Nichtwählen versus AfD wählen

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Von Max Reinhardt

Der Staat betrachtet dich als sein Eigentum. Der Unterschied zum Sklavenbesitzer früherer Zeiten besteht lediglich darin, dass grundsätzlich freier Zugang zu Positionen innerhalb des Staats besteht. Während Menschen früher oftmals in eine bestimmte gesellschaftliche Klasse hineingeboren wurden, können die Menschen in Staaten wie Deutschland unabhängig ihres familiären Hintergrundes zu demokratisch legitimierten Herrschern aufsteigen.

Für lange Abschnitte der Menschheitsgeschichte konnten allein schon theoretisch nur ganz wenige Menschen an Herrschaftspositionen gelangen, da man dazu in entsprechende Dynastien hineingeboren sein musste. Man musste von adeliger Abstammung sein, um überhaupt von der Macht träumen zu können. Der Wettbewerb um Herrschaftspositionen war also auf einen kleinen Anteil der Menschen begrenzt.

Wenn Wettbewerb zum Problem wird

Seit Anbeginn des demokratischen Zeitalters nach dem Ersten Weltkrieg kann nun theoretisch jeder Herrscher werden, ganz unabhängig davon, in was für eine Familie er hineingeboren wurde. Das mag erstmal fairer klingen, bedeutet jedoch nichts anderes, als dass der Wettbewerb um Macht und Herrschaftspositionen zugenommen hat.

Und Wettbewerb ist nicht immer gut. Wettbewerb zwischen Produzenten von Gütern ist gut, da er zu steigender Qualität und sinkenden Preisen für den Konsumenten führt. Doch Wettbewerb zwischen Produzenten von Ungütern hat genau den gegenteiligen Effekt. Und Herrscher und Regierungen produzieren immer mehr Ungüter als Güter, richten mehr Schaden an, als sie Gutes tun.

Politischer Wettbewerb ist immer ein Wettbewerb der Unmoral. Wer ist der geschicktere Demagoge und wer kann die Bevölkerung besser auspressen? Wer ist der ungeniertere Lügner und Betrüger? Wer ist skrupelloser und gerissener? In diesen Fragen treten Berufspolitiker gegeneinander an, nicht im Wettbewerb darum, wer am meisten Gutes zu geringsten Kosten bewirken kann.

Die AfD setzt das bestehende Problem nur fort

Und solange die Mehrheit der Bevölkerung sich darüber hinwegtäuschen lässt und immer und immer wieder auf die leeren Versprechen der politischen Klasse hereinfällt und deren größtenteils legalisierte Verbrechen immer und immer wieder durch die Abgabe ihrer Stimme legitimiert, wird es so weiter gehen.

Erst wenn genügend Menschen auf fundamentaler Ebene umdenken und ihre Stimme behalten anstatt sie abzugeben, erst dann wird sich etwas ändern. Erst wenn nur noch die politische Klasse selbst zur Wahl geht oder ein Gesetz einführt, das jeden Bürger unter Strafandrohung zur Stimmabgabe verpflichtet und damit jeglichen Rest Legitimität des Systems verspielt, erst dann wird das Elend ein Ende finden.

Und zur AfD: Ich halte die AfD langfristig für die gefährlichste Partei Deutschlands. Warum? Weil die AfD die nationalste der derzeit relevanten Parteien ist – während sie gleichzeitig wie alle anderen Parteien eine demokratische und damit letztlich sozialistische Partei ist. Wenn wir die internationalsozialistische Einheitspartei aus SED/Grünen/SPD/CDU als einen Pol haben, dann ist die AfD der nationalsozialistische Gegenpol. [Anm. d. Red.: aufgrund häufiger Missverständnisse in dieser Richtung, betonen wir, dass “nationalsozialistisch” nicht im Sinne des historischen NS zu verstehen ist, sondern im Sinne einer Umverteilungspartei (sozialistisch) innerhalb eines nationalen Territoriums.]

Und da nationaler Sozialismus die Massen langfristig besser begeistern kann als internationaler Sozialismus – schließlich teilen die meisten Menschen ihr Geld bereitwilliger mit Angehörigen der gleichen Nation als mit der ganzen Welt – sehe ich in der AfD die Gefahr, dass sie den Realdemokratismus deutlich länger am Leben erhalten könnte als die anderen Parteien.

Zur Verdeutlichung: Wenn ich mich an der Bundestagswahl beteiligen müsste (!), würde ich die Grünen wählen – denn es ist die grüne Politik, die den Zusammenbruch des bestehenden Systems am schnellsten herbeiführen wird, während es der AfD durchaus gelingen könnte, das Elend viel länger auszudehnen. Deswegen halte ich die AfD für die gefährlichste Partei Deutschlands: Sie hat das Potential, das System BRD noch viel länger am Leben zu erhalten als die anderen Parteien.

Dieser Text erschien zuerst im Telegram-Kanal des Autors.

2 Comments

  1. Selten so einen Schwachsinn gelesen, man könnte glatt einen bezahlten Artikel vermuten.
    Wer nicht zur Wahl geht, wählt stets indirekt doch, nämlich die jeweils stärksten Parteien. Alle Aufrufe zur Nichtwahl gehören mithin zur Kategorie Propaganda für Union/SPD/"Grüne".
    Wobei der Autor wohl letztere gern an der Macht hätte.

    Reinhardt, erklären Sie doch mal, wie Sie sich menschliches Zusammenleben des deutschen Volkes abseits einer Demokratie vorstellen! Nach dem Zusammenbruch "dank" der von Ihnen präferierten "Grünen".

    Ich selbst hätte ja gern den Kaiser wieder, die Jahrzehnte nach 1871 waren wohl die besten, die Deutschland je hatte, trotz vieler Schwächen (neidische Nachbarn, besonders England, Erstarken von Sozalisten). Frage nur: Wem sollte man solchen Posten antragen?
    Einem Max Reinhardt sicher nicht, wer für "Grüne" plädiert, also quasi den Nero-Befehl favorisiert und für den Morgenthauplan eintritt, kann es nicht gut mit dem deutschen Volke meinen.

    Man darf sich auch gern fragen: Was ist denn grundsätzlich falsch an derzeitigem System? Ich finde es so verkehrt nicht und wünsche es zu bewahren und zu rekonstituieren.
    Darum werde ich die AfD wählen, trotz vieler Bedenken und wissend, daß es für Gesundung unseres Landes vieler Jahre bedürfen wird.
    Die ganzen wesentlichen Stellen neu zu besetzen, in Behörden, Rundfunk, Bildung, das wird dauern, ebenso die Rückführung der Volksfremden.
    Noch schwieriger dürfte es werden, Deutsche zur Zeugung eigenen Nachwuchses zu ermuntern.
    Andererseits: Der Vormarsch der Linksextremisten währte auch einige Jahrzehnte.

    Nur Mut!

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