Kommt bald der deutsche Macron?

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von Robin Classen

Deutschland im Herbst 2026: Die Beliebtheitswerte von Friedrich Merz sind auf einem historischen Tiefststand. Weniger als zehn Prozent der Bürger unterstützen seine Art und Weise, das Land zu regieren. CDU und SPD liegen unter 20 beziehungsweise unter 15 Prozent. Damit sind sie nicht nur weit von einer parlamentarischen Mehrheit entfernt, sondern bewegen sich ebenfalls auf historisch einmaligen Tiefstwerten. Mit weitem Abstand führt die AfD die Umfragen an und kann die Union teilweise mehr als zehn Prozentpunkte vom Spitzenplatz fernhalten.

Hinzu kommt, dass auch die Linkspartei Aufwind verspürt und ausgerechnet mit ihrem besonders radikalen Landesverband in der Bundeshauptstadt mit rund 25 Prozent auf dem ersten Platz gelandet ist. Bei den kommenden Bundestagswahlen droht dem Altparteienkartell damit der Super-GAU. Die Unzufriedenheit schlägt vor allem in der Union in eine Undiszipliniertheit um, wie man sie aus dieser Partei – die schon immer nur im Hinblick auf die eigenen Strukturen tatsächlich konservativ war – lange nicht kannte. Journalisten wie Gordon Repinski (Politico) fordern, sekundiert von Investoren wie Christian Miele, neue Parteiangebote der sogenannten „Mitte“. Wie realistisch ist das und welche Folgen hätte es? Ein Blick in unser westliches Nachbarland zeigt, wie es auch bei uns ablaufen könnte, denn die Parallelen liegen auf der Hand.

Merz ist der deutsche Hollande

Frankreich im Jahr 2016: Der Sozialist François Hollande regierte ein Land im Niedergang. Die Arbeitslosigkeit erreichte die Zehn-Prozent-Marke und übertraf damit die Zufriedenheitswerte mit seiner Politik, die im Oktober des Jahres bei gerade einmal vier Prozent lagen. Seine mit der deutschen SPD vergleichbare Sozialistische Partei wusste, dass mit ihm kein Blumentopf mehr zu gewinnen war. Sie stritt bereits über seine Nachfolge, denn 2017 standen Präsidentschaftswahlen an.

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1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Die zentralen Punkte für die Wahl der AfD sind meines Wissens
    -Remigration
    – Frieden mit Russland
    – Ende von wokem Zeug (Transkitas etc)
    -Libertärer Wirtschaftskurs (weniger Bürokratie etc)
    Wie soll da eine Partei links der AfD ernsthaft ein Alternatives Angebot machen? Ein bisschen Remigration und ein bisschen weniger Geld für die Ukraine und ein bisschen russisches Gas?
    Für wen soll das Interessant sein?
    Es gibt in Deutschland m.E. im wesentlichen 2 Lager: Remigration, Frieden mit Russland, Wokes Zeug weg und Wirtschaftslibertär sowie das Gegenteil. Ein dazwischen gibt es nicht. Die Ergebnisse der letzten Bundestagswahl spiegeln lediglich die Hoffnung mancher auf eine CDU-Kehrtwende wieder. Diese wird es nicht geben daher rücken die Wähler zur AfD.

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