Künstliche Intelligenz ist im Consumer-Bereich seit 2023 rasant durchgestartet. Doch selbst im Jahr 2026 erschöpft sich die Debatte innerhalb der politischen Rechten oft noch in der Frage, ob es statthaft ist, Musik und Grafiken mittels KI zu generieren – oder welche Dystopien drohen, wenn die Technologie vollends die Kontrolle übernimmt. Es gibt Ausnahmen, doch weite Teile der Nachkriegsrechten sind bis heute von einer tief verwurzelten Technik-Aversion geprägt; von einem kulturpessimistischen Konsens, der alles, was aus Kunststoff, Metall oder Strom besteht, instinktiv verteufelt. In unterschiedlichen Nuancen zwar, aber die Tendenz sitzt tief im Milieu.
Das Dilemma zwischen Naturromantik und Technik-Ästhetik
Als Bonsai-Gärtner und Runen-Fan, aufgewachsen mit Jagd, Imkerei und im steten Bezug zur Natur, hege ich selbst starke Sympathien für diese Strömung. Naturromantik, das Prinzip des Organischen, Wurzeln, Boden und das Leben im eigentlichen Sinn – diese Bezüge sind inhärent rechts und aus einem traditionellen Weltverständnis kaum wegzudenken.
Gleichzeitig komme ich als Betreiber einer Medienagentur, die sich auf verschiedene Formen von Propaganda spezialisiert hat, nicht umhin, den Großteil meiner Zeit inmitten von Technik, KI und Kunststoffen zu verbringen. Drohnen, Kameras, von Waffenkoffern inspirierte Heavy-Duty-Cases für Objektive, Kamerataschen, Riemen, Schrauben und Strom: Auch diese Faszination für das Mechanische, für das Präzise, Kühle und Saubere, begreift sich als fester Bestandteil rechter Ästhetik. Mechanik, Optik, Spannung.
Durch die Allgegenwart des linken Zeitgeistes und den strukturellen Wandel des eigenen Lagers hat sich jedoch in weiten Teilen der Rechten eine Blockadehaltung gegenüber technologischen Visionen manifestiert. Roboterarme, autonome Maschinenhunde, neuronale Implantate oder die Idee, das menschliche Bewusstsein digital hochzuladen – Dystopien wie die Serie Black Mirror oder diverse Cyberpunk-Epen haben maßgeblich dazu beigetragen, dass technischer Fortschritt heute fast reflexartig als das absolut Böse wahrgenommen wird.
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