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Mordanschlag auf AfD-Politiker Bent Lund

22. Mai 2023
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Eine Woche ist es her, dass in Schleswig-Holstein kommunal gewรคhlt wurde. Nachdem die AfD im vergangenen Jahr bei der Landtagswahl an der Fรผnf-Prozent-Hรผrde scheiterte und aus dem Parlament rausflog, hat sich die hiesige Landespartei wieder etwas erholt. Bei den Kommunalwahlen am 14. Mai erzielte sie immerhin im Schnitt 8,1 Prozent der Wรคhlerstimmen und ergatterte 71 Kreistagsmandate. Gerade die Rรผckkehr aus dem Tal der Toten der AfD scheint einigen Linken und Migranten ein Dorn im Auge zu sein. 

Offenbar so sehr, dass sie wahrhaftig รผber Leichen gehen wรผrden. So kam es am 18. Mai zu einem Mordanschlag auf den frisch gewรคhlten Kreistagsabgeordneten Bent Lund. Die AfD Schleswig-Holstein verรถffentlichte dazu kรผrzlich eine Pressemitteilung. Gegen Abend sollen zwei Mรคnner und eine Frau versucht haben, Bent Lund aus einem Mercedes-SUV heraus mitsamt seinem Motorrad von der Fahrbahn zu drรคngen.

Als dies misslang, verfolgten sie den Kommunalpolitiker bis vor dessen Wohnungstรผr, wo sie ihn erfolgreich abpassen konnten. Mit der Androhung, ihn โ€žkalt machenโ€œ zu wollen, sprรผhten die Angreifer ihm zunรคchst Pfefferspray ins Gesicht. AnschlieรŸend hielt einer der Angreifer Lund fest, wรคhrend ein anderer mit einem Messer auf ihn einstach. Viermal konnte Lund das Messer abwehren, der fรผnfte Stich traf ihn im Bereich des Schulterblattes, ging acht Zentimeter tief und verfehlte nur knapp sein Herz.


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SchlieรŸlich wurde der AfDler vom Notarzt in die nรคchstgelegene Klinik gebracht und รคrztlich versorgt. Sein 16-jรคhriger Sohn befand sich unterdessen in der gemeinsamen Wohnung. Auch er soll mehrere Morddrohungen erhalten haben. Bei den Tรคtern handelt es sich laut Einschรคtzung des Opfers um Clan-Mitglieder. 

Bereits in den Wochen vor dem Mordanschlag wurden das Opfer, sein Sohn und Personen aus dessen Umfeld mehrfach von Mitgliedern des besagten Clans aufgespรผrt und als โ€žNazisโ€œ beleidigt. Es kam zusรคtzlich zu Handgreiflichkeiten. Auch im Krankenhaus soll Bent Lund Clan-Besuch bekommen haben und erneut bedroht worden sein. Das Klinikpersonal musste die Polizei verstรคndigen. 

Wรคhrend die Polizei das Ganze zuerst als Nachbarschaftsstreitigkeit abstempelte, sind inzwischen wohl auch Kriminalpolizei und Staatsschutz eingeschaltet. Trotz der Brisanz des Falles fand er in den Mainstreammedien keine Erwรคhnung. Im Fall Magnitz verhรถhnten diese das Opfer, indem sie die Tatwaffe als โ€žStreichholzโ€œ und damit ungefรคhrlich framten. Bei der jetzigen Tat schweigen sie komplett. Die Sache ist nicht nur insoweit brisant, als selbst ein โ€žkleinerโ€œ Kommunalpolitiker vermutlich aus politischen Grรผnden angegriffen wird. Offenbar sind politische Gegner sich inzwischen nicht einmal mehr zu schade, Angriffe auf Leib und Leben zu begehen und sogar den Tod ihres Gegenรผbers herbeizufรผhren.