Erst kam die Angst vor dem Sterben, die Angst vor dem Dahinsiechen an einem unbekannten Virus, dann die Angst etwas zu verpassen und die Angst vor โunnรถtigemโ Stress. Jetzt wird der letzte entscheidende Schlag gegen die restlichen stรถrrischen Ungeimpften vorbereitet. Die letzte Angst wird die Angst um die Freiheit sein. Noch ist es eine Vorahnung. Aber der Strick um den Hals der Ungeimpften wird immer enger. Wir dรผrfen nicht mehr in Restaurants, nicht mehr ins Kino, nicht mehr shoppen gehen und selbst den Besuch im Baumarkt kรถnnen wir vergessen.
Sicher, das sind alles Sanktionen gegen die ich meine Selbstbestimmung und meine Gesundheit nicht eintauschen werde, aber sie haben trotzdem einen unangenehmen Beigeschmack. 2G ist auch nur das Vorspiel fรผr das, was uns tatsรคchlich erwartet und mittlerweile niemand mehr bestreiten kann. Seit in รsterreich die Impfpflicht eingefรผhrt wurde, kann niemand mehr bestreiten, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis den Deutschen das gleiche Schicksal blรผht.
Gebrandmarkt, beleidigt, ausgestoรen
Den Ungeimpften soll das Leben so schwer wie mรถglich gemacht werden. Zusรคtzliche Ausgaben fรผr Tests, Aufenthaltsverbote, Ausgangssperren und soziale รchtung sind der Preis fรผr Sturheit und Nonkonformitรคt. Jedem tut etwas anderes weh, vermutlich sind die Einschrรคnkungen deswegen so breit gefรคchert.
Ich habe noch Glรผck. Der Umstand, dass ich Schรผlerin bin, hat mir schon einige Male das Leben extrem erleichtert. Mein Schรผlerausweis ist mein vorlรคufiger Freifahrtsschein – zumindest was die 3G-Regelungen angeht. Ich kann trotz allem morgens mit der Bahn in die Schule fahren ohne einen extra Test zu benรถtigen.
Doch was ist mit den Berufstรคtigen, die auf die Bahn angewiesen sind oder mit denen, die unbezahlt in Quarantรคne mรผssen? Wen interessieren diejenigen, die in der Gastronomie arbeiten und Kunden verlieren oder die, die ungeimpft keine Fahrschulprรผfung absolvieren dรผrfen?
Was tun?
Doch was kann man dagegen tun? Gegen die Ausgrenzung und die immer schlimmer werdenden Maรnahmen? Nein, die Lรถsung kann nicht die Spritze sein. Es mรผsste ein Aufschrei durch die Massen gehen, aber der Deutsche ist zu trรคge und zu รคngstlich sich zu wehren. Ich nehme mich da nicht aus. Der Deutsche hat die Biedermeiermentalitรคt perfektioniert. Wenn er nicht gerade versucht, sich politisch korrekt zu positionieren, zieht er sich ins Private zurรผck und versucht โdas Besteโ aus der Situation zu machen. Wir wollen bloร nicht auffallen oder anecken, das kรถnnte unnรถtige Probleme verursachen.
Dabei mรผssten wir uns theoretisch gegen diese Ungerechtigkeit wehren und erkennen, dass solidarisches Handeln nur aus uns selbst passieren sollte und nicht aufgrund irgendwelcher Vorschriften. Welche Solidaritรคt die Richtige ist, legt der Staatsapparat fest. Es ist ein Tanz auf einem Drahtseil zwischen den Abgrรผnden des Impftotalitarismus. Die sich teilweise wรถchentlich รคndernden Maรnahmen und der Impfstatus entscheiden รผber den Grad der Freiheiten. Die Politik und die รถffentlich rechtlichen Medien arbeiten unermรผdlich an der Zweiklassengesellschaft.
Viele meiner Freunde sind bereits geimpft, viele erwartet demnรคchst die zweite oder dritte Impfung. Manche zรถgern noch, bevor der nรคchste Impfcocktail verabreicht wird. Dieses Zรถgern wird vermutlich nicht lange anhalten. Es wird schon nicht so schlimm sein, wenn sich alle den Schuss setzen lassen, oder etwa doch? Nun ja, es ist jedem selbst รผberlassen, ob er auf die Schwarmintelligenz vertrauen mรถchte, oder nicht. Ein Blick in die Geschichte nur ein paar Jahrzehnte zurรผck sollte zumindest zum Nachdenken anregen.
Ich habe zunehmend den Eindruck, dass es gar nicht mehr darum geht, die Menschen vor einem Virus zu schรผtzen, sondern sie zu einer politisch und wirtschaftlich motivierten Impfung zu zwingen. Sie wurde als die ultimative Erlรถsung von der Pandemie verkauft, ist jedoch sehr wahrscheinlich unwirksamer und gefรคhrlicher als gedacht. Der Virologe Streek glaubte beispielsweise nicht, dass die ach so wirksame Boosterimpfung die Lรถsung gegen die vierte Welle sei. Und die Stiko empfahl, Moderna nicht unter 30jรคhrigen und Schwangeren zu impfen. Das Risiko einer gratis Herzmuskel-oder Herzbeutelentzรผndung sei bei diesen Personengruppen zu hoch.
Und sie lรผgen und lรผgen
Der ehemalige Gesundheitsdikator Spahn รผbte sich derweil in billigem Framing: er bezeichnete das Vakzin von Moderna als โRolls-Royceโ unter den Impfstoffen und betitelt den beliebteren Impfstoff von Biontech/Pfizer als โMercedesโ. Vielleicht machte es ihm Spaร, die Bevรถlkerung hinters Licht zu fรผhren oder aber, ihn trieb die Angst um seinen Thron an. Denn er war und bleibt fรผr die geringeren Dosen, die von BioNTech bestellt wurden, verantwortlich.
Politiker wie Spahn oder Lauterbach werden weiterhin krampfhaft versuchen, das Lรผgengebรคude aufrecht zu erhalten, bis es einstรผrzt. Sie verkaufen die Impfstoffe wie Ablassbriefe, nur um finanziellen Verluste zu vermeiden oder Fehler eingestehen zu mรผssen. Aber solange der Pรถbel die Medizin schluckt, kรถnnen Politiker und Pharmaindustrie tun und lassen, was sie wollen. Wer sich ausschlieรlich Tagesschau, Illner oder Interviews mit Lauterbach reinzieht, von dem kann man vermutlich kein differenziertes Denken erwarten. Das klingt vielleicht abfรคllig und auch ich kann die absolute Wahrheit nicht fรผr mich beanspruchen. Ich weiร aber, dass man nicht alles glauben sollte, was einem aufgetischt wird.
Vor allem weil die Wahrheit so wandelbar ist wie das Wetter. Die Tatsachen werden jedes Mal verdreht, als wรคre von Anfang an klar gewesen, dass man sich dreimal impfen lassen muss oder, dass die Impfung eine Erkrankung an Corona nicht verhindert. Als wรคren die Straรen nach einem heftigen Unwetter nicht mehr befahrbar, aber uns wรผrde trotzdem versichert werden, dass doch die ganze Zeit die Sonne geschienen hรคtte.
