Ich bin Preuße, Sie auch?

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Westdeutschland hat Ostdeutschland und seine preußische Militärkultur jahrzehntelang unsichtbar gemacht – Berlin muss das ändern.

von Alf Eichelbaum

Zu meinem heutigen Thema kam ich durch einen Artikel in der Berliner Zeitung. Beim Empfang von König Charles am Brandenburger Tor beschreiben dessen Autoren die dort aufgestellte Bundeswehr als eine „Karikatur von Militär“. Die Soldaten stünden in „sackigen hellgrauen Uniformen mit Schlips“, deren Hosen wegen ihres hohen Synthetikanteils in die Knobelbecher gestopft seien. Das Bild wirke lächerlich und unrepräsentativ.

Der militärische Auftritt erscheine peinlich und würdelos. Statt einer eindrucksvollen militärischen Repräsentation biete Deutschland nur ein unbeholfenes, ästhetisch misslungenes Bild. Die Uniformen sähen schlecht aus, die gesamte Inszenierung sei unerquickend und provinziell. Die militärische Ehrenformation werde damit als sichtbares Zeichen für Mittelmaß und Niedergang beschrieben.

Ich fand diese deutlichen Worte nicht nur bemerkenswert, sondern auch sehr erfreulich. Sie regten mich zum Nachdenken an. Meine Gedanken habe ich in dem vorliegenden Artikel niedergeschrieben.

Meine Herkunft – preußische Wurzeln

Ich bin Preuße, von meiner Abstammung, von meinem Bekenntnis und aus ganzem Herzen.

Als Ergebnis des verlorenen Kriegs, der Vertreibung und der Teilung West- und Mitteldeutschlands, der späteren DDR, wurde die Hälfte meiner Familie brutal von Ostpreußen nach Westen verschoben. Die andere Hälfte kam durch die Nachkriegswirren von Berlin nach Südwestdeutschland, wo meine Eltern aufeinandertrafen und schließlich mein Bruder und ich das Licht der Welt erblickten.

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