Fremde Sitten, leidende Tiere: Ein radikalisierender Zoobesuch

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Ich wollte doch nur Brötchen sehen, das im Mai geborene Zwergflusspferd des Berliner Zoos. Stattdessen erwarteten mich unsanfte Erinnerungen an den zivilisatorischen Verfall unseres Landes. Wie naiv ich doch war.

Ich hatte geglaubt, mein vierter Besuch innerhalb von zehn Jahren sollte sich in die drei vorangegangenen einreihen, die aus spielenden Wölfen, fluoreszierenden Quallen und Schwarzbären bestanden, welche sich ungeniert ihre Hoden sonnten. An der Kasse erwartet uns Hasim, der mit den Herren vor uns einige Verständigungsschwierigkeiten hat. Sie haben einen Gutschein, wollen aber nur ins Aquarium. Hasim hat hörbare Probleme, sie zu verstehen, sodass sich der Vorgang unnötig in die Länge zieht, gleich der Schlange an Menschen hinter uns.

Dann sind wir an der Reihe. Zwei Erwachsene, 75 €. „Wie soll sich eine normale Familie einen Zoobesuch für 200 € leisten können?“, fragt mich meine Begleitung, nachdem wir unsere Tickets erhalten haben. Zu dem Zeitpunkt weiß ich die Antwort nicht, doch später bringe ich eine simple Lösung in Erfahrung: Indem sie Sozialhilfeempfänger werden. „Das ermäßigte Tagesticket kostet an der Kasse 14,00 €. Wenn Sie Ihre Tickets im Zoo Berlin Ticketshop online buchen, zahlen Sie sogar nur 9,00 €.“ Vielleicht ist das der Grund, weswegen an jenem Tag auffällig viele muslimische Neubürger die Wege bevölkern.

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