Wenige Monate vor den Landtagswahlen in Hessen hat die Antifa Frankfurt auf dem Netzportal โIndymediaโ eine Liste mit 40 hessischen AfD-Politikern verรถffentlicht. Neben den Wohnadressen der Politiker finden sich dort auch die jeweilig frequentierten Restaurants oder Veranstaltungsrรคumlichkeiten. Flankiert wurde beziehungsweise wird das Ganze mit einem expliziten Aufruf zur Gewalt.
Linker Terrorismus gegen die AfD und die auรerparlamentarische Opposition gehรถrt zum bundesrepublikanischen Alltag und wird von den Systemmedien in รคhnlich abgebrรผhter Weise unter โferner liefenโ verzeichnet, wie die alltรคglichen Manifestationen der Auslรคnderkriminalitรคt. Die โHitlistโ der Frankfurter Antifa stellt allerdings eine neue Eskalationsstufe der politisch-ideologischen Verrohung dar: Das Wohlfรผhl-Urteil gegen die Linksterroristin Lina Engel und ihre Mittรคter liegt noch nicht allzu lange zurรผck. Neben der offensichtlichen Tatsache, dass die Justiz auf dem linken Auge blind ist, zeigten die im Rahmen des Prozesses enthรผllten Tatdetails auch, mit welcher kaltblรผtigen Brutalitรคt die Tรคter vorgegangen sind.
Waren Gewaltaufrufe in der Vergangenheit noch seicht verschwurbelt ร la โzeigt den Faschisten, was ihr von ihrer Einstellung haltetโ, ist die neueste Proklamation ein expliziter Aufruf zur tรคtlichen โ und damit einkalkulierten tรถdlichen โ Gewalt gegen Oppositionspolitiker.
Wenig รผberraschend erhielt der antifaschistische Gewaltaufruf auรerhalb der parlamentarischen und auรerparlamentarischen Opposition wenig Resonanz. Wieso auch? Die Spitzenkandidatin der hessischen SPD, Nancy Faeser, zeigte sich schon in der Vergangenheit als Antifa-Sympathisantin und sieht auch in ihrer Rolle als Bundesinnenministerin wenig Handlungsbedarf in Sachen Linksextremismus.

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Die Stellungnahme der hessischen CDU bleibt indes halbgar โ in der Person des Verfassungsschutzchefs Thomas Haldenwang hat man sich beim โKampf gegen rechtsโ in die Rolle des willfรคhrigen Mittรคters begeben โ, auรerdem scheint man naiverweise darauf zu hoffen, dass der Kelch der linken Gewalt an einem vorbeigehen werde. Aber so lรคuft die Sache nicht: Wรผrde die AfD von heute auf morgen verschwinden, dann wรคren es eben die Adressen von CDU-Politikern, denen die Antifa nicht nรคher terminierte Hausbesuche ankรผndigen wรผrde. Das gilt natรผrlich auch fรผr die FDP…
Terrorismus wird gemeinhin als krimineller Akt beschrieben, dessen Zielsetzung politisch, religiรถs oder ideologisch motiviert ist. Eine schwammige Definition. Terrorismus ist in seiner wรถrtlichen (von franzรถsisch โterreurโ โ โSchreckenโ) und historischen Bedeutung die gezielte Anwendung von Gewalt gegen weltanschauliche Feinde โ der konkrete Terrorakt ist das eine, viel entscheidender ist die propagandistische Komponente: AfD-Politiker sehen sich stรคndig kรถrperlichen Angriffen ausgesetzt, aber die Aktion der Antifagruppe Frankfurt signalisiert sรคmtlichen rechten Oppositionellen: Wir haben euch im Blick, wir finden euch, wir kรถnnen euch kriegen.
Herrschaft des Terrors, Herrschaft der Gewalt, Herrschaft der Angst. Man kann das eine Zeit lang machen, in unzivilisierten Gesellschaften sicherlich auch ein bisschen lรคnger. Aber irgendwann ist Schluss. Angst mag am Anfang vereinzeln, aber irgendwann schweiรt sie zusammen. Wahrscheinlich รผberschreitet gerade nicht nur die AfD, sondern die gesamte rechte Opposition diese Linie.

