Beim DFB-Pokal-Spiel zwischen Schalke 04 und dem Regionalligisten Lok Leipzig, das รผberraschenderweise bis in die Verlรคngerung ging, kam es mal wieder zu einem Rassismus-Eklat. Dem Schalker Antwi-Adjei soll bei einem Einwurf nach eigener Aussage von einem einzelnen Zuschauer โScheiร-Niggerโ zugerufen worden sein, und fรผr das Urteil des medialen Gerichts ist diese eigene Aussage natรผrlich gleichbedeutend mit einem abschlieรenden Beweis. Die Reaktion: Spielunterbrechung, Stadiondurchsage.
Dass die Heimfans diese Zurechtweisung mit Pfiffen quittierten, stuft der Schalker Trainer als Komplizenschaft im einzigen Verbrechen, das unsere Obrigkeiten noch ernst nehmen, ein:
โWeil wir immer verharmlosen: Einzelperson. Das ganze Stadion hat glaube ich schon ein Gefรผhl gehabt, warum das Spiel unterbrochen ist โ und das ganze Stadion hat gepfiffen. Es ist keine Einzelperson.โ
Dass ein die Fankurve betreffender Ordnungsruf von dieser immer mit Pfiffen quittiert wird, gehe es nun um Pyrotechnik, Morddrohungen oder sogar ernsthafte Gewalt auf den Zuschauerrรคngen, ist vergessen, wenn die Staatsreligion Antirassismus mit von der Partie ist.
Dass egal welches angebliche Wort aus dem Munde irgendeines x-beliebigen Leipziger Fuรballfans in keinem geistig gesunden Land auf der Startseite von โTagesschauโ und Co. landen wรผrde, versteht sich von selbst. Es ist eine sich selbst bestรคrkende Empรถrungsspirale: Enthemmte Asis wollen etwas brรผllen, das Macht hat, der Inhalt ist dabei zweitrangig. Mehr Macht, als eine Erwรคhnung in den Abendnachrichten wert zu sein, kann ein Wort kaum haben. Und trotz dieser Dynamik stellt sich immer noch der Groรteil solcher Medienereignisse im Nachhinein als Ente heraus. Ein paar Beispiele:
Im Dezember 2020 wurde das Championsleague-Spiel zwischen Paris Saint-Germain und Istanbul Baลakลehir beim Stand von 2:0 fรผr Erstere abgebrochen, weil der schwarze Co-Trainer der Tรผrken das rumรคnische Wort fรผr schwarz, โnegruโ, als englisches โnegroโ fehlinterpretierte. Das rumรคnische Schiedsrichtergespann tauschte sich gerade darรผber aus, wer eine gelbe Karte bekommen sollte, wobei dessen Chef Colลฃescu seinem Assistenten โil negruโ, also โder Schwarzeโ zurief (https://www.sueddeutsche.de/sport/champions-league-rassismus-psg-basaksehir-1.5142011). Spielabbruch, mediale Hexenjagd auf den Schiedsrichter (der รผbrigens einige Jahre zuvor wegen eines medial breitgetretenen Fehlers versucht hatte, sich umzubringen) und groรe Antirassismus-Zeremonie samt Hinknien vor dem Anstoร der Spielwiederholung. Die 2:0-Fรผhrung gegen das Team des psychotisch ausgerasteten schwarzen Co-Trainers wurde somit annulliert.
Im Dezember 2021 dachte der Osnabrรผcker Spieler Aaron Opoku, bei der Ausfรผhrung einer Ecke sei ihm โDu Affe kannst doch eh keine Ecke schieรenโ zugerufen worden. Das Problem war nur: Er war sichtlich gar nicht im Begriff, besagte Ecke auszufรผhren, sondern Florian Kleinhansl โ ein weiรer Spieler. Opoku stand gute zehn Meter weiter im Feld. Anschlieรend war er der felsenfesten รberzeugung, lautstarke Affenlaute aus dem gesamten Publikum zu vernehmen. Diese hรถrte auรer ihm im vollbesetzten Stadion jedoch niemand, und es gab auch keine Handy-Aufzeichnungen davon. Dennoch: Spielabbruch und krankeste Antirassismusorgie in den Medien. Die โkonservativeโ โFAZโ sparte sich etwa den Konjunktiv, schrieb: โOpoku wird durch Affenlaute beleidigtโ, lobte das Einspielen der โAntifaschismushymne โSchrei nach Liebeโโ durch die Stadionregie und monierte: โEine eindeutige Haltung gegen Rassismus ist im Fuรball bedauerlicherweise immer noch auรergewรถhnlich.โ
Anschlieรende polizeiliche Ermittlungen ergeben: Die Affenlaute gab es nicht, und mit dem Affenspruch war natรผrlich tatsรคchlich Florian Kleinhansl gemeint, den man ruhig so bezeichnen kann, denn er ist ja weiร โ Ermittlungen eingestellt. Ist halt Fuรball, wir sind doch keine kleinen Mรคdchen hier. Berichtigt wurde natรผrlich nichts, im Gegenteil: Die wahnwitzigen Artikel, die den Triumph der Stadionregie รผber die beinahe im Fuรballstadion wiedergeborenen Nรผrnberger Rassegesetze feiern, sind weiterhin alles, was Seite 1 einer Google-Suche mit den Schlagworten โOpokuโ und โRassismusโ zutage fรถrdert.
Wohlgemerkt sind das, was ich hier gerade aufliste, die spektakulรคrsten Medienereignisse in Sachen โRassismus im Stadionโ der vergangenen Jahre. Enden wir mit der grรถรtmรถglichen Bรผhne: EM-Finale 2021, England gegen Italien. Nebenbei: Dem Spiel ging gravierender Druck auf die italienische Mannschaft voraus, weil sie sich dem von den Briten etablierten Selbsterniedrigungsritual des Hinkniens vor dem Anpfiff verweigern wollte. Sie knickte im wahrsten Sinne des Wortes ein und kniete doch, was der ZDF-Kommentator live mit den Worten โNa, hoffentlich ist es auch ehrlich gemeintโ quittierte.
Das Spiel mรผndete im Elfmeterschieรen, wobei drei schwarze englische Spieler vergaben, Italien gewann. Die Journaille machte sich augenblicklich daran, das Internet nach Rassismus zu durchforsten, um auch dieses Groรereignis wieder als Projektionsflรคche fรผr die Bรถsartigkeit weiรer Europรคer nutzen zu kรถnnen. Tatsรคchlich mussten die Medien sich dafรผr aber aus einer Fรผlle meist arabischer Posts bedienen: Aus 105 vom vielfach als Quelle verwendeten โCentre for Identifying Digital Hateโ ausfindig gemachten rassistischen Hasskommentaren stammten lediglich 5 aus dem Vereinigten Kรถnigreich.
Das Prunkstรผck der Empรถrungskampagne bestand jedoch in โrassistischen Parolenโ, mit denen ein Wandgemรคlde des schwarzen Spielers Rashford in Manchester beschmiert worden sei. Die โSZโ titelte: โEngland wehrt sich gegen die Dรคmonenโ.
Man musste lange graben, um zu erfahren, worum es wirklich ging โ sรคmtliche Mainstreammedien zeigten Fotos, auf denen alles schon รผberklebt war. Die Antwort: โFuck Sanchoโ, โBastardโ und โShiteโ sowie ein Penis.
Beliebige Vulgaritรคten enttรคuschter Asi-Fans ohne jeden rassischen Bezug also. Wer dieses Theater noch ernst nimmt, hat die Kontrolle รผber sein Leben verloren.


Kaspertheater, Oliver Kahn hat anfangs bei fast jeden Spiel die Affenlaute der Fans zu hรถren bekommen und nicht nur dies, es wurden sogar Bananen nach ihm geworfen. Heute gleicht die Kurve einer Nonnenschule, in den 80er und 90er Jahren wurden noch ganz andere Sachen gerufen, um den oder die Spieler zu verunsichern und so fรผr die eigene Mannschaft einen Vorteil rauszuholen.