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Das Problemfach Deutsch

18. Oktober 2023
in 3 min lesen

Dass sich unser Land und unsere Kultur im Niedergang befinden, ist ja seit Langem kein Geheimnis mehr. Dass sich auch eines der wichtigsten Standbeine der deutschen Gesellschaft und Wirtschaft, die Bildung, auf einem absteigenden Ast befindet, ist auch schon lange bekannt: Thilo Sarrazins โ€žDeutschland schafft sich abโ€œ, das neben dem allgemeinen Negativtrend eben auch den Verfall der Bildungskultur und des Bildungsbรผrgertums zum Thema hatte, ist mittlerweile 13 Jahre alt โ€“ auch 2010 war die Welt nicht in Ordnung, sie war eben nur weniger schlimm als heute, der Kitt hat eben etwas besser gehalten. Eines der zentralen Probleme der deutschen Bildungskrise stellt dabei das Schulfach Deutsch dar. Im Rahmen der 383. Sitzung der Kultusminister stellte das Institut zur Qualitรคtsentwicklung im Bildungswesen (IQB) seine neueste Studie zum Leistungsvermรถgen der Neuntklรคssler in den Fรคchern Deutsch, Englisch und Franzรถsisch vor. Die Ergebnisse? Sind erwartbar erschreckend.

Unsere geliebte โ€žTagesschauโ€œ berichtet:

โ€ž2022 erreichten […] 33 Prozent der Schรผlerschaft die Mindeststandards fรผr den Mittleren Schulabschluss nicht, wenn es um die Kompetenz in der Kategorie โ€šLesenโ€˜ ging.โ€œ

HeiรŸt: Ein Drittel (!) der Schรผler kรถnnen in der neunten Klasse nicht gut genug lesen, um einen Realschulabschluss zu erreichen! In den anderen Kategorien des Faches Deutsch wie โ€žOrthografieโ€œ sieht es nicht groรŸartig besser aus. Und das Interesse unter den Schรผlern am Fach selbst ist auch nicht gerade berauschend: Nicht einmal ein Fรผnftel zeigt noch Interesse daran. Im Vergleich zu 2015, als diese Studie das letzte Mal erhoben wurde, hat sich die Situation verschlechtert: Damals erreichten โ€žnurโ€œ 24 Prozent den fรผr den Mittleren Schulabschluss benรถtigten Mindeststandard beim Lesen nicht.

Woran liegtโ€™s also? Nun, da wรคre einmal das Thema Migration: Das gibt selbst die โ€žTagesschauโ€œ zu, dass viele Schรผler gerade in den groรŸen Stรคdten keine Deutschen mehr sind und dementsprechend kein Deutsch daheim reden, so dass sie es erst in der Schule einigermaรŸen gut lernen. In dem Zusammenhang wird auch der Wohlstand der Herkunftsfamilie angesprochen, wo die Korrelation auch eindeutig ist: Je รคrmer die Familie, desto โ€žbildungsfernerโ€œ ist sie, wie es im BRD-Sprech gern heiรŸt.

Und was halten die Journalisten bei der โ€žTagesschauโ€œ fรผr besorgniserregend? โ€žJe weniger Deutsch โ€“ desto schlechtere Bildungschancenโ€œ โ€“ in diesem kurzen Halbsatz steckt die alte Mรคr, die sich Politik und Medien seit Jahren, ja Jahrzehnten erzรคhlen: Wir brauchen nur mehr Bildung โ€“ und dafรผr mehr Geld โ€“, dann wird das alles schon wieder. Dass die demografischen Verfehlungen der letzten Jahre und die daraus resultierenden ethnischen Spannungen Einfluss auf die Bildungsmisere haben kรถnnten, wird gekonnt geleugnet und ignoriert.



In der ร–ffentlichkeit finden Berichte oder Diskussionen รผber die Konkurrenz oder das Mobbing unter den verschiedenen Vรถlkergruppen nicht statt โ€“ schon gar nicht, wenn die Autochthonen bei den Kรคmpfen den Kรผrzeren ziehen. Die Situation an manchen Schulen ist schlicht aussichtslos und โ€“ zumindest mit Symptomdoktorei โ€“ nicht lรถsbar. Was soll man auch machen, wenn man vor einer Klasse steht, die zu 90 Prozent aus Nicht-Deutschen besteht? Und wenn die Schรผler die Deutschen auch noch verachten, was dann? Im jetzigen System gibt es darauf keine Antwort.

Aber Migration ist nicht die einzige Ursache fรผr die erschreckenden Ergebnisse der Studie. Das sagt auch die โ€žTagesschauโ€œ โ€“ vermutlich aber, um etwas von dem Migrationsthema abzulenken. Doch der kulturelle Verfall unseres Vaterlandes manifestiert sich eben nicht nur in der Ersetzungsmigration, die schon schlimm genug ist, sondern eben auch in der Dekadenz der eigenen Leute. Das wird nicht nur etwa am Hedonismus der jungen Leute deutlich, sondern auch an ihrer Sprache. Ich weiรŸ nicht, wie es Ihnen dabei geht, lieber Leser, aber mir fรคllt es mittlerweile ziemlich schwer, mich vernรผnftig mit jungen Menschen zu unterhalten, gerade wenn sie nicht aus den โ€žbildungsstarkenโ€œ Schichten stammen โ€“ man darf sich aber auch nichts vormachen, auch so mancher Student ist mir unertrรคglich โ€“, da sie einfach nicht mehr zu reden wissen.

Sie sind nicht mehr in der Lage, sich vernรผnftig und prรคzise auszudrรผcken, sie kommen immer seltener auf den Punkt โ€“ ihnen fehlen einfach die Worte. Es erinnert mich stark an das Orwellsche Neusprech: Der Wortschatz ist auf ein paar einfache Wรถrter zusammengeschrumpft, komplizierte oder weitschweifende Gedanken (und damit Sรคtze!) sind somit nicht mehr mรถglich. Woran das liegt? Tja, hier sind fรผnf mรถgliche Grรผnde: Ein immer weiter sinkender IQ unter den Deutschen, die sukzessive Abschaffung des humanistischen Bildungsprogramms inklusive des Fokus auf alte Sprachen und dem (Auswendigโ€‘) Lernen von Gedichten, die allgemeine Disziplinlosigkeit in der Erziehung und der Pรคdagogik infolge der antiautoritรคren 68er-Bewegung, der Konsum flacher Unterhaltung wie moderner Fernsehserien oder Netflix und schlieรŸlich die tรคgliche mehrstรผndige Benutzung von Bildschirmen aller Art, die das Gehirn junger Menschen verkรผmmern lรคsst. Wenn man diese Ursachen nicht in den Griff bekommt, dann wird Deutschland auch trotz gelungener Remigration keine rosige Zukunft erwarten kรถnnen…

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