Kein Licht in Berlin

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Der Jahreswechsel liegt mitsamt seinen „Turbulenzen“ beziehungsweise Ausschreitungen mit teils katastrophalen Folgen, wie Schwerverletzten, angegriffenen Polizisten und Rettungskräften, Bränden und zum Teil sogar Toten, wie beispielsweise in Bielefeld und in der Schweiz, hinter uns. Das Jahr 2026 startet mit dem Wintereinbruch.

Draußen wütet das Schneegestöber. In weiten Teilen des Landes sind die Temperaturen in den Minusbereich gesunken, so auch in der Bundeshauptstadt. Und ebendort in Berlin, wo sonst alles so laut, schrill und turbulent zugeht, liegen mehrere Stadtteile seit vergangenen Samstag in der totalen Finsternis. Betroffen ist der Südwesten der Stadt, darunter die eher gehobenen Viertel Wannsee, Nikolassee, Schlachtensee sowie Teile Zehlendorfs und Lichterfeldes.

Am 3. Januar gegen sechs Uhr morgens kam es zum totalen Stromausfall, der wohl durch einen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke verursacht wurde. In rund 45.000 Haushalten, etlichen Krankenhäusern und Pflegeheimen sowie etwa 2.200 Betrieben bleibt seither das Licht aus, und das vermutlich noch bis Donnerstag. Ein womöglich sechs Tage langer Blackout bei eisigen Temperaturen steht bevor. Etliche Betroffene sind verzweifelt und fürchten, diese eisige Zeit im Dunkeln nicht heil zu überstehen. Die Polizei fährt mit Lautsprechern durch die Straßen. Sie mahnt die Anwohner zur Vorsicht und fordert diese auf, wenn möglich bei Verwandten und Freunden Unterschlupf zu suchen.

Restaurants, Tankstellen, Kioske, Bahnhöfe – alles ist dicht und düster.

Bekannt zu dem Anschlag hat sich die linksextreme „Vulkangruppe“, die in der Vergangenheit wohl schon mehrfach Anschläge auf die Stromversorgung verübt hat. Unter dem Titel „Handarbeit. Nur Mut. Militante Neujahrsgrüße“ veröffentlichte die Gruppe ihr Bekennerschreiben, das zunächst beim Staatsschutz einging, auch auf einer eigenen Internetseite.

„Wir können uns die Reichen nicht mehr leisten“, heißt es dort beispielsweise. Wir haben heute Nacht das Gaskraftwerk in Berlin-Lichterfelde erfolgreich sabotiert. Es kam zu Stromausfällen in den wohlhabenderen Stadtteilen Wannsee, Zehlendorf und Nikolassee. Stromausfälle waren nicht Ziel der Aktion, sondern die fossile Energiewirtschaft. 

Getroffen hat es trotzdem Zigtausende Haushalte, die nun im Dunkeln sitzen und frieren. Bei den weniger wohlhabenden Anwohnern wolle sich die Gruppe entschuldigen, bei den vielen Besitzern von Villen in diesen Stadtteilen hält sich unser Mitleid in Grenzen. Den Angriff auf das Gaskraftwerk framt die linksextreme Gruppe als Notwehr und als Akt der internationalen Solidarität mit all jenen, die die Erde und das Leben schützen. Unterschrieben hat die Gruppe ihr Bekennerschreiben mit „Vulkangruppe: Den Herrschenden den Saft abdrehen“

Während ein Teil der Haushalte und Betriebe bereits am Sonntag wieder ans Stromnetz angeschlossen werden sollte, müssen rund 35.000 Haushalte in Zehlendorf, Wannsee und Nikolassee weiter im Dunkeln bangen. Inzwischen wurden wohl Notunterkünfte eingerichtet. 

Das vermeintliche “Krisenmanagement” vor Ort bleibt dabei mehr als fraglich. Der amtierende Oberbürgermeister Kai Wegner (CDU) gab Sonntagmorgen selbst zu, dass er trotz des linksextremen Terroranschlags und der prekären Lage vor Ort einfach den kompletten Samstag Zuhause geblieben war.

Während Asylbewerber derzeit in Berliner Hotels untergebracht sind, verbrachten einige pflegebedürftige Rentner mit Pflegegrad 5 die Nacht auf Sonntag auf einem Feldbett in einer kalten Turnhalle, die als “Notunterkunft” dient.

https://twitter.com/queru_lant/status/2007924624672407739

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Immerhin hat so ein Teil der Bunteshauptstadt bis heute sein Plansoll beim praktizierten Klümahschnutz vorbildlich übererfüllt.

    Die Kritik am Bürgermeister kann ich nur bedingt teilen, solange er von seinem Heimsitz aus aktiv zugearbeitet hat ist das besser als wenn er für schöne aber praktisch sinnfreie Bilder die Einsatzkräfte vor Ort bindet und von ihrer eigentlichen Arbeit abhält.

  2. Frieren kann keiner, weil wir ja Klima haben und wenn man sich die Wahlergebnisse betrachtet, fällt mir der Spruch von Michael Spreng ein, welcher Spitzenkandidat Edmund Stoiber sagen ließ NUR DIE DÜMMSTEN KÄLBER WÄHLEN IHREN SCHLACHTER SELBER

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