Ein Aufruf zur gendergerechten Kriegsführung

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Russland macht teilmobil und zieht 300.000 Männer ein, die bereits Wehrdienst geleistet haben und idealerweise schon im Einsatz waren. Die Folge? Eine Massenflucht von Penisträgern. Flüge in die Türkei und andere beliebte Urlaubsländer der Russen sind ausgebucht. Auf Satellitenbildern sind zudem lange Autostaus vor den Grenzübergängen zu erkennen. In der Ukraine gilt sogar seit Kriegsbeginn ein Ausreiseverbot für Männer im wehrfähigen Alter. Das sind alle dudes zwischen 18 und 60 Jahren! Nochmal zum Mitschreiben: Personen, die zufällig über ein Y-Chromosom verfügen, werden an der Ausreise gehindert, Personen mit zwei X-Chromosomen dürfen passieren. Und das im 21. Jahrhundert!

Nicht genug, dass Männer häufiger Suizid begehen und häufiger von der Polizei erschossen werden, 84 Prozent der Berliner Obdachlosen Männer sind, die Müllabfuhr und Kanalreinigung gefühlt zu hundert Prozent diesem Geschlecht überlassen wird, und männliche Akademiker in Fächern wie Germanistik, Biologie und Psychologie oft an eine „gläserne Decke“ stoßen. Jetzt sollen sie auch noch gefälligst an der Front verrecken!

Nichts Neues, wird man von erzkonservativer Seite einwenden. So sei es immer schon gewesen. Na schön, aber wo bleibt der Aufschrei der Selbst- und Geschlechtergerechten? Der sprachsensiblen Bessermenschen? Derjenigen Zeitgenossen, die überall strukturelle Benachteiligungen wittern? Entgeht ihnen tatsächlich diese offenkundige Diskriminierung? Diese krude Selektion anhand biologischer Merkmale, für die diese XY-Menschen nichts können?



Vielleicht sind die Empörer betriebsblind geworden, weshalb die KRAUTZONE in die Rolle des Amos schlüpfen und die Stimme erheben muss. Wohl denn, gefasst ist der Entschluss: Wir klagen an! Wir gemahnen die woke Community an ihre eigenen egalitären Gemeinschaftsstandards. Ganz egal ob heterosexuelle Cis-Frau, Lesbe oder Trans-Mensch: Das Elternland ruft alle zu den Waffen! Jede/r Mensch*in mit deutschem Pass sollte unverzüglich gemustert und anschließend per Zufallsprinzip auf Kampf-, Instandsetzungs- und Nachschubeinheiten verteilt werden. Dann wird eines Tages vielleicht – Gott bewahre! – auch Aischa und Lisa „der Panzer ein ehernes Grab“, wie es im heute geschmähten Panzerlied heißt.

Ließe man den Gemusterten die freie Wahl, würden sich erfahrungsgemäß mehr Männer als Frauen (zu den Präferenzen von Transmenschen gibt es unseres Wissens noch keine Statistiken) für Kampfeinheiten und damit das ungleich höhere Sterberisiko entscheiden. Das wäre so, wie wenn man den Pay-Gap kleinreden wollte, indem man sagte, es entschieden sich mehr Frauen als Männer dafür, in Teilzeit zu arbeiten oder Berufe auszuüben, die ihnen zwar Freude bereiteten, aber schlechter bezahlt würden. Das ist natürlich kein Argument, denn so etwas behaupten nur Chauvinisten!

Wenn das letzte Artilleriegeschütz und der letzte Schützengraben paritätisch besetzt sind, werden die Feministinnen der dritten Welle merken, dass durch die Verwendung des generischen Maskulinums niemandem ein Arm abgerissen wurde.

1 Comment

  1. Fehler im Text: Eine “Musterung” ist eine Beurteilung, und damit nicht woke – stattdessen wird von Säugling bis Senior einfach alles eingezogen.

    Übrigens: Solidarischer Heldentod fürs Globalhomogenisiererkapital ist garantiert Klimaneutral!

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