von idealistischen Idioten betrieben. Ihr Steckbrief über die KRAUTZONE reiht zwar nur Talkingpoints aneinander, die schon lange zuvor von anderen linksextremen Akteuren und Organisationen bedient wurden, suggeriert dabei aber ein Höchstmaß an investigativer Recherche – inklusive der obligatorischen Aufforderung am Ende des Beitrags, diese Informationen über unser gemeingefährliches Magazin zu teilen.

Anders als der Sumpf der linksextremen Vorfeldorganisationen kann die KRAUTZONE keine gemeinnützige Stiftung gründen (Namensvorschläge nehmen wir dennoch gerne an, DENN UNSERE ZEIT WIRD KOMMEN), über die sich ein auf Bettel-Mails basierender Spenden-Scam verwirklichen ließe. Das heißt auch in Zukunft: Wir müssen für das Geld unserer Freunde und Unterstützer etwas Handfestes abliefern. Unangenehme Informationen oder kritische Meinungsbeiträge zum Beispiel. Oder lustige Aufkleber, mit denen wir die Herzen der Campact-Aktivistinnen im Sturm erobern.

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