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US-Uni lässt „Kopf eines Schwarzen“ entfernen

24. August 2021

Spätestens seit 2020 liegt im „Käsestaat“ Wisconsin so einiges im Argen. Das eigentlich sehr konservative Land hat damals angeblich 10 Wahlmänner für die Demokraten entsandt. Allein das ist sehr verdächtig und es gab jede Menge Hinweise auf Wahlbetrug, aber das dortige Gericht erkannte Trumps Klage damals einfach nicht an, wie das ZDF berichtete.

Auch in der BRD kennen wir ja die Gerichte, wissen wer sie ernennt, von wem sie abhängig sind und mit wem sie gerne essen gehen. Doch darum soll es hier nicht gehen, sondern um etwas, was man durchaus auch als eine Folge der Demokratisierung Wisconsins sehen kann.

Meanwhile in the US…

An der Universität Wisconsin-Madison ließen Studenten einen 70 Tonnen-Gedenkstein entfernen. Aufgestellt hatte man den Gletscherbrocken vor 94 Jahren, zum Gedenken an den damaligen Universitätsdirektor und Geologen Thomas Chamberlin. Seine jetzige Entfernung kostete schlappe 50.000 Dollar, die linke Unistudenten über Spenden zusammenkratzten, wie die Frankfurter Rundschau berichtete.

Dass man in einer Zeit, wo Massenarmut in den USA vorherrscht, ein derartiges Vermögen für eine Steinentfernung ausgibt, hat natürlich einen politisch korrekten Grund. Zwar war der mit dem Gedenkstein geehrte Geologe Chamberlin kein Rassist, aber für die Studenten, die offenbar im Studium nichts Besseres zu tun haben, hat sich ein anderer Grund zur Entfernung gefunden: 1925, als das Monument errichtet wurde, erinnerte es einen damaligen Journalisten an den „Kopf eines Schwarzen“.

Diese Assoziation vom steinernen Mohrenkopf ließ er in seinen Artikel einfließen. Vor 94 Jahren. Dieser längst vergessene Text wurde von den Studenten kürzlich im Archiv aufgespürt. Und jetzt soll der Stein entfernt werden, weil irgendein Journalist etwas in dem Stein gesehen hat, was linken Gutmenschen nicht passt.

Unileitung knickt ein

Historiker der Universität konstatierten zwar, es gebe keinen Hinweis darauf, dass ein Angehöriger der Hochschule den Stein jemals so bezeichnet habe, aber das nützte nichts. Die Universitätsleitung knickte ein und entschied: „Den Stein als Monument von seinem prominenten Platz wegzubringen, schützt unsere Gemeinschaft vor weiteren Verletzungen, wobei gleichzeitig sein Wert für Bildungs- und Forschungszwecke für die Studenten erhalten bleiben kann.“

Das ist natürlich Quatsch, denn die linken Gutmenschen werden sich nach der Steinentfernung einfach auf das nächste Projekt stürzen, um die Geschichte und Kultur in Wisconsin zu vernichten. Freilich hätten sie das gesammelte Geld auch armen, hilfsbedürftigen Schwarzen zukommen lassen können, aber sie schützen diese Leute lieber vor etwas, was sie als Diskriminierung empfinden. So vermeiden sie den Kontakt mit echten armen Menschen und haben gleichzeitig ein gutes Gewissen.

Übrigens, wenn es schon so weit ist, dass ein Stein entfernt wird, weil ein Journalist ihn für den Kopf eines Schwarzen hielt, möchte ich anmerken, dass mich alle Denkmäler für Karl Marx, Friedrich Engels, Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg an Mohrenköpfe erinnern.

Christian Schwochert

Christian Schwochert wurde 1991 in Berlin geboren. Er schreibt sowohl Romane als auch politische Artikel, u.a. für die Zeitschrift "Deutsche Geschichte", "Zur Zeit" und das Magazin "Corona-Nachrichten für Monarchisten". Von ihm stammen sieben der neun "Kaiserfront Extra"-Alternativweltromane. Zur Zeit arbeitet er in Hamburg an seinem nächsten Roman.


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