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PISA – Eine weitere linke Lebenslüge fällt in sich zusammen

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Am 5. Dezember stellte die OECD die aktuellen Ergebnisse der PISA-Studie aus dem Jahr 2022 vor. Die Auswertungen zeigen, was die meisten ohnehin schon geahnt hatten: Die Bundesrepublik befindet sich in einer anhaltenden Abwärtsspirale in Sachen Bildung und hat schlechter abgeschnitten als je zuvor.

Die PISA-Studie ist eine internationale Schulleistungsstudie, welche im Auftrag der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) alle paar Jahre stichprobenartig den Leistungsstand mehrerer Hunderttausend Schüler im Alter von 15 Jahren abfragt. Im Fokus der Studie stehen vor allem die Kernbereiche Mathematik, Naturwissenschaften und Lesen. Dieses Mal war die Studie weiter gefasst als je zuvor. Insgesamt nahmen rund 690.000 Schüler aus über 80 Staaten daran teil. Das Ergebnis blieb jedoch auch im internationalen Blick ernüchternd. Die Leistungsfähigkeit ging im Vergleich zur letzten Erhebung aus dem Jahr 2018 weltweit zurück.

In der Bundesrepublik zeigt sich jedoch deutlich, dass das Bildungsdesaster immer weiter um sich greift. Seit 2012 nehmen die Leistungen in den drei genannten Kernbereichen massiv ab. Bei der aktuellen Erhebung schnitten die deutschen Schüler nur noch im Bereich der Naturwissenschaften überdurchschnittlich gut ab (492 zu 485 Punkten). In Mathematik (475 zu 472 Punkten) und Lesen (480 zu 476 Punkten) erreichten sie lediglich den internationalen OECD-Durchschnitt.

Besonders signifikant ging im Vergleich zu 2018 die Lesekompetenz zurück, was wenig verwunderlich scheint, da bereits die IGLU-Studie von 2021 zeigte, dass ein Viertel aller Schüler nach Beendigung der Grundschule nicht ausreichend lesen kann. Lediglich der Anteil der besonders leistungsschwachen Schüler ist im Vergleich zu 2018 stark gestiegen. Rund ein Drittel aller Teilnehmer hatte in mindestens einem der drei Bereiche erhebliche Schwierigkeiten und Lernlücken und erreichte nicht einmal das Mindestkompetenzniveau von Stufe 2.

Doch welche Ursachen hat diese Negativentwicklung? Angeblich spielt der in Deutschland digital lückenhaft abgehaltene Distanzunterricht im Zuge der Corona-Maßnahmen eine erhebliche Rolle beim Rückgang des Bildungsniveaus. Doch besonders der soziale Hintergrund der Jugendlichen sowie deren Herkunft scheinen ein großer Einflussfaktor für den Leistungsrückgang zu sein. Vergleicht man beispielsweise die Gesamtergebnisse aller bundesrepublikanischen Schüler mit denen der Schüler, welche tatsächlich auch die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, offenbaren sich starke Leistungsunterschiede. Doch auch hier wird sichtbar, dass der Bildungsstand im Vergleich zum Jahr 2012, wo deutsche Schüler am besten abschnitten, rückläufig ist.

Die Auswertungen der PISA-Studie sind im Endeffekt nichts anderes als ein Tropfen auf den heißen Stein. Sie verdeutlichen nochmals die massiven Probleme im Bildungssektor, den anhaltenden Lehrermangel und die Auswirkungen der unkontrollierten Masseneinwanderung auf den Unterricht und das Lernklima. Wie auch sollen sowohl deutsche als auch nichtdeutsche Schüler lernen, wenn es oftmals schon an Kleinigkeiten, wie zum Beispiel einer gemeinsamen Unterrichtssprache scheitert? Der sogenannte Fachkräftemangel wird durch mangelnde Bildung nur weiter verstärkt und ausgeweitet.