Bevor ich mich in der nรคchsten Kolumne mal wieder einem etwas anspruchsvolleren Thema widme, werde ich heute noch eine kleine, aber vielleicht nicht ganz uninteressante Posse aus dem Absurditรคtenkabinett der spรคtbundesrepublikanischen Dekadenz vorstellen. Wir alle kennen wahrscheinlich schon unseren geschรคtzten Volksvertreter Tessa Ganserer. Falls nicht: Er heiรt eigentlich Markus Ganserer, ist seit 2021 Abgeordneter fรผr die Grรผnen im Bundestag und damit einer der ersten Transsexuellen im deutschen Parlament โ neben Nyke Slawik, ebenfalls Mitglied bei den Grรผnen (wer hรคtte es gedacht?).
Nun war Tessa beziehungsweise Markus vor ein paar Wochen schon stark in den Medien prรคsent, da er in einer Bundestagsdebatte von Beatrix von Storch mit seinem bรผrgerlichen Namen โ โMarkusโ also โ angesprochen wurde, woraufhin sich sowohl die linken Krรคfte als auch die mit ihnen verbรผndeten Medien gierig auf die AfD-Frau (sie ist diesmal tatsรคchlich eine…) stรผrzten. Nun denn, darum soll es heute nicht gehen โ vielmehr darum, was sich Ganserer diese Woche geleistet hat.
Kennt ihr den Podcast โsplitterfasernacktโ? Ich auch nicht. Aber anscheinend handelt es sich hier um ein Projekt zweier linksliberaler Damen โ Jutta und Lea heiรen sie โ, bei welchem sie in der Sauna sitzend mit ihren Gรคsten รผber Themen quatschen, die das linksliberale Klientel eben so beschรคftigt: Patriarchat abschaffen, irgendwas mit Sexarbeit โ und natรผrlich Transfeindlichkeit. Gast in dieser Folge war โ natรผrlich โ Tessa Ganserer. An sich nicht der Rede wert, und ich werde euch natรผrlich von dem Inhalt dieses Podcasts verschonen (es ging wohl darum, dass Tessa sich nicht in Frauensaunas traut, weil, na ja, er nun mal keine ist…).
Was aber im Rahmen dieser Folge als Werbung entstand, sollte ein wenig zu bedenken geben. Ist es je in der Geschichte der Bundesrepublik vorgekommen, dass sich ein Abgeordneter des hรถchsten Parlaments derselben hat halbnackt ablichten lassen? Nicht, dass ich wรผsste. Nun ist es passiert. Fรผr das Instagram-Profil des Podcasts lรคsst sich Ganserer mit viel nackter Haut ablichten, nur die Brรผste sind halb- und der Schambereich ganz bedeckt. Durchaus aufreizend โ also, wรคre Ganserer, nun ja…, ansehnlich.
Gegen nackte Kรถrper ist eigentlich nichts einzuwenden, mir selbst geht die Erotisierung und Sexualisierung von nackten Kรถrpern ziemlich auf den Geist โ gerade, wenn dann auch noch eine angebliche homoerotische Neigung zwischen Mรคnnern in die Nacktheit hineininterpretiert wird, wie es Linke gerne mal tun. Aber ein Abgeordneter, der die Wรผrde des โHohen Hausesโ reprรคsentieren soll, darf sich einfach nicht (halb-) nackt, auf diese Weise, ablichten lassen. Aber gut, wozu aufregen? Erstens wurde dieses โHohe Hausโ eh lรคngst seiner Wรผrde beraubt, und zweitens sollte es keinen Transsexuellen in der Politik geben. Was rede ich hier also von Wรผrde eines Abgeordneten? Die ist doch eh nichts mehr wert; man kann Meth konsumieren wie Volker Beck, in TikTok-Videos herumhรผpfen wie Emilia Fester oder eben sich als Transe outen und sich halbnackt fotografieren lassen. Die Wรผrde interessiert niemanden mehr. Von daher: Genieรen Sie, lieber Leser, die Dekadenz, den Zerfall und die Entwรผrdigung alles Heiligen in Echtzeit, solange Sie noch kรถnnen…
