Das spirituelle System

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Ein spirituelles System muss mindestens drei Kriterien erfüllen, um erfolgreich zu sein: Erstens muss es in sich hinreichend schlüssig sein und argumentativ überzeugen können. Zweitens muss es direkt erleb- bzw. erfahrbar sein, also konkrete Handlungen beinhalten. Und drittens müssen Glück & Zufriedenheit das Ergebnis sein.

Um diese drei Kriterien zu erfüllen, gibt es unendlich viele Möglichkeiten. Entscheidend ist, aus dem bloßen Überlegen ins tatsächliche Handeln zu kommen. Dieses tatsächliche Handeln können wir dann spirituelle Praxis nennen. Es lässt sich sinnvoll anhand folgender fünf Begriffe konzeptualisieren:

1. Philosophie

2. Psychologie

3. Training

4. Ernährung

5. Meditation

Mit Philosophie meine ich in diesem Kontext, dass wir uns mit unseren Werten, Idealen und Urteilen auseinandersetzen. Wenn wir in diesem wohlverstandenen Sinne philosophieren, dann fragen wir uns: Was ist gut und was ist schlecht? Was will ich und warum? Wie gestalte ich mein Leben?

Wohlverstandene Philosophie bezieht sich also ganz konkret auf unser tatsächliches Leben und hat zum Ziel, eben dieses tatsächliche Leben glücklicher und zufriedener zu gestalten.

Das bringt uns direkt zur Psychologie. Laut Duden ist der Begriff Psyche synonym mit dem Begriff Seele – Psychologie kann also als Seelenkunde verstanden werden. In unserem Kontext geht es hier darum, uns selbst immer besser zu verstehen, unsere eigene Natur immer klarer zu erkennen. Das erfordert Mut und den Willen zur Erkenntnis auch unbequemer Wahrheiten. Während Philosophie mehr danach fragt, was gut ist, fragt Psychologie mehr danach, wie wir uns tatsächlich gut verhalten können.

Philosophie und Psychologie als Teil unserer spirituellen Praxis bedeuten vor allem, Fragen zu stellen und zwecks ihrer Beantwortung Informationen zu verarbeiten, beispielsweise zu lesen, Videos zu schauen, Hörbücher zu hören, zu schreiben und zu sprechen. Hier haben wir also den eher intellektuellen Teil der spirituellen Praxis, während Training, Ernährung und Meditation zusammen den eher praktischen Teil bilden.

Training, Ernährung und Meditation wirken unmittelbar in uns, unabhängig davon, was wir über Philosophie und Psychologie wissen. Der Dreiklang aus körperlichem Training, guter Ernährung und effektiver Meditation hat erheblichen Einfluss auf unsere Lebensqualität. Wir müssen nicht täglich philosophieren und psychologisieren, aber wir müssen uns täglich körperlich ertüchtigen, gesund ernähren und meditieren.

Das erfordert zwar etwas praktisches Wissen bzw. effektive Techniken, ist dann in der täglichen Umsetzung jedoch keine intellektuelle, sondern eine pragmatische Angelegenheit.

Sind alle fünf Bereiche – Philosophie, Psychologie, Training, Ernährung und Meditation – gut entwickelt und gut aufeinander eingestellt, so ergibt sich ein Leben voller Glück & Zufriedenheit; ein Leben, das du gerne immer und immer wieder genauso leben würdest.

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