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Eine Gruppenvergewaltigung in Hamburg – Der Weg der wurzellosen Jagdgemeinschaften

4. Dezember 2023
in 3 min lesen

Von Otto Eberhard

In einer Nacht im Spรคtsommer 2020 torkelte ein alkoholisiertes Mรคdchen durch den Hamburgerย Stadtpark. Sie wurde von vier Mรคnnern in ein Gebรผsch gefรผhrt, dort vergewaltigt und bestohlen. Zwei weitere Mรคnner vergingen sich kurz darauf an dem Opfer. Als die 15-jรคhrige aus dem Unterholz taumelte, wurde sie von einem weiteren Mann abgepasst und geschรคndet. AnschlieรŸend missbrauchten mutmaรŸlich drei hinzugekommene Mรคnner das Mรคdchen.

Das ist die Bilanz einer grausamen und erschreckenden Tat. Man sollte meinen, dass die neun Verurteilten von den anfangs zwรถlf Tatverdรคchtigen mit harten Strafen zu rechen hรคtten. Doch weit gefehlt: Die fรผr politisch aufsehenerregende Fรคlle, wie die Verurteilung eines ehemaligen Schutzstaffelsoldaten oder den Prozess รผber den G20โ€‘Protest bekannte Richterin Anne Meierโ€‘Gรถring verurteilte einen Tรคter zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten, alle anderen Tรคter bekamen eine Bewรคhrungsstrafe.

Die Tรคter im Alter zwischen 19 und 23, welche afghanische, armenische, รคgyptische, โ€ždeutscheโ€œ, iranische, kuwaitische, lybische, montenegrinische und polnische Staatsangehรถrige sind, wird das freuen. Neu ist ein solcher Urteilsspruch aus dem Mund Meierโ€‘Gรถrings nicht. Bereits in einem Prozess wegen sexueller รœbergriffe in der Silvesternacht 2015/16 in Hamburg urteilte sie mit Freisprรผchen, da sie das Beweismaterial fรผr unzureichend hielt. Handelt es sich hierbei um Kuscheljustiz, chronische Weichherzigkeit oder die von Konrad Lorenz postulierte suizidale Toleranz gegenรผber den Schwรคchen und Trieben der Menschen, einschlieรŸlich derer von brutalen Gewalttรคtern?

Opfer und Tรคter wissen nun, dass in Deutschland gewisse Leute gewisse Dinge tun kรถnnen, ohne dafรผr ernsthaft belangt zu werden. Sicherheit und Gerechtigkeit werden so nicht genรผge getan. Weder die Tรคter, noch zukรผnftige Verbrecher werden abgeschreckt und bis auf eine Ausnahme wird niemand eine Zeitlang durch Haftstrafe von der Gesellschaft ferngehalten, um in diesem Zeitraum keinen weiteren Schaden anrichten zu kรถnnen und nach der Haftentlassung gealtert und mรถglicherweise weniger gewaltbereit zu sein.

Weshalb kam es รผberhaupt zu dieser Tat? Die Psychiaterin Nahlah Saimeh mit deutschโ€‘niederlรคndischโ€‘jordanischen Wurzeln klรคrt (in einem mittlerweile gelรถschten „Focus“-Artikel) auf. Die Tรคter hรคtten sich an den Rand der Gesellschaft gedrรผckt gefรผhlt und einen โ€žGefรผhlsmix aus Wut, Trauer, Ohnmacht, Depression, GrรถรŸenfantasien als Kompensationsversuch, das eigene Elend zu bewรคltigen und Suchtmittelโ€‘Konsumโ€œ verspรผrt.

โ€žDas Opfer [werde] zu einem reinen Instrument [โ€ฆ]. Es geht um ein unmittelbares Bedรผrfnis, Gelegenheit, die innere รœberzeugung und das Recht des Stรคrkeren.โ€œ

Dies fรผhrt sie aus und ihre Betrachtungen sind lesenswert. Die Reaktion vieler Deutscher auf diese Einschรคtzung ist Wut und Fassungslosigkeit. Wie kann man derartige Bestien zu Opfern erklรคren? Wer bringt es zu Stande, das Volk des Opfers als die Verantwortlichen auszumachen und die Verbrecher von dieser freizusprechen? Einige sehen eine Solidaritรคt zwischen den auslรคndischen Tรคtern und der fremdlรคndischen Beschwichtigerin. Ich stimme Saimehs Analyse zu, allerdings nicht ihren Folgerungen.

Der deutsche Staat ist fรผr Migranten im internationalen Vergleich ein Schlaraffenland, was allerdings nicht bedeutet, dass er auch in absoluten Kategorien ein solches ist. Die meisten von ihnen sind gegenรผber ethnischen Deutschen, trotz Vorteilnahme, schlechter gestellt. Das Einkommen, die Bildung und Arbeitschancen sind schlechter. Wer sich in Incel-Foren umschaut, wird eine groรŸe Anzahl von Neubรผrgern finden. Aber selbst, wenn all das nicht wรคre, wรคren die Tรคter immer noch fremd. An diesem Manko รคndern auch die verzweifelte kinderlose Oma gegen Rechts und das beste Integrationsprogramm nichts. Denn Identitรคt ist nicht nur Erlerntes, sondern zum wesentlichen Teil Schicksal. Die konstruktivistischen Menschenbilder kรถnnen nicht darรผber hinwegtรคuschen, dass Menschen nicht als immer gleiches unbekratztes Wachstรคfelchen auf die Welt kommen, welches durch seine Umwelt beliebig prรคgbar sei.

Ausgeschlossen zu sein ist furchtbar. Bleibt man ausgeschlossen, steigt die Frustration auf die, von denen man ausgeschlossen ist. Wenn die Selbstbeherrschung gering und die Frustrationsneigung hoch ist, dann tritt das schnell ein und kann drastische Auswirkungen haben. Die Taten der Migranten beruhen zum einen auf der Verachtung fรผr WeiรŸe, Deutsche und Frauen, aber auch auf dem durch Serien, Spielfilme, Popsongs und Pornos verheiรŸene, jedoch in der Realitรคt nicht eingelรถste Versprechen, einer liberalen und enthemmten Sexualitรคt der willigen Beutefrau. Zum anderen ist es die Ausgeschlossenheit der Tรคter. Hier sind sie die Anderen, die Fremden, weil sie anders und fremd sind. Zu ihrem Herkunftsort wollen und kรถnnen sie nicht zurรผck. Zu verlockend sind die Segnungen der Westlichen Welt, zu groรŸ wรคre die Schmach nach Hause zu kommen, weil man es zu Nichts in der Welt gebracht hat, in der Milch und Honig flieรŸen sollen. Zu einfach ist es Beute zu machen. SchlieรŸlich kommt man, in der Vorstellung vieler Migranten leicht an Geld, Frauen und Besitz und wenn es an Freiwilligkeit mangelt, nimmt man es mit Gewalt. Die Konsequenzen sind ohnehin gering.

Die Zuwanderung von ethnischen und kulturell Fremden schafft eine wachsende Jagdgemeinschaft. Dass trotz der รผberproportionalen Kriminalitรคt dieser Gruppe die Mehrheit der Dazugekommenen keine Verbrecher sind, รคndert nichts. Die Zuwanderung entwurzelt sie und schรผrt den Neid und Hass auf die Gesellschaft, der sie sich nicht angehรถrig fรผhlen. Wer die Aufnahme von Glรผcksrittern aus aller Welt fordert, fordert, wenn auch meistens unabsichtlich, die Demรผtigung, Schรคndung und Ausplรผnderung unserer Gesellschaft.

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