Seit sechs Monaten sitzt unser Kolumnist Shlomo Finkelstein hinter Gittern. Er ist Verfolgter, Verurteilter und Gefangener eines Systems, das seine Funktionalitรคt nur noch in der Abstrafung rechter Dissidenten unter Beweis stellen kann. Vor Kurzem bemรคngelte der amerikanische Vizeprรคsident JD Vance auf der Mรผnchner Sicherheitskonferenz den eklatanten Verfall der demokratischen Kultur in den europรคischen Staaten. Die Empรถrung, vor allem von Seiten der Bundesregierung und der ihr hรถrigen Presse, war gewaltig.
Man kรถnnte es also fรผr eine konzertierte Aktion halten, dass kurz nach der Sicherheitskonferenz eine amerikanische Dokumentation hohe Wellen schlug, in der das perfide Zensurregime, das sich in Deutschland lรคngst etabliert hat โ und zu dessen Opfern nicht nur Shlomo Finkelstein zรคhlt โ, unter die Lupe genommen wird. Nicht nur beim amerikanischen Betrachter verhรคrtet sich der Eindruck, dass Deutschland kein freies Land mehr ist. Unter dem Vorwand des Bullshit-Begriffs โHasskriminalitรคtโ erleiden so gut wie ausschlieรlich jene Repressionen, die ihre Stimme gegen die Regierung oder den Zeitgeist erheben. Deutschen hingegen ihre Kultur abzusprechen, sie zur โKรถterrasseโ zu deklarieren oder รถffentlich zu wรผnschen, dass โBomber-Harrisโ wieder seine tรถdliche Last auf die deutsche Zivilbevรถlkerung abwerfen mรถge โ das alles ist von dem schlechten Witz namens Meinungsfreiheit gedeckt.
Ein Jahr Knast hat man Finkelstein aufgezwungen, eine frรผhzeitige Entlassung ist nicht in Sicht. Gut, mag man sich denken, sechs Monate hat er auf der einen Backe abgesessen, die restliche Zeit schafft er auf der anderen. Leicht gesagt! Unser Kolumnist ist kurz vor seiner Verhaftung Vater geworden. Der Staat, der sich gegenรผber kriminellem Abschaum nicht selten generรถs und verstรคndnisvoll zeigt, nimmt hier also wegen regelrechter Bagatelldelikte die bewusste Zerstรถrung einer jungen Familie in Kauf.
Shlomo kann daran im Moment nichts รคndern โ er muss durchhalten. Aber vielleicht fรคllt ihm die Trennung von seiner Familie leichter, weil er weiร, dass er da drauรen Tausende Freunde und Anhรคnger hat, die ihn nicht vergessen. So hat sich etwa Naomi Seibt via Twitter/X direkt an Elon Musk gewandt und eine Nachricht von Shlomo verรถffentlicht, in der sich dieser direkt an Vizeprรคsident JD Vance richtet.
Drei Sachverhalte hรคtte man sich vor zehn Jahren nicht vorstellen kรถnnen: Die Einknastung eines YouTube-Bloggers in Deutschland โfor Memesโ. Die Maรregelung des deutschen Zensurregimes durch die Amerikaner. Die breite Welle an Solidaritรคt innerhalb einer rechten Opposition, die sich etwa seit einer Woche unter #freeshlomoโ auf Twitter/X organisiert.
Zwei dieser drei Sachverhalte geben Grund zur Hoffnung. Man kann nur hoffen, dass Shlomo diese auch in den kommenden sechs Monaten nicht verliert. Er hat da drauรen eine Menge Freunde, die auf ihn warten.

