Sachsen-Anhalt hat gewählt

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Am gestrigen Sonntag endete der monatelange Wahlkampf im Osten mit der wohl wichtigsten Landtagswahl im laufenden Kalenderjahr 2026. Magdeburg bekommt einen neuen Landtag, und das Ergebnis spricht Bände: Denn eins ist klar, der Osten ist blau, wenn auch vorerst wahrscheinlich ohne AfD-Regierung.

44 Prozent der Wahlberechtigten haben die AfD gewählt (dritte Hochrechnung) und erklärten Ulrich Siegmund und seine Landespartei mit einem signifikanten Zugewinn von über 23 Prozentpunkten (Stand 21:08 Uhr) zum klaren Wahlsieger. 

Dahinter liegt mit großem Abstand die CDU, die nicht einmal 18 Prozent (17,8) der Wählerstimmen erhielt. Die Linke kam auf 8,8 Prozent (-2,2), die SPD auf 9,1 Prozent (+0,7), die Grünen auf 8,7 Prozent mit einem leichten Zugewinn von über zwei Prozentpunkten, und das trotz des Nazi-Skandals rund um den Ehemann der Grünen-Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz, und das BSW zitterte bis spät in die Nacht, rutschte aber knapp über die Fünf-Prozent-Hürde.

Im Vergleich zu 2021 haben sich der (noch) amtierende Ministerpräsident Sven Schulze und seine Christdemokraten mehr als halbiert und verloren über 19 Prozentpunkte. Während die CDU bei den Jungwählern auf ganzer Ebene versagte und nur von schlappen fünf Prozent der 18- bis 24-Jährigen gewählt wurde, waren es die Rentner über 70, die mit ihrer Stimmabgabe eine absolute Mehrheit für die AfD und die allseits gefürchtete „Machtergreifung“ von Ulrich Siegmund gerade noch so vereitelten.

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Glück gehabt, lieber Dieter Hallervorden und lieber ÖRR. Die Demokratie wurde gerade noch so gerettet. Denn in dieser Altersgruppe, bei Rentnern und Senioren, die ihre Schäfchen längst im Trockenen und aufgrund des bevorstehenden Lebensabends nichts mehr zu verlieren haben, kam die CDU immerhin noch auf 31 Prozent und erzielte dort sogar ein besseres Ergebnis als die AfD. In allen anderen Altersgruppen musste die CDU hart einbüßen und erreichte erst bei Wählern über 45 Jahren überhaupt ein zweistelliges Ergebnis (14 Prozent). Die AfD hingegen konnte sich klar als Partei der Leistungsträger, Fachkräfte und Arbeiter behaupten, denn bei den 35- bis 59-Jährigen wählten mehr als 50 Prozent, also über die Hälfte, die AfD. 

Nicht nur die Prozente für die AfD, sondern auch die Wahlbeteiligung insgesamt stieg im Vergleich zur letzten Landtagswahl 2021 rapide an. Etwa 78 bis 80 Prozent aller Wahlberechtigten machten sich gestern auf den Weg zur Wahlurne oder gaben ihre Stimme per Briefwahl ab. Das waren fast 20 Prozentpunkte mehr Wähler als noch beim letzten Mal (60,2 Prozent im Jahr 2021). 

Der vielerorts als Schicksalstag markierte 6. September ist nun vorbei. Sachsen-Anhalt hat gewählt und bestätigt die AfD nicht nur als klare und derzeit womöglich einzige Volkspartei, sondern zeigt auch, dass sich die Wähler mehr als deutlich einen Regierungswechsel wünschen und diesen mit 44 Prozent geradezu anordnen. Auch wenn die AfD mit 39 Sitzen knapp an der absoluten Mehrheit von 42 von 83 Sitzen im Parlament scheitert und womöglich doch wieder Schulze das Ruder an sich reißen wird, feierte die AfD gestern einen Bombenerfolg. Ulrich Siegmund hat die anderen Parteien, allen voran die CDU, im Wahlkampf geradezu vor sich hergetrieben und zwingt sie nun zur völligen Selbstaufgabe. 

Denn eine Regierung kommt in Magdeburg nur dann zustande, wenn sie entweder AfD-geführt ist oder wenn sich alle anderen Parteien trotz fehlender Legitimation durch den Wähler zusammentun, was die CDU zu einer offenen Zusammenarbeit mit der SED zwingt und dazu, jedwede konservativen Versprechen von Friedrich Merz und anderen CDU-Funktionären zu brechen. 

44 Prozent für die AfD sind ein klarer Meilenstein, und das trotz monatelanger Diffamierungen, trotz diverser Schmutzkampagnen und obwohl es bereits in den Morgenstunden Meldungen über Wahlfälschung gab. Die gestrige Wahl zeigt, dass sich Engagement und Bürgernähe auszahlt und dass Friedrich Merz und Sven Schulze ihr Vertrauen endgültig verspielt haben. 


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