"Wo warst Du am 11. September 2001?" Diese Frage werden die meisten Leser wohl sicherlich rasch beantworten können. Seit der Emordung von J. F. Kennedy oder dem Fall der Berliner Mauer gab es wohl kein Medienereignis, dass die Menschen weltweit derart in seinen Bann schlug und die persönliche Erinnerung mit einem Ereignis von globaler Bedeutung untrennbar miteinander verschweißte. Für mich, der zum damaligen Zeitpunkt noch Grundschüler war, stellt der Anblick der Linienflugzeuge, die in die Twintowers krachten, bis zum heutigen Tag das gleichzeitig erschütterndste, beeindruckenste und surrealste dar, was ich je im Fernsehen gesehen habe. Das ist eigentlich der springende Punkt dieses Artikels: Für mich, wie auch die allermeisten Menschen rund um den Globus, war "9/11" ein reines Fernsehereignis, ein Spektakel, der epische Auftakt zu einem letztendlich sich zäh dahinziehenden Film, dessen Handlung sich auf den Niedergang der Supermacht USA zusammendampfen lässt.
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