Ich stelle ja von Zeit zu Zeit gerne mal kleine Listen im Rahmen dieser Kolumne auf. Heute kam mir das Thema von (meist in unseren Kreisen vertretenen) Wahrheiten in den Sinn, bei denen uns alles Rechthaben der Welt nicht so recht helfen will, weil sie derart wenig gesellschaftsfรคhig, verpรถnt oder auch einfach optisch nicht gut fรผr den Botschaftsรผberbringer sind, dass niemand sie hรถren will. Das soll aber mitnichten heiรen, dass alle sich von ihnen immer fernhalten sollten; manches ist allerdings in der lagerinternen Diskussion besser aufgehoben als auf der groรen Bรผhne und sollte selbst dort mit etwas Fingerspitzengefรผhl behandelt werden.
1.) Pornos/Masturbation sind schlecht
Sexuelle Abstumpfung, Senkung des Testosteronspiegels, Endorphinsucht, gesellschaftlicher Sittenverfall โ es gibt eine Menge gute Argumente gegen Pornos und Masturbation. Helfen tun sie uns auรerhalb des eigenen Lagers bisher wenig. Dasselbe gilt fรผr Kritik am hemmungslosen Rumvรถgeln und der Treulosigkeit, die in unserer Gesellschaft ausgebrochen ist. Zum einen fรผhlen sich die Leute sofort persรถnlich angegriffen, weil es trotz aller Bemรผhungen dagegen weiterhin ein schambehaftetes Thema ist, und zum anderen macht ihnen genau dieser Umstand den linken Frame โjeder, der sexuelles Verhalten gesellschaftlich kritisiert, ist in Wahrheit selber schwerwiegend sexuell gestรถrtโ besonders schmackhaft.
Weil er so praktisch ist und einen gegen buchstรคblich jede Kritik immunisiert, funktioniert er trotz des Paradoxons, dass fรผr die Fraktion, von der er kommt, so etwas wie sexuell gestรถrtes Verhalten ja eigentlich nicht mal wirklich existiert. So gut, dass eine Abwandlung davon zur Verteidigung ihrer Buchstaben-Indoktrination an Kitas zur Anwendung kommt: Wer nicht gut findet, dass von staatlichen Stellen mit Vierjรคhrigen โCross-Dressingโ gespielt oder ihnen Geschichten รผber die Vorzรผge der Transsexualitรคt vorgelesen werden, der ist in Wahrheit selber ein verkappter Schwuler.
Man droht auรerdem einfach peinlich auszusehen, vor allem wenn einem eine persรถnliche Obsession mit dem Thema angedichtet werden kann. Was versucht werden wird, wenn man als Rechter vor grรถรerer รffentlichkeit mit dem Thema kommt. Lagerintern allerdings: Warum nicht? Und auch bei ersterem Fall macht der Ton natรผrlich die Musik, wie man es rรผberbringt, ist hier nur noch etwas wichtiger als bei den meisten anderen Themen.
2.) Frauen sind biologisch begrรผndet leichter medial zu manipulieren und zu instrumentalisieren, was auch der Grund sein dรผrfte, aus dem Eliten ihnen und Kindern so viel gesellschaftliche Macht wie irgend mรถglich geben wollen
Eine gesellschaftlich absolut toxische Wahrheit und fรผr Parteipolitiker nicht sagbar ohne die Hรคlfte der potenziellen Wรคhler zu vergraulen. Spaltungspotenzial hat sie sogar in niederen Netzgefilden wie den unseren und sollte stets mit dem Verweis darauf geรคuรert werden, dass es sich nur um eine den Durchschnitt betreffende Tendenz anstelle eines vernichtenden Urteils รผber jedes Individuum handelt. Die Sachlage ist aber klar, wenn man sich zum einen Studien รผber Vertrรคglichkeit, Risikobereitschaft und รคhnlich gute Indikatoren dafรผr, ob man konstanter psychologischer Kriegsfรผhrung von Seiten des Mainstreams (und meist auch des eigenen Umfelds) standhalten wird oder nicht, und zum anderen das Wahlverhalten ansieht.

3.) Genetik & IQ/Kalter-Winter-Theorie
Man betrachte eine Welt-IQ-Karte. Man betrachte eine Welt-Klimakarte. Man korrigiere fรผr jรผngere Wanderungsbewegungen von Europรคern, also Australien, Neuseeland und die USA, und auf einmal erscheint es einem schon etwas unrealistischer, dass schlechte Schulen zu niedrigen IQs fรผhren und nicht eher umgekehrt ein biologisch niedrigerer IQ zu schlechten Schulen. Die Kalter-Winter-Theorie besagt vereinfacht ausgedrรผckt, dass in nรถrdlicheren Breitengraden in besagtem kaltem Winter komplexere Jagdstrategien und mehr Kooperation vonnรถten waren, was zu einer Selektion nach hรถherem IQ gefรผhrt hat, welche etwa in Afrika in dieser Form ausblieb.
Ich glaube, es war der โSpiegelโ, welcher vor einigen Jahren eine etwas unseriรถsere Zusammenfassung desselben mit den Worten โund die dummen Afrikaner, die lassen sich einfach faul die Frรผchte in den Mund fallenโ abschloss. Daran sieht man auch schon recht gut das Problem: Bei dieser Thematik ist das rationale Hirn des normalen Menschen derart von Moralismen blockiert, dass ein wenig Polemik und Unterstellung von feindseliger, gehรคssiger Absicht reicht, um eine valide wissenschaftliche Theorie als absurden Schmutz zu framen. Fรผr einen AfD-Politiker wรคre das Ganze unanfassbar, und selbst fรผr mich ist es dรผnnes Eis; der eine oder andere noch leicht den linken Dogmen unterworfene Zuschauer รผbte an solchen Ausfรผhrungen meinerseits bereits meist sehr emotionsschwangere Kritik. Aus meiner Sicht sind all diese Punkte aber generell gesprochen nicht verloren, sie sind anfassbar und langsam und behutsam normalisierbar. Sie verlangen nur nach mehr Vorsicht bei der Auswahl von Zeitpunkt, Ort und Ton, welche ich hoffe, heute alle drei weise gewรคhlt zu haben.

