von Johannes Brandt
Berlin war einst Deutschlands Herzstück, seine Wirtschaftsmacht unerreicht, seine Industrie ein Ganzes für sich – und dann wurde es gezielt ausgeplündert. Westdeutsche Städte, allen voran München, haben sich nach 1945 an den Trümmern der einst stolzen Metropole bereichert. Die Alliierten hatten ihr Ziel erreicht: Preußen und Berlin wurden zerstört, ihre wirtschaftliche Substanz in alle Winde zerstreut.
Berlin – die Stadt, die alles konnte, sogar Hochdeutsch!
Berlin war bis 1943 nicht nur die größte deutsche Stadt, sondern die uneingeschränkt führende Industriemetropole Deutschlands und eine der bedeutendsten Industriemetropolen Europas. Die Stadt hatte alles, konnte alles und war allen anderen deutschen Städten haushoch überlegen. München und Bayern waren ihr in jeder Hinsicht unterlegen. Berlin war nicht nur größer, sondern auch reicher als Hamburg. Die Berliner Wirtschaft erzeugte alles: Elektrotechnik, Maschinenbau, Chemie, Konsumgüter, Lebensmittelindustrie, Textilien, Metallverarbeitung, Optik, Filmwirtschaft, Rüstungsindustrie, Fahrzeug- und Waggonbau, Banken und Versicherungen – die Stadt deckte praktisch das gesamte industrielle Spektrum Deutschlands ab. Berlin war ein quasi eigenständiges Land, selbständig lebensfähig und wirtschaftlich autark, ein Zentrum von Forschung, Handel, Militär und Verwaltung, das Maßstäbe setzte.
Bayern war lange wirtschaftlich sehr stark von Transferzahlungen abhängig. Die bayerischen Könige, insbesondere Ludwig II., hielten in Preußen ständig die Hand auf und erhielten von Bismarck Finanzhilfen. München profitierte nach 1945 nicht aus eigener Kraft, sondern von der Ausplünderung Berlins. Auch andere westdeutsche Städte – Frankfurt, Wiesbaden, Stuttgart, Hamburg, Düsseldorf, Köln, Dortmund, Lübeck u.a. – folgten diesem Beispiel und bereicherten sich am Leid Berlins.
Dieser Artikel geht weiter.
Für PLUS-Abonnenten.

Krautzone PLUS
✔ Schon ab monatlich 4 Euro
✔ Jederzeit kündbar (je nach Plan)
✔ Mit der Digitalausgabe kombinieren


Eine sehr gute und zutreffende Analyse der Ursachen für den aktuellen Status unserer Hauptstadt. Alle sollten wir unsere Hauptstadt wieder auf Vordermann bringen wollen und jeder sollte dazu seinen Beitrag leisten. Die Rückgabe vieler Unternehmen ist ein sehr guter Vorschlag, kämen doch mit ihnen auch die verlorenen Leistungsträger zurück und würden in Berlin gewiss nicht mehr diese linken Verhältnisse wählen. Wie aber kriegt man die Unternehmen dazu, an ihren Stammsitz zurückzukehren?
Ich antworte mal ebenso polemisch: Wo stand denn der Sportpalast aus dem der „Totale Krieg“ ausgerufen wurde nach dessen damals schon absehbarem Verlust Berlin dieses tränenreiche Schicksal blühte ?
P.S. Das heißt nicht, daß ich uns allein für den Krieg verantwortlich mache sondern allein die jeweils hirnlos krakeelende Obrigkeit unabhägiig von deren geografischem Standort.
Die hirnlos krakeelende Obrigkeit kam überwiegend aus den bayerisch-österreichischen Bierkellern hervorgekrochen. Der Oberkrakeeler war schließlich ein österreichischer Bayer aus Braunau am Inn und der hatte zunächst den ersten Putsch in München unternommen. Grund genug eigentlich, München abzustrafen und auch dort das „Denkmal der Schande“ zu errichten.
Komischer Weise aber haben die Alliierten nicht Bayern föderalisiert und es in die Länder München, Altbayern, Franken, Schwaben und Allgäu aufgeteilt. München hätten sie auch in vier Sektoren teilen und diesen Zustand dann über 40 Jahre aufrechterhalten können. Hätte man dann noch während dieser Zeit keinen Wehrdienst ableisten müssen, wenn man in München gelebt hätte… Bayern läge am Boden und in München formierte sich aktuell eine Muslimlinke Extremisten-Regierung, die das Hofbräuhaus und fast alle Schwabinger Wohnungen verstaatlichen würde.