Grüne mit Nazi-Vergangenheit

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Die Doppelmoral des linken Establishments lässt sich ganz leicht erklären, diesmal am Beispiel Sachsen-Anhalt: Denn wenn für den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund Personen arbeiten, die vor mehreren Jahrzehnten einmal in der heutzutage verbotenen „Heimattreuen Deutschen Jugend“ (HDJ) aktiv waren und an deren Zeltlagern teilgenommen und gemeinsam am Lagerfeuer deutsche Volkslieder gesungen haben, ist das laut linker Logik ein klarer Beweis dafür, dass die AfD eine „gesichert rechtsextreme“ und gar faschistoide Partei sei, die sich mit Neonazis gemein mache.

Dann widmet der „Spiegel“ diesen Mitarbeitern eine ganze Seite in seiner Ausgabe zur bevorstehenden Landtagswahl, um über diese furchteinflößenden Verstrickungen zwischen AfD und Neonazi-Szene aufzuklären. Und diverse Politiker, wie beispielsweise die Grünen-Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz, bedauern kurz vor der Landtagswahl in einer Talkrunde, zu der alle Kandidaten außer Ulrich Siegmund eingeladen waren, dass man nach der Verfassungsschutz-Einstufung der AfD als „gesichert rechtsextrem“ kein Verbotsverfahren der wohlgemerkt umfragestärksten Partei, die am 7. September so oder so als Wahlsieger hervorgehen wird, gefordert habe. Denn für das linke Establishment gibt es für rechte Akteure keine Ausrede der „Jugendsünde“ und auch keine politische Rehabilitation im Lebenslauf. So weit, so gängig und bekannt sind die Methoden linker Medien und Politiker im mittlerweile erfolglos wirkenden Kampf gegen rechts. 

Interessant wird es aber dann, wenn ebendiese Politiker, wie beispielsweise Susan Sziborra-Seidlitz, selbst einen Mann geheiratet haben, der aus dem Neonazi-Milieu stammt. Denn David Seidlitz war in den 1990er-Jahren kein Unbekannter in der Quedlinburger und Ostharzer Baseballschläger-Szene. Das „Antifaschistische Infoblatt“ berichtete in seiner Ausgabe im September/Oktober 1995 über Seidlitz, der demnach Mitglied des sogenannten „Unabhängigen Arbeitskreises“ und ein guter Freund von Steffen Hupka, einem ehemaligen Funktionär der verbotenen „Nationalistischen Front“, war, und belegt das Ganze sogar mit Gruppenbildern, auf denen Seidlitz in der ersten Reihe posiert.

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Die Quedlinburger Neonazi-Szene war in den 90er-Jahren bekannt für Molotow-Anschläge auf Asylbewerberheime, und mittendrin war Seidlitz aktiv zusammen mit anderen Neonazis aus dem Umfeld der verbotenen FAP und Co. Jener Mann, der nicht nur mit der Spitzenkandidatin und Landeschefin der Grünen in Sachsen-Anhalt verheiratet ist und drei gemeinsame Kinder hat, sondern inzwischen auch für die Partei arbeitet. So viel also auch zu den allzeit beliebten Vorwürfen der Vetternwirtschaft, die bei der AfD ganze Debatten und Schlagzeilen in den Mainstreammedien, allen voran im ÖRR, verursachen, bei den Grünen aber offenbar nicht der Rede wert sind. Und das, obwohl es für die Grünen sicher deutlich leichter sein müsste, geeignete Mitarbeiter zu finden, zumal diese nicht diverser politischer Repression ausgesetzt sind, wie jene der AfD. Das nur mal so am Rande. 

Schon 2022 wurde Susan Sziborra-Seidlitz im Landtag mit der Vita ihres Mannes konfrontiert, bestätigte die Freundschaft zwischen ihrem Mann und Steffen Hupka von der Nationalistischen Front, wies aber einige Vorwürfe zur näheren Funktion ihres Mannes innerhalb der Neonazi-Szene zurück. 

David Seidlitz’ Aktivitäten in der Quedlinburger Szene liegen in der weit entfernten Vergangenheit und sollten damit eigentlich keine Relevanz mehr für das Hier und Jetzt haben. Denn Menschen können sich bekanntlich ändern, und auch ein Molotowcocktails werfender, Springerstiefel tragender stadtbekannter Neonazi kann irgendwann zum liebenswürdigen Familienvater und Vorzeigedemokraten der Grünen werden, wenn ihn unsere Gesellschaft nur rehabilitiert. So scheint es zumindest seine Ehefrau Susan mit ihm zu halten. 

Unglaubwürdig und heuchlerisch wird das Ganze jedoch, wenn man einem Grünen, nur weil er bei den Grünen ist, seinen politischen Wandel zugesteht, Rechte jedoch weiter ununterbrochen mit Kamellen aus alten Zeiten durchs Dorf jagt. Denn lustigerweise werden die Vorwürfe gegen den Ehemann der Grünen-Spitzenkandidatin erst jetzt wieder von den Medien aufgegriffen, nachdem Sziborra-Seidlitz während einer Wahlkampfveranstaltung vom „Compact-Magazin“ konfrontiert wurde.


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