Sesselmann drinnen, Prigoschin draußen, AfD-Verbot am Anfang, Römertopf am Ende

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Nachdem Kolumnistin Reinhild beinahe in die Lauterbachsche Hitzetodstatistik Einzug gehalten hätte (wäre sie ins Freibad gegangen, wäre es nur die Kriminalstatistik gewesen), übernehme ich nun den heutigen Kolumnenposten. Montag, das bedeutet die „schonungslose Aufarbeitung“ des Wochenendes: Militärrevolte in Russland, neue Verbotsfantasien der Innenministerin, der Untergang eines weiteren deutschen Traditionsunternehmens und der erste AfD-Landrat in Thüringen.

Ob es sich in Russland um einen vereitelten Staatsstreich, eine gewöhnliche Revolte oder gar um ein inszeniertes Theaterstück handelte, ist die große Frage, die heute sowohl Hauptstrommedien als auch oppositionelle Blogger in ihren Bann zieht. Dass sich ein Militärkonvoi von Rostow bis wenige Hundert Kilometer vor Moskau quasi ungehindert seinen Weg bahnen konnte, ist bemerkenswert. Es könnte zur Nachahmung animieren. Meiner Meinung nach noch augenfälliger ist die geringe Zahl der Todesopfer dieses Spektakels. Rostow hätte nach ein paar „losgegangenen Schüssen“ oder dem Eintreffen von Kadyrows Einheiten im Chaos versinken können. Stattdessen sahen wir russische Zivilisten, die gut gelaunt und bei strahlendem Sonnenschein vor Panzern posierten und sich wahlweise mit den vermummten Söldnern ablichten ließen oder mit diesen diskutierten. Was sagt uns das über die Verfasstheit der russischen Kriegsgesellschaft? Wie steht diese zur politischen und militärischen Führung, wo doch ausgerechnet Prigoschin, der augenscheinlich hohe Sympathien unter den Leuten genießt, vor wenigen Tagen das gesamte Narrativ des Krieges infrage stellte?


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Aber wechseln wir vom Osten in den Westen. Auch in Deutschland werden von der politischen Führung verzweifelte Maßnahmen erwogen, wenn es um die Ausschaltung einer vermeintlichen „Gefahr“ geht. Nein, Höcke marschiert nicht auf Berlin, vielmehr erklimmt die einzige rechte Partei, die diese Zuschreibung verdient, immer neue Höhen in der Wählergunst. Nun gibt es in Thüringen – wo sonst? – den ersten AfD-Landrat: Robert Sesselmann. Doch Rettung naht! Die SPD-Innenministerin und ihr CDU-Verfassungsschutzchef haben den neuen Verfassungsschutzbericht vorgestellt und dabei laut überlegt – das wird wohl noch erlaubt sein –, wie man die Verfassung brechen könnte, ohne sie zu verbiegen. Auf Grundlage des Berichts soll es nämlich der AfD nun endgültig an den Kragen gehen. Bei dem angestauten Druck, der sich in mittlerweile satten 20 Prozent für die Rechtspartei kanalisiert, kann dieses Unterfangen rasch nach hinten losgehen. Die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Strohfeuer, die von der gesamten Riege der etablierten Parteien entfacht worden sind, werden sich auch nach einem Parteiverbot der AfD zu einem Flächenbrand entwickeln. Man wird das nicht mehr mit Sozialkohle, Rentenerhöhungen, billigen Bahntickets und Fußballspektakeln löschen können. Vom Zuckerbrot ist nichts mehr übrig, es bleibt nur noch die Peitsche.

Ich weiß, in marxistischen Lesekreisen versteht man das nicht, aber das Geld zum Stimmenkauf der Massen muss erst mal erwirtschaftet werden. Man kann den produktiven Teil der Bevölkerung also sein Ding machen lassen und durch moderate Besteuerung etwas Rahm abschöpfen, ohne Wachstum und Wohlergehen der heimischen Unternehmen und ihrer Angestellten erheblich einzuschränken. Man kann aber natürlich auch die Energieversorgung der gesamten Volkswirtschaft gefährden, als dirigistischer Maßnahmenstaat sich in jeden noch so kleinen Scheiß einmischen, die Lohnkosten aufplustern, die Steuerschrauben immer fester zudrehen und sich anschließend wundern, dass ein Traditionsunternehmen nach dem anderen über die Wupper geht. Nach Weck hat es nun die Römertopf GmbH erwischt, das Unternehmen hat Insolvenz angemeldet – gut, Wirtschaftsminister Habeck würde es anders ausdrücken:

„Dann sind die nicht insolvent automatisch, aber sie hören vielleicht auf, zu verkaufen.“

Dem grünen Sozialismus werden noch viele weitere Unternehmen zum Opfer fallen, viele Deutsche werden ihre Arbeitsplätze verlieren, viel wertvolles Material und Wissen wird für einen Ramschpreis an ausländische Konkurrenten verschachert werden. Der deutsche Wähler beginnt, zu verstehen, dass der Hass auf Deutschland, der geifernde Wille, unser Land, unsere Kultur, unseren Wohlstand und unsere Zukunft zu vernichten, die Farben und Kürzel sämtlicher Altparteien trägt.

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