In diesen Tagen verbreiten die Massenmedien ihre geradezu รผberschรคumende Freude รผber die Nominierung von Kamala Harris, zur Kandidatin fรผr das Amt der Vizeprรคsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika.
In nahezu jeder รberschrift wird betont, dass sie erstens schwarz – und zweitens eine Frau ist.
Sind das Qualifikations- oder gar Qualitรคtsmerkmale?
Mich erinnert das an die Wahl des Trump Vorgรคngers zum US-Prรคsidenten.
Das war dieser Typ, der die Tรถtung von angeblichen โGefรคhrdernโ per Drohne zur Mode werden lieร; der mutmaรliche โStaatsfeindeโ, welche seine Truppen schon gefangen genommen hatten vor laufender Kamera erschieรen lieร, anstatt sie vor Gericht zu stellen – und dabei noch zusah.
Jedenfalls war es nach der Wahl dieses Osamas so, dass โein Schwarzerโ, โein Schwarzerโ, hinausposaunt wurde und der neue Prรคsident nicht nur mit den Amtsgeschรคften betraut โ sondern auch noch mit Vorschusslorbeeren in Form des Friedensnobelpreises, bedacht wurde!
Schon damals wurde allein die Hautfarbe als ein Qualitรคts- und/oder Qualifikationsmerkmal betrachtet bejubelt, ohne zunรคchst einmal โArbeitsโ-ergebnisse abzuwarten.
Kamala Harris steht aufgrund ihrer frรผheren Tรคtigkeiten zwar stark in der Kritik, man kรถnnte aber auch einige Argumente vortragen, welche fรผr ihre Eignung zum Amt sprรคchen.
Sie verfรผgt รผber eine juristische Ausbildung. Sie hat staatliche Verwaltungsstrukturen auf kommunaler und bundesstaatlicher Ebene kennengelernt. Sie kennt den Washingtoner Politbetrieb aus ihrer Position als Senatorin. Man kann ihr, als Mitglied des Haushaltsausschusses im Senat, auch ein wirtschaftliches Grundwissen unterstellen, usw., usw., โฆ
Alles geschenkt!
Was zรคhlen Sachargumente in einer geistig verschissenen Medienlandschaft die nichts anderes im Sinn hat, als unter Wahrung des Aspektes der Volkserziehung, ihre eigenen Gefรผhlswelten zu bedienen?
Die emotionale Entgleisung รผber die aktuelle Nominierung ist unter Tintenpissern und Zerrbildproduzenten schon enorm. Insgeheim โ aber doch sehr bewusst, ist Kamala Harris vielen von ihnen aber wohl nicht schwarz genug: zu beige!
Aber die Prรคventivmaรnahmen gegen aufkommende Kritik sind schon gesetzt: zur Kompensation des Malus der zu hellen Haut wird noch โInderinโ ins Feld gefรผhrt!
Schwarz oder weiร, Mann oder Frau, sind grundsรคtzlich keine Prรคdikate. Es sind per Augenschein wahrnehmbare Unterschiede. Sonst nichts!
Wenn jemand den Umstรคnden โSchwarzโ oder โFrauโ eine besondere Qualitรคt unterstellt, dann ist das nichts anderes als eine Rassendiskriminierung von Weiรen โ in Tateinheit mit Geschlechterdiskriminierung zulasten von Mรคnnern!
Sollte Joe Biden, was ja durchaus mรถglich ist, zum US-Prรคsidenten gewรคhlt werden, dann wรผrde Harris mit hoher Wahrscheinlichkeit seine Nachfolgerin.
Entweder durch das Ableben wรคhrend der Amtszeit des heute schon 77 jรคhrigen oder dadurch, dass Biden aufgrund fortschreitender Demenz nicht mehr im Amt zu halten ist.
Niemand wird in diesem Fall danach fragen, was Kamala Harris bis dahin als Vize geleistet hat!
Massenmedial vernehmbar wรคre nur die Freude darรผber, dass die Neue im Amt die erste Frau – und dass sie schwarz ist!
Wetten, dass?

