Urlaub! Welches Bürgerkriegsland darf‘s denn sein?

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Der Sommerurlaub steht bevor – also, wohin soll es gehen? In die Natur oder doch lieber in die Stadt? Ich denke bei Urlaub an die Bullerbü-Romantik Schwedens, in der Astrid Lindgrens Pippi Langstrumpf und Michel aus Lönneberga ihre Abenteuer im durch und durch friedlichen Hinterland Schwedens bestreiten. Meine Freundin stellt sich vor, in Paris zu frühstücken.

Das heutige Schweden kam nach einigem Nachdenken allerdings nicht infrage. Bis 2016 ging man dort davon aus, dass eine unbegrenzte Migration zu noch mehr Wohlstand, zu einem humaneren Zusammenleben, einem friedlicheren Miteinander, unterschiedlicherem Essen oder sonstigen Erfüllungen von Heilsversprechungen führen würde, wie wir sie in Deutschland auch zur Genüge hören mussten. Kein Wunder, dass diese Pippi-Langstrumpf-Logik scheitern musste. Auf die Einwohnerzahl gerechnet verzeichnet Schweden in Bezug auf die Gesamtbevölkerung mehr Afghanen, Syrer und Iraker als jedes andere europäische Land. Mittlerweile sind die Grenzen zum nordischen Staat, in den übrigens niemand ohne den Transit durch mehrere sichere Länder zu Fuß flüchten kann, dicht.

Doch zu spät: Eins der ehemals sichersten Länder Europas ist mittlerweile eins der unsichersten. Die Morde mit Schusswaffen haben sich zwischen 2010 und 2019 verdoppelt, Banden führen Kriege, und verfeindete Clans schießen sich in den Städten auf offener Straße nieder. Letztes Jahr verbrannte ein Däne in Schweden öffentlichkeitswirksam einen Koran; bei den darauffolgenden Ausschreitungen wurden 300 Polizisten verletzt. In Sachen Schusswaffenmorde liegt Schweden europaweit auf Platz zwei, und die demografische Zukunft des Landes deutet eher auf Burka, Bronx und Bandenkrieg als auf Bullerbü.


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Die schwedischen Sozialdemokraten, die von 1932 bis 2022 ganze 14 Jahre nicht die Regierung dominierten und den „Ministerpräsidenten“ stellten, haben diese Problematik übrigens selbst eingesehen und versuchen, ihr importiertes Problem mit den üblichen Beschwichtigungen und leeren Worthülsen zu lösen.

Aber auch über Paris als Urlaubsort – ein weiterer Teil Westeuropas – wurden wir schnell desillusioniert. In der Stadt der Liebe finden derzeit Straßenschlachten statt, es brennen Rathäuser, Schulen und Polizeistationen, weil ein 17-jähriger krimineller Nordafrikaner bei einer Straßenkontrolle erschossen wurde. Das demografische Problem diskutiert dabei natürlich keiner, stattdessen schreibt der österreichische Sender PULS 24 der ProSiebenSat.1 Media SE: „Wut über ungleiche Chancen ‚explodiert‘“ und „in ganz Frankreich protestieren aktuell Menschen gegen Polizeigewalt“.

Kaum auszumalen, was die Medien schreiben würden, wenn tatsächliche Franzosen derart reagiert hätten, nachdem Islamisten 2015 130 Menschen brutal niedermetzelten, 683 teils schwer verletzten und Tausende für ihr ganzes Leben traumatisierten. Manch einer erinnert sich vielleicht auch noch an den Syrer aus Annecy, der im Juni drei kleine Kinder abstach, woraus aber niemand politische Konsequenzen fordern durfte. Aber was hilft es, sich vorzustellen, dass es anders wäre? Die heile Welt ist für Kinderbücher reserviert. Die Realität Westeuropas erinnert indes eher an Michel Houellebecqs „Unterwerfung“: totgeschwiegene, demografisch motivierte Bürgerkriege inklusive.

Es gibt sogar die Diagnose „Paris-Syndrom“ für die kurzfristige psychologische Dysfunktion von Japanern, die mit den Erwartungen aus Liebesfilmen die ehemalige Stadt der Liebe besuchen. Innerhalb kurzer Zeit muss der Japaner die Divergenz aus romantischer Erzählung und Ist-Zustand verkraften, an den sich die Europäer durch leises Zuflüstern, das Einreden eines Schuldkomplexes und den ständigen Vorwurf des Rassismus langsam gewöhnen konnten.

Mal sehen, wie lange die demografische Bombe in Westeuropa noch ignoriert wird und ob eine Entschärfung in einigen Jahren noch möglich ist. Für den Urlaub haben wir uns übrigens darauf geeinigt, dass Prag oder Budapest bessere Alternativen sind.

5 Comments

  1. Ich denke mal, wenn nicht ein Wunder passiert, ist das Schicksal des abendländischen Europas in 15 bis 20 Jahren besiegelt. Vielleicht auch schon früher, wenn die wirtschaftliche Situation in den westeuropäischen Staaten so weitergeht. Das sich die Franzosen nicht wehren, also in einen echten Bürgerkrieg wechseln, liegt nicht an Feigheit (siehe Gelbwesten), vermutlich nicht einmal an der Erziehung, sondern schlicht und einfach, dass die Urbevölkerung inzwischen uralt ist und junge Eingeborene kaum noch nachwachsen. Man hat vielleicht noch die Kraft für die Rente zu demonstrieren, aber es reicht nicht mehr für die Zukunft des Landes, die eh besiegelt scheint. Aber wie schrieb Hölderlin so schön: „Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch“. Vielleicht sehen wir ja doch noch ein Wunder. Zu wünschen wäre es.

  2. Es ist erstaunlich, dass insbesondere ein ganz bestimmer Frauen-Typ von dieser Sehnsicht nach dem exotischen Mann beseelt ist – Merkel, C. Roth, Faeser KGE … Die Reihe liesse sich fortsetzen. Die Männer, die diese Botschaft verkünden, erscheinen einfach als die dressierten Hündchen dieser Damen. Das wäre sicher ein Feld für künftige anthropologische Forschungen – aber sicher erst nach dem Ende all dieser unsäglichen Gender-Lehrstühle.

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