Es gibt nicht viel, was einen dieser Tage optimistisch stimmen kann. Die nรคchste sinnstiftende Massenpsychose scheint den Leuten erfolgreich eingeimpft worden zu sein, diesmal mit blau-gelbem Anstrich, der vorangegangene totalitรคre Fiebertraum im รrztekittel hat wenige bis gar keine Konsequenzen fรผr die Verantwortlichen gehabt, und all die Probleme, die wir seit Jahren bemรคngeln, haben sich verschรคrft, ohne breiteren politischen Widerstand auf den Plan zu rufen. Doch wirklich alle? Nein. Denn es stellt sich heraus, dass die Leute es echt nicht mรถgen, wenn man sich โStellaโ oder so nennt und dann Frauen zur besten Sendezeit im Fernsehen die Schรคdelbasis bricht. Das finden sie dann irgendwie nicht mehr so atemberaubend und mutig.
An der Trans-Front beginnen wir gerade die tatsรคchlichen Resultate der Geschlechterabschaffung zu sehen: In New Jersey kรถnnen Mรคnner seit Kurzem auch ohne Schnipp-Schnapp in den Frauenknast, Vergewaltigungen und mehrere Schwangerschaften folgten. Im Sport jagt eine Demรผtigung biologischer Frauen durch Mรคnner mit breitem Kreuz und ulkigen, halb ausgedacht klingenden Mรคdchennamen die nรคchste, und Kinder werden, wie in der letzten Kolumne beschrieben, immer frรผher und vehementer auf den Pfad der chemischen Kastration gelenkt. Dieser Wagen hat keine Bremsen mehr, und er fรคngt gerade erst so richtig an, Gas zu geben.
Das bringt mich zum ersten Punkt: Das Transen-Ding ist aus meiner Sicht mittelfristig gewinnbar, zumindest was die Kรถpfe und Herzen der Menschen angeht. Politisch wird sich da lange nichts am Kurs รคndern, das ist klar, aber das kann uns in Sachen Meinungsbildung sogar eher akzelerationistisch in die Karten spielen. Sieht man sich soziale Medien aller mรถglichen Couleur an, fรคllt auf, dass รผberall, wo nicht mit ganz besonders heiligem Eifer zensiert wird, die Leute die Schnauze gestrichen voll von diesem grotesken Zirkus haben, und zwar sowohl was die Konsequenzen fรผr richtige Frauen angeht, als auch bezรผglich der Indoktrinierung der Jรผngsten.
Es ist ein Kampf genau, wie wir ihn gerade brauchen: Die Erfolgsaussichten sind nicht รผbel, und was es zu gewinnen gibt, ist wertvoll. Denn die zentrale Frage, die sich hier langsam wieder der รffentlichkeit stellt, nachdem sie Jahrzehnte unter einem betรคubten, egalitรคren Schlummer begraben war, ist die des Geschlechts. Was ist รผberhaupt eine Frau? Eine Frage, die Verfechter der Ideologie, die wir hier in Aktion sehen, nicht beantworten kรถnnen, wie etwa Matt Walsh vor einigen Monaten bei Dr. Phil veranschaulichte.
Was ist eine Frau? Wie wir gerade sehen, ja offenbar nicht dasselbe wie ein Mann. Nun, vielleicht sollte sich das ja auch in der Gesellschaft abbilden. Vielleicht braucht es das, zumindest tut es das ja offenbar auf dem Sportplatz und im Knast, diesen Mikrokosmen der Gesellschaft. Man kรถnnte hier den Tรผrรถffner zu genau dieser Neuverhandlung der Geschlechterrollen in der Hand halten, sobald die Trans-Agenda von der Bรผhne gejagt wurde. Und damit zu vielen Kernproblemen der Gesellschaft: Geburtenraten, Entmรคnnlichung, Promiskuitivitรคt, das รbergeben der Erziehung der eigenen Kinder in die Hรคnde des Staates, all das hรคngt da dran.
Zunรคchst muss aber natรผrlich die Trans-Debatte entschieden nach Hause geholt werden. Dafรผr braucht es eine klare, schwer angreifbare Linie: Biologische Zwitter sind ausgenommen und irrelevant, alles andere ist Geisteskrankheit und darf nicht bestรคrkt werden. Die Lรผge als Gesellschaft aus Feigheit getarnt als Nettigkeit mitzuspielen, war der Anfang vom Ende, und das Einfordern von Zugang zu Frauensport, -knast und -haus war an diesem Punkt vorprogrammiert. โJa, wir tun so, als wรคre er eine Frau, auรer wenn das mal tatsรคchlich wichtig werden sollteโ ist keine konsistente Position und wird uns immer wieder mit dem Gesicht voran in derselben Clownshรถlle landen lassen, die wir gerade betreten. Man sollte die eigene Position nicht unnรถtig verkomplizieren in einer Welt, in der โNo Borders No Nationโ, โKein Mensch ist illegalโ und โLove Is Loveโ das letzte Jahrzehnt metapolitisch geprรคgt haben.
Man darf auch nicht vergessen: Es geht hier um die psychische und kรถrperliche Unversehrtheit der kommenden Generationen. Nach aktuellen Studien beschreiben sich zwischen 39 und 21 Prozent der Generation Z in Amerika selber als โqueerโ, also nicht heterosexuell. Das ist so weit abseits von allem, was sich evolutionsbiologisch und durch das Wegfallen eines gesellschaftlichen Stigmas erklรคren lieรe, es ist grotesk. Dass soziale Ingenieurskunst aus Medien, Bildung und Thinktanks einen derart durchschlagenden Erfolg haben wรผrde, hรคtte vor einigen Jahrzehnten wohl selbst der hartgesottenste Untergangsprophet kaum geglaubt. Die Trans-Agenda ist nicht nur ein Kampf, der sich gewinnen lรคsst, es ist ein Kampf, der gewonnen werden muss.

