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Remigration – Was heute unmöglich erscheint, wird morgen Routine werden

19. Februar 2024

Von Bill Lind

Das amerikanische Außenpolitik-Establishment, alias “der Blob” [Anm. d. Übersetzers: „Blob“ bezeichnet im Englischen eine amorphe, schwer fassbare Masse und wurde von dem 1958 Science-Fiction Horrofilm “The Blob” inspiriert, man kann den Blob auch mit dem “deep state” oder der “Kathedrale” von Yarvin gleichsetzen] ist wie der Betrunkene der unter einer Straßenlaterne nach seinen Autoschlüsseln sucht. Er weiß, dass er sie dort gar nicht verloren hat, aber nur da hat er eben Licht zum Suchen.

Bei der Identifikation neuer Bedrohungen für die USA und ihrer grundlegenden Interessen kann der Blob nur jene Bedrohungen sehen, welche der Ost-West-Achse folgen, d.h. China und Russland. Allerdings kommt die lebensgefährliche Bedrohung für die USA, Europa und den Rest der nördlichen Hemisphäre nicht dort her, sondern aus dem Süden der Welt. Diese Bedrohung kann der Blob nicht sehen, sie liegt in seinem toten Winkel.

Was genau ist diese Bedrohung? Massenmigration aus Gegenden mit dysfunktionalen Kulturen. Allen Multikulti-Plattitüden zum Trotz haben sich nur zwei Kulturen als beständig erfolgreich erwiesen, die westliche und die chinesische. Deswegen werden chinesische Immigranten auch sehr schnell erfolgreiche Bürger der Mittelschicht in westlichen Ländern.

Die Menschen dagegen, welche über die südlichen Grenzen der USA und Europas strömen kommen aus Ländern, wo nichts funktioniert. Der Grund des Scheiterns ihrer Heimatländer hat kulturelle Wurzeln. Natürlich sind auch Klimawandel, Veränderungen von Welthandelsströmen, sozialistische Regierungen (die natürlich ihrer lokalen Ökonomien ruinieren) etc. auch Faktoren, die dazu beitragen. Gut funktionierende Kulturen würden Antworten auf diese Herausforderungen finden. Südamerikanischen, afrikanischen und islamischen Kulturen dagegen gelingt dies nicht.

Darum fliehen ihre Menschen auf der Suche nach Ländern, die funktionieren. Aber sie bringen eben jene Kultur mit, der sie eigentlich entfliehen möchten, etwas anderes kennen sie nun einmal nicht. Überall dort, wo sie sich in großer Zahl ansiedeln, folgen Kriminalität, unredliche Geschäftspraktiken, Missachtung der bürgerlicher Pflichten und des Wohlverhaltens. Ein allgemeiner Niedergang dieser Gegenden ist das Resultat. Was einst unser Land war, wird langsam ihres.

Der Blob kann nichts von alledem wahrnehmen – teils aufgrund von Kulturmarxismus, teils weil sie nur Bedrohungen durch andere Staaten begreifen können und natürlich auch, weil nur eine Bedrohungslage entlang der Ost-West-Achse durch China und Russland den Geldhahn so richtig aufdrehen kann. Gewöhnliche Grenzverteidigung erfordert nun einmal keine billionen-Dollar-teuren Kampfflugzeuge (wie das fliegende Klavier, die F-35). Sie bietet auch keine hochdotierten und bequemen Jobs für Außenpolitikbürokraten. Sie würde auch keine nutzlosen Konferenzen generieren, wo Thinktank-“Experten” ihre Existenz gegenüber ihren Geldgebern rechtfertigen können. So hat das Politikestablishment hier und in Europa die Katzenklappe in der Haustür aufgelassen…

Die Ost-West-Fixierung des Blobs stellt einen außenpolitischen Fehler ersten Ranges dar – eine falsche Ausrichtung auf der großen strategischen Ebene. Wir haben die Auswirkungen eines solchen Fehlers schon einmal gesehen, und zwar 1914: Die drei christlichen, konservativen Monarchien Russland, Deutschland und Österreich-Ungarn fokussieren sich aufeinander als DIE primäre Bedrohung, Dabei war die eigentliche Bedrohung die säkularen Demokratien. Hätten sich diese drei Monarchien verbündet, gäbe es sie wohl noch heute. Stattdessen zerstörten sie sich gegenseitig – und die Gewinner waren Amerikas schlechtester Präsident aller Zeiten, Woodrow Wilson, und ein Typ namens Lenin, der in Zürich in einem Caféhaus herum saß. Das ist die Größenordnung, die eine Katastrophe erreichen kann, welche eine falsche strategische Orientierung mit sich bringen kann.

Was tun?“ – wie Lenin schon fragte. Eine Antwort steigt derzeit in Europa auf: Re-migration. Während beide, Europa und die USA, massiven Invasionen durch Migranten ausgesetzt sind, sind ihre spezifischen Probleme nicht identisch. Die meisten derer, die über den Rio Grande schwimmen, sind Christen. Die aus Venezuela gehörten in vielen Fällen zur Mittelschicht an bis der Sozialismus die Wirtschaft ihres Landes zerstörte. Diese kommen zwar schneller, als wir sie integrieren können, aber mit Zeit und scharfer Begrenzung der Zustromrate, könnten die meisten davon Amerikaner werden.

Die Muslime indessen, die nach Europa strömen, sind etwas gänzlich anderes: Sie werden sich niemals integrieren. Ihre Religion verbietet das. Wenn in Großbritannien demonstrierender Muslime Banner tragen, die sagen: “Islam: Unsere Religion heute. Eure Religion morgen”, dann erscheint die unterschwellige Nachricht hier nicht zu sein, dass die einheimischen Briten hier eine Wahl hätten.

Europäische Konservative artikulieren derzeit die einzige Antwort, welche die europäische Zivilisation bewahren kann: Re-migration. Re-migration soll heissen – die Migranten dorthin zurückschicken, woher sie gekommen sind.

So könnte dies gelingen: Ab dem Moment, wo ein illegaler Einwanderer seinen Fuß auf europäisches Land setzt, wird er sogleich auf ein Schiff verbracht. Containerschiffe mit nur sehr basalen Containerunterkünften können sehr viele Menschen unterbringen. Sobald ein Schiff voll ist, werden die (beinahe) Invasoren an einen außereuropäischen Strand verbracht. Idealerweise wäre dies der Strand, von dem sie nach Europa gekommen sind und wo sie das jeweilige Land willkommen heißt. Falls eine solche Willkommenslage nicht vorherrscht, gibt es eine Mission für die europäischen Marinen: Sie führen eine amphibische Landung durch, laden die Illegalen am Strand ab und gehen dann wieder. Die Nachricht würde schnell deutlich werden – wenn Du es tatsächlich nach Europa schaffst, wird Dein Aufenthalt in Stunden zu messen sein. Mit dieser Realität konfrontiert, wird der konstanten Strom von Menschen nach Europa abreissen.

Ist Europa dazu fähig? Physisch, ja. Politisch noch nicht. Aber Europas richtige Rechte gewinnt langsam mehr Boden, und eine Invasion aus der südlichen Hemisphäre bietet ihr Wind in den Segeln. Was heute noch unmöglich ist, wird morgen schon Routine sein.

Der Artikel wurde ursprünglich am 16. Oktober 2023 im „American Conservative“ veröffentlicht. Übersetzt hat ihn der KRAUTZONE-Gastautor Karl Renter mit Genehmigung von Bill Lind.

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