Eine zentrale These des Klimawandelkults ist gefallen

14. Mai 2026
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Die Klimahysterie ist tot. Sie wurde still und heimlich begraben. Die Totengrรคber? Ebenjene Wissenschaftler, die im sogenannten Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) fรผr die Klimaprognosen des Weltklimarats zustรคndig sind. So bezeichnen 44 IPCC-Autoren in einer neuen Verรถffentlichung das bisherige โ€žSzenario 8.5โ€œ โ€“ wonach bis 2100 mit einer Erderwรคrmung von bis zu fรผnf Grad Celsius zu rechnen sei โ€“ als โ€žunplausibelโ€œ (orig. โ€žimplausibleโ€œ). Dabei war es gerade jenes Szenario, welches in Wissenschaft, Medien, Politik und Rechtsprechung das vergangene Jahrzehnt bestimmt hat.

Unter der Bezeichnung โ€žBusiness as usualโ€œ- oder โ€žWeiter soโ€œ-Szenario wurde der Eindruck erweckt, das Szenario bilde eine realistische Entwicklung des Weltklimas ab, wenn alles so weitergehe wie bisher. Mittels des Horrorszenarios einer nahenden deutlichen Erderwรคrmung wurden zahlreiche KlimamaรŸnahmen und Einschrรคnkungen gefordert, die sich bis in die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts niedergeschlagen und unser Leben massiv beeinflusst haben. Was hinter dem โ€žSzenario 8.5โ€œ steckt (I.), wie es nun von Klimaforschern verworfen wird (II.) und was uns fรผr die Zukunft erwartet (III.).

I. Von Beginn an nie realistisch

In der Klimaforschung werden sogenannte Szenarien verwendet, um anhand fiktiver gesellschaftlicher und industrieller Entwicklungen Prognosen fรผr die Entwicklung des CO2-AusstoรŸes und damit einhergehend die Entwicklung des Erdklimas zu treffen. Die Zahl โ€ž8.5โ€œ steht dabei fรผr den in diesem Szenario erwarteten Strahlungsantrieb von 8,5 Watt pro Quadratmeter; also eine aufgrund hoher CO2-Konzentration erhรถhte Wirkung der Strahlung aus dem Weltraum. Um diesen Wert zu erreichen, mรผsste sich der weltweite CO2-AusstoรŸ bis ins Jahr 2100 jedoch mehr als verdreifachen. Der dem Szenario zugrundeliegende Verbrauch von Kohle, ร–l und Gas hรคtte laut Wissenschaftlern wie Prof. Dr. Gerd Gantefรถr zur Folge, dass die weltweiten Kohlenstoffressourcen bereits vor 2100 komplett erschรถpft wรคren.

Ein Szenario, welches abseits seines Widerspruchs zur Realitรคt also bereits physikalisch kaum mรถglich war. Eine Wahrheit, die auch den Forschern selbst bewusst zu sein schien. So sei โ€žSzenario 8.5โ€œ von Beginn an lediglich dafรผr gedacht gewesen, durch Eingabe hoher Faktoren bei der Weiterentwicklung der Modelle zu helfen. Die Wahrscheinlichkeit, dass besagtes Szenario Realitรคt werden kรถnnte, bewerteten die Klimaforscher mit drei Prozent. Statt eines tatsรคchlichen Zukunftsszenarios handelte es sich somit bei โ€žSzenario 8.5โ€œ von Beginn an um ein Testfeld, um den Umgang der Klimamodelle mit hohen Werten zu testen.

Dieser Umstand verhinderte jedoch nicht die Aufmerksamkeit und Verbreitung, die dem unrealistischen Horrorszenario zuteilwurde. Es fand Erwรคhnung in รผber 2.000 wissenschaftlichen Verรถffentlichungen, prรคgte die politische Debatte und erfuhr durch Medien und Klimaaktivismus eine Verkehrung in das Szenario, welches uns bevorstรผnde, wenn wir nicht sofort handelten.

II. Eine Frage der Zeit

Bereits 2020 wiesen einige Forscher auf diesen Umstand und die darauf beruhende Fehlentwicklung in der Verbreitung und Bewertung von โ€žSzenario 8.5โ€œ hin. Ein Jahr bevor die Grรผnen mit 14,9 Prozent angetrieben vom Klimaaktivismus durch Fridays for Future und Co. ihr bislang bestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl einfahren sollten. Doch kaum jemand schien sich fรผr die Richtigstellung zu interessieren. Zu packend war das Narrativ des nahenden Untergangs und des Umbruchs, den es nun zur Rettung brauche. Dagegen hatte die Randnotiz, dass es nur ein Trainingsszenario sei, keine Chance.

Das ist nun anders. In dem offiziellen Forschungspapier von 44 IPCC-Autoren wird das Horrorszenario als โ€žunplausibelโ€œ verworfen, sodass es zukรผnftig keine Anwendung mehr finden wird. Ein Umstand, der nicht mehr so leicht zu ignorieren oder zu รผberspielen ist. Wรคhrend wir wohl weiterhin vergebens auf โ€žTagesschauโ€œ-Berichterstattung, โ€žLanzโ€œ-Gesprรคchsrunden und politische Konsequenzen warten dรผrften, ist eins klar: Findet das Horroszenario in zukรผnftigen wissenschaftlichen Verรถffentlichungen des Weltklimarats keine Erwรคhnung mehr, ist es nur eine Frage der Zeit, bis es aus der Debatte verschwindet.

Doch allzu groรŸe Hoffnungen sind auch mit der neuesten Verรถffentlichung nicht verbunden. Wer darin eine Trendwende sehen will, sodass in Zukunft lediglich zurรผckhaltende, wissenschaftliche und belastbare Klimaprognosen erstellt wรผrden, wird gleichfalls enttรคuscht. So finden sich weiterhin Szenarien, in denen die Emissionen kรผnstlich hochgerechnet werden, sogenannte Senken-Effekte unberรผcksichtigt bleiben und die dadurch entstandenen Prognosen auch weiterhin รผber dem liegen dรผrften, was wir an Erwรคrmung zu erwarten haben.

III. Der Blick in die Glaskugel

Dabei geht das mittlere Szenario des neuen Forschungspapiers von bis 2050 gleichbleibenden Emissionen und einem daran anschlieรŸenden Rรผckgang aus und kann als das wahrscheinlichste Szenario bezeichnet werden. Es wรคre das tatsรคchliche โ€žWeiter soโ€œ-Szenario. Demnach wรคre mit einer weiteren Erwรคrmung von lediglich 1,1 Grad Celsius bis 2100 zu rechnen; alles andere als katastrophal.

Vor diesem Hintergrund stellt sich unter anderem die Frage, was mit dem sogenannten Klimabeschluss des Bundesverfassungsgerichts geschieht. In der 2021 ergangenen Gerichtsentscheidung erklรคrten die Verfassungsrichter das Klimaschutzgesetz vor dem Hintergrund der โ€žintertemporalen Freiheitsrechteโ€œ als verfassungswidrig, weil es zukรผnftige Generationen nicht ausreichend vor den Folgen des Klimawandels schรผtze. Darin wird das IPCC รผber 80-mal erwรคhnt und auch Bezug auf ebenjenes Horrorszenario 8.5 genommen. Dabei ging das Gericht von einem โ€žglobalen Temperaturanstieg um mehr als 3 ยฐC bis zum Jahr 2100โ€œ aus. Eine Annahme, die sich nun als falsch erwiesen oder โ€“ um im Vokabular der Klimawissenschaftler zu bleiben โ€“ in Luft aufgelรถst hat.

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