Bildungssystem der Absteiger

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Eigentlich hatte das deutsche Bildungssystem einmal einen sehr guten Ruf. Etliche weltweit geschätzte und zitierte Wissenschaftler, Philosophen und Dichter kamen aus und wirkten in Deutschland. Heute lässt sich einfach, aber sicher feststellen: Zeiten ändern sich. Und das spiegelt sich bereits im Niveau des deutschen Bildungssystems wider.

Vor Kurzem gab die Stadt Gelsenkirchen bekannt, dass allein in diesem Jahr 194 Sechstklässler nach dem Ende der Erprobungsstufe ihre Schule verlassen mussten, da sie dem dortigen Bildungsanspruch nicht gerecht wurden. 112 von ihnen wechselten von der Real- auf die Hauptschule, die übrigen 82 Schüler vom Gymnasium auf die Realschule. Die ursprünglich nach den Schulkonferenzen angekündigte Zahl der Schulformwechsler allein in Gelsenkirchen lag mit insgesamt 237 Schülern sogar noch deutlich höher. Im Vorjahr hingegen wechselten „nur“ 142 Jungen und Mädchen, meist zwischen 12 und 14 Jahren, aufgrund ihrer schlechten Noten nach Beendigung der sechsten Klasse auf eine niedrigere weiterführende Schule. Genaue Zahlen lassen sich für Nordrhein-Westfalen nicht festmachen, aber das Phänomen scheint deutschlandweit verbreitet zu sein.

Auch in Schleswig-Holstein stieg die Zahl der Schulformwechsler in den letzten Jahren drastisch an. Aus einer Anfrage des ehemaligen bildungspolitischen Sprechers der SPD-Fraktion aus dem Jahr 2019 ging hervor, dass im Schuljahr 2017/18 rund 30 Prozent mehr Schüler vom Gymnasium auf die sogenannte Gemeinschaftsschule wechselten als noch zwei Jahre zuvor. Mit Blick auf die sogenannten „Schrägversetzungen“ von Jahrgangsstufe 6 in Jahrgangsstufe 7 werden die Zahlen noch eindeutiger. Im Jahr 2015/16 gab es in Schleswig-Holstein noch 330 besagter Fälle, im Jahr 2017/18 schon 578, also über 75 Prozent mehr als zuvor. 



In einigen Bundesländern wurde vor geraumer Zeit die verbindliche Schullaufbahnempfehlung abgeschafft, um Diskriminierung vorzubeugen. Lehrkräfte können zwar spätestens auf dem Halbjahreszeugnis der vierten Klasse anhand der Noten in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Sachkunde eine Empfehlung für die weiterführende Schule abgeben. Letztendlich haben inzwischen jedoch die Eltern das letzte Wort. Wohin das führt, lässt sich anhand der oben genannten Beispiele erschließen.

Bayern ist eines der wenigen Bundesländer, wo die Lehrerempfehlung noch verbindlich gilt. Doch auch in diesem Jahr kamen erneut Diskussionen über die Sinnhaftigkeit dieser angeblich „veralteten“ Vorgabe auf. Während der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) im aktuellen System keine Chancengleichheit geboten sieht, warnt der Vorsitzende des Verbandes Deutscher Realschullehrer (VDR) vor dem „Pseudo-Schonraum“ Schule. 

Gerade in Nordrhein-Westfalen haben die Inklusionsangaben der einstigen rot-grünen Landesregierung, die Massenmigration der letzten Jahre und der ständige Wechsel von G9 auf G8 und wieder auf G9 zu einer gewissen Abnutzung in Sachen Bildung geführt. Das Niveau ist aufgrund der allzu diversen Klassen gesunken, der Mangel an Lehrern und an Kompatibilität ist dafür gestiegen. 

3 Comments

  1. Das Schulsystem ist gescheitert, wenn man etwas lernen muss ohne sich dafür zu begeistern bleibt nichts hängen. Deshalb ist der Schulzwang relativ sinnlos. Lesen, schreiben und rechnen sind die Grundlagen um sich selbst zu bilden, zu mehr braucht man eigentlich nicht genötigt zu werden.

    • a blödsinn ist das schon.
      Erst Informationen über eine Sache stiften Interesse.
      Jeder Student der sein ANgestfach bestanden hat wird dir sagen, dass es am ende doch ganz interessant war den Stoff zu erarbeiten . Je mehr man übe reine Sache weiß umso spannender wirds, Natürlich müssen Vorbilder den Kindern Sporarten beibringen… Natürlich müsssen Vorbilder lesen und nicht nue Bücher verschenken.

      UND Falls du Recht hättest….wo sind dann die ganzen Massen an Autodidakten ? Grade im Lockdown musste man den menschen nach 7 Tagen ansagen wie sie ihre Zeit verbringen könnten (natürlich bei weiten nicht allen, aber allein der Ansatz!!)Hätten da nicht alles die Bücher lesen können die sie schon immer bla bla….

      Du siehst : dein Ansatz ist falsch.
      Wenn etwas daran richtig wäre dann verpufft es durch die negativen Konsequenzen. Nämlich wenn 98% nix lernen wollen und DIR dein Eigentum stehlen weils einfacher ist….Gewalt ist auch einfacher .
      Vieles ist leichter als zu lernen.

  2. gewaltaffine Migranten verhindern an deutschen Schulen den Lernerfolg deutscher Kinder .

    Linksextremistische Lehrer tolerieren seit Jahrzehnten den islamistisch motivierten Terror gegen Mädchen .

    Ein norddeutscher Lehrer schreibt : “wer die migrantische Gewalt auch nur ansatzweise thematisiert wird vom Kollegium gemobbt – plötzlich tauchen Migranten vor dem Wohnhaus des Lehrers auf – LebenspartnerInnen werden telefonisch terrorisiert , die “Polizei” rät dem betroffenen Bürger : “Sie sollten eine Weiterbildung in Betracht ziehen – Sie haben ein Problem mit unseren Neubürgern ” .

    unklar ob da Zynismus mit im Spiel war .

    rotgrüne Eltern entscheiden sich immer wieder für die katholische Privatschule – die bunte Bereicherung schadet dem Malte – hat er doch immer wieder migrantische Backpfeifen kassiert – nun wird er betreut und darf später als Akademiker die acht Apotheken seines Vaters verwalten .

    Arbeiterkinder werden regelmäßig verprügelt und dementsprechend sind die “Bildungschancen” . Ist aber kein Thema für den ÖRR .

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