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Wilhelm Röpke – Freiheit und Werte

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Wilhelm Röpke wurde am 10. Oktober 1899 in der Nähe von Hannover geboren und entstammte einer bildungsbürgerlichen Familie. Noch bevor er publizistisch aktiv wurde, verfasste er ein kurzes „Kriegstagebuch“ über die Schlacht von Cambrai im Ersten Weltkrieg. Röpke sah retrospektiv in seiner Abneigung gegenüber dem Krieg auch den Startschuss für seine lebenslange Gegnerschaft zum Sozialismus: „Mit der ersten Ablehnung hatten wir im Schützengraben begonnen, als wir jede Art der Unterdrückung, Entwürdigung und Ausbeutung des Menschen zu hassen gewohnt worden waren.“

Trotzdem warf sich Röpke nicht dem Kapitalismus oder dem Kollektivismus an den Hals. Er versuchte, einen „Dritten Weg“ zwischen einem ungezügelten Kapitalismus US-amerikanischer Prägung und einem kollektiven Sozialismus zu finden. Dieser Ansatz sollte später als „Wirtschaftshumanismus“ getauft werden und in direkter Ahnenreihe zu Ludwig Erhards „sozialer Marktwirtschaft“ stehen. Erhard selbst wurde maßgeblich von Röpke beraten und beeinflusst.

Ein Querdenker in Marburg

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