Dark
Light
Dark
Light
exc-5da56fd0585d552f6b2993e4

100 Jahre ohne Monarchie = 100 Jahre Verirrung und Zerstörung

16. Oktober 2019

Über 100 Jahre ist es mittlerweile her, dass Deutschland seines Kaisers und seiner monarchischen Ordnung beraubt wurde. Hat sich seitdem alles zum Guten entwickelt? „Mitnichten!” meint unser Gastautor Andreas Zimmermann. Sein Artikel zeichnet ein negatives Bild der Gegenwart und erinnert uns an die Vorzüge der Monarchie.

Das Jahr 2019 liefert begründeten Anlass, sich tiefergehende Gedanken zu den Geschehnissen des vergangenen Jahrhunderts einschliesslich dieser ersten zwei Jahrzehnte des 21. Jahrhunderts zu machen. Es gibt in ganz Europa einschliesslich der ehemaligen Ostblockstaaten wohl keine Familie, welche in jener Zeitspanne nicht fürchterlichsten Leiden ausgesetzt war. Wir haben es uns in unserem Nachkriegswohlstand angewöhnt, die Erinnerungen hieran zu verdrängen. Dies kann sehr verhängnisvoll sein, denn verdrängte und nicht bewusst verarbeitete Traumata oder schwere Fehlentwicklungen arbeiten ja im Untergrund weiter und wiederholen sich, um geheilt, um korrigiert zu werden. Wenige Mahner kündeten auf je ihre eigene Art hiervon, wurden sie aber gehört? Stellvertretend mag ich hier den Arzt Graf Hans von Lehndorff nennen, den Autor des „Ostpreussischen Tagebuches“. Denn wer will wirklich eine Wiederholung solcher zerstörenden Leidensgeschichten, wie sie unsere Eltern, Großeltern, Urgroßeltern durchlitten haben? Der Erste Weltkrieg wurde vor einhundert Jahren beendet. Schon dieser knappe Satz füllt inhaltlich Bände. Viele europäische Monarchien fanden ihr jähes Ende. In beinahe allen europäischen Nationen zerbrachen Gesellschaftsordnungen, zerbrach auch das friedvolle Miteinander innerhalb der Nationen. Das Ende der deutschen Monarchie war eine Waffenstillstandsbedingung der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Kriegsschuld Kaiser Wilhelm II anzudichten, war eine raffinierte und tückische Vorgehensweise der Siegermächte. Der langanhaltende Krieg mit modernsten und entsetzlichsten Waffen forderte so viele Menschenleben, dass die Bevölkerung schliesslich mürbe und offen wurde für gefährliche und zersetzende Ideologien sozialistischer und kommunistischer Agitatoren. Hier nun zeigt sich klar das Wesen der Ideologien schlechthin: Ein aktuell herrschender Mißstand oder Leidensdruck oder eine Wunschvorstellung werden dazu missbraucht, eine einfach scheinende, gerechte und logische Veränderung im Aussen herbeizuzwingen. Es werden griffige, einfache und verlockende Parolen, Ziele und greifbare Zukunftsbilder der breiten Masse schmackhaft gemacht, als DIE Problemlösung schlechthin.

Es wird dann völlig logisch und schlüssig, dass jetzt die Zeit reif ist für diese so notwendige „positive Veränderung“, koste sie was sie wolle! Und wehe dem, der nicht dafür ist! Und bis zum heutigen Tage kostete sie alles: Über Jahrhunderte bewährte Herrschafts- und Regierungsformen, Staatsmänner mit politischen Erfahrungen und Weitsicht, gewachsene Achtung und Respekt vor dem Andersdenkenden, wirtschaftliches Gedeihen, Heimat und Verbundenheit, Kunst- und Kulturdenkmale, öffentliche und private Meinungsbildung, die freie Rede in der Öffentlichkeit, sogar der Bauernstand, das Handwerk, die Schulen, die Familie, die Ehe, das Verhältnis von Mann und Frau und Kindern, letztlich jedes tiefere Verständnis von Lebenssinn, vom Menschsein! Für die vergangenen einhundert Jahre können wir eine verheerende Negativbilanz aufstellen, die das Ausmaß der Zerstörungen nur skizziert, welche die europäischen, und besonders auch die deutsche Gesellschaft und Nation gleichermaßen hingenommen wie mit verursacht haben. Es ist nachvollziehbar, dass eine orientierungslos gewordene Gesellschaft nicht oder nur schwer in der Lage ist, aus sich heraus wieder eine Stärke und ein qualitatives Handeln und Ordnen zu generieren. So fiel man von einem Elend in das nächst Schlimmere: Die ideologischen Verführungssprüche dummer Naziredner fanden Gehör und Aufnahme, zumindest Duldung bei Vielen!

Nach dem Zweiten Weltkriege dann fand sich unser Heimatland als ein vielfach zerstückeltes und besetztes armseliges Etwas wieder. Die Zerstörungswalze hatte erfolgreich das schöne und vielfältige Europa niedergemacht. Aber ihr Werk wurde und wird fortgesetzt, wiederum mit den Mitteln ideologischer Verführung! Im Westen: Wohlleben und Konsumismus, Kaufen als Lebenssinn, Abhängigkeit vom Geldsystem und Monetarisierung in allen Lebensbereichen, In der DDR sowie den ehemals deutschen Landen, nun unter sowjetischer Herrschaft: Zwangsweises Überstülpen einer Staatsmeinung, eines Staatszieles, dem sich alles und jeder unterzuordnen hat, weil es ja so sozialistisch-paradiesich gut werden wird! Die praktische Folge: Überwachung, Misstrauen, staatliche Willkür, Repression und Tod! Die durchlittenen Erfahrungen von Zeitzeugen, sei es Alexander Solschenyzin, sei es Helmut Gollwitzer und zahllose andere, zeigen uns nun eines: Was hat es nun wirklich auf sich mit den hehren Verführungsreden „rechter“ und „linker“ Propagandisten? Sie führen beide in dasselbe Elend! Es gibt für die Bevölkerung quasi keinen Unterschied: Beides mündet in totalitären menschenverachtenden Systemen! Und nun, was haben wir jetzt vor uns, 2018? Wie die unreflektierte unkritische Technisierungsbegeisterung zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts sogleich ihre tödliche Fratze im ersten Weltkriege zeigte, so umschleicht uns heute ein neues Monster mit Namen: „Globalismus“! Dieses Monster tarnt sich, wiederum ideologisch geschickt, hinter unzähligen Verheissungen: freie Märkte, Toleranz, Globalisierung, Vielfalt. Was aber ist die Wirklichkeit des Monsters „Globalismus“? Der Mensch wird reduziert und degradiert durch Kindertagesstätten vom Säuglingsalter an, wofür die gehirngewaschenen Eltern sogar auf der Straße demonstrieren gehen! Massenschulen, linientreue Universitäten, politisch korrekte Sprache und Gedanken, all dies führt zum gewünschten Massenziel: der „human ressource“, dem gleichgeschalteten menschlichen Rohstoff!. Die Lebenskeimzelle einer jeden Gesellschaft, die Familie, wird mehr und mehr zersetzt durch die selbstverständlich geforderte und erwartete Bereitschaft, stundenlange Wege zum Arbeitsplatz zu fahren. Die Orte werden entseelt, nur noch die Alten leben dort, es sind leblose Schlaforte geworden, wo früher auf Bauernhöfen, in Handwerksbetrieben und großen Familien das Leben für jung und alt pulsierte! Auch hier war bereits stark wegbereitend die Zwangskollektivierung der Bauernhöfe in der DDR! Die Nationen und Kulturkreise werden zersetzt wiederum durch fadenscheinige Ideologien von Toleranz, Gleichheit und Menschenrecht. Das Menschenbild ist der Erosion ausgesetzt: Der Feminismus brachte die Frauen dazu, jubelnd ihre Kinder und Familie zu verlassen. Die Frau soll sein wie der Mann war, der Mann soll am Besten gar nicht mehr sein: Auflösung der natürlichen Geschlechterunterschiede und ihrer je verschiedenen natürlichen Aufgaben! Durch Dauerkonsum „moderner“ Medien, – zu Beginn das Fernsehen, heute Smartphone, Verlust der Selbstkontrolle und Selbstwahrnehmung, Verlust von Empathie, sozialer und praktischer Kompetenz, irreversible Verblödung! Der Mensch hat den Zugang zu sich selber verloren, er kann nichts mehr erkennen, reflektieren, ändern, das ist der Verlust der Seele, das verkaufte Herz!

Was macht die Politik? Sie ist Handlanger zum Aufbau eines abermaligen und noch perfekteren totalitären Systemes! Weshalb? Weil die politischen Täter im Allgemeinen ihre Seele verkauft haben und nur noch um ihrer scheinbaren Macht willen tätig sind. Keine Spur mehr vom Ernstnehmen eines Amtseides, von Gewissen gar! Wollen wir das? Musste dies alles so sein wie es sich nun zeigt? Ist der Mensch noch lernfähig? Stellt er sich noch Fragen, als Einzelner, als Gesellschaft? Nun die Monarchie: Ist sie die Lösung für diese Problemstellungen? Gewiss nicht. Denn es ist natürlich töricht anzunehmen, ein anderer Mensch könne die Probleme lösen, die man selber mitverursacht hat oder um sich herum erkennt. Aber: Die historische Familiengeschichte des Monarchen zeichnet sich aus durch ein starkes und verantwortungsvolles Verwobensein mit seinem Land und dessen Kultur und gleichzeitig auch einer europaweiten Verbundenheit mit den Nachbarnationen. Ja, wir sprechen bewußt von Nationen! Es ist eine Qualität, die Verschiedenartigkeit der Völker anzuerkennen, zu lieben und zu pflegen, anstatt die Unterschiede plattzumachen!

Der Monarch lebt aus seiner Geschichte, seiner Familie und aus seiner Nation. Aus der Geschichte lernt er die Unterschiedlichkeit der Völker und ihrer Interessen, lernt er, verantwortungsvoll zu handeln. Seine Familie ist ihm Stütze und Lebensort, geradeso wie bei jedem Menschen im Lande die Familie solch ein Ort ist. Das verbindet den Monarchen als Menschen mit Leib und Seele mit seinem Volk. Der Monarch lebt aus seiner Nation, weil er ihr entstammt und für die Nation lebt. Er dient seinem Land in besonderer Weise, nämlich ohne oder zumindest geringem Eigeninteressen und ohne Selbstsucht. Er steht immer ein wenig über den Dingen weil er weiter schaut als der allgemeine Kurzzeit-Politiker. Er hat von Kindesbeinen auf gelernt, zu regieren, zu erkennen, zu entscheiden, die vielen Aspekte wohl zu bedenken. Er steht in positiver Tradition von Wissen, Gewissen und Können.

Seine Position und seine Verantwortung sind im Lande einzigartig und schwer. Daher seine Würde. Sein Mut zeigt sich heute im Position beziehen, im eindeutigen Stellung nehmen zu den Fragen der Zeit. Der Monarch muss Entscheidungsgewalt besitzen und diese wird er auch einsetzen, wenn Gefahr droht für den inneren oder äusseren Frieden seines Volkes, im Falle von Bedrohungen welcher Art auch immer. Das ist das Patriarchat, das so Vielgeschmähte! Im Notfall MUSS er das Sagen haben, und auch im Frieden das wache Auge und die helfende Hand! Nun seien wir ehrlich: Wieso haben wir etwas so Wertvolles verloren, wogegen haben es eingetauscht? „Wo Lieb und Treu sich so dem König weihen, wo Fürst und Volk sich reichen so die Hand,da muss des Volkes wahres Glück gedeihen, da blüht und wächst das schöne Vaterland!“ – Wollen wir dies für uns, unsere Kinder und Enkel, für unser Vaterland, nicht zurück erbitten, – erstreiten?

Wir haben uns in der Ausgabe 6 mit der „Monarchie” befasst. Krautzone lesen, Wilhelm glücklich machen!

Hannes Plenge

Hannes, geborener Hannoveraner und mittlerweile stolzer Lüneburger, bereut es jeden Tag aufs Neue, nicht vor Jahren seine Kohle in Bitcoins gesteckt zu haben. Jetzt muss er mit Mitte 30 noch immer einem Beruf nachgehen – auch „Wirecard“ half dem Frugalisten in spe nicht wirklich weiter. Der nicht immer kaltblütige Norddeutsche verfügt über ein stolzes Punktekonto in Flensburg, da er es sich als anständiger Libertärer zur Aufgabe gemacht hat, gegen staatlich festgelegte Geschwindigkeitsbeschränkungen anzukämpfen.


Uns gibt’s auch gedruckt!


Alternative Medien unterstützen