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Essen, das Ethnokrieg-Kolosseum

23. August 2023
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Essen wird langsam aber sicher zu einem Fenster in die Zukunft fรผr andere westdeutsche GroรŸstรคdte. Vor wenigen Wochen erst tobte dort ein StraรŸenkampf zwischen den schon lรคnger hier lebenden Libanesen und den neu angekommenen Syrern, die Erstere in ihrer Brutalitรคt รผberraschten: Ein Libanese kam mit lebensgefรคhrlichen Stichverletzungen ins Krankenhaus. Seinen Anfang genommen hatte die Schlacht, als zwei Kinder aus einer libanesischen und einer syrischen Clanfamilie sich beim Spielen in die Haare kriegten, woraufhin immer mehr Erwachsene hinzustrรถmten und es letztlich auf den StraรŸen von Castrop-Rauxel so heiรŸ herging, dass die Polizei mit Hundertschaften anrรผckte. Daraufhin wichen die Konfliktparteien, die nach besagtem Messerstich nicht mehr nur aus den Clanfamilien, sondern aus Syrern und Libanesen allgemein bestanden, nach Essen aus, wo daraufhin ein tagelanger Ethnokrieg tobte.

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Beigelegt werden konnte dieser erst durch einen islamischen Friedensrichter, welcher die Kontrahenten auf ihre Gemeinsamkeiten als Muslime sowie den รคuรŸeren Feind der sogenannten ScheiรŸ-Kartoffeln einschwor.

Essen mausert sich allmรคhlich zum bevorzugten Austragungsort ethnischer und religiรถser Konflikte zwischen nahรถstlichen Gรคsten in ganz Europa. Andernorts, wie etwa in GieรŸen, braucht es eigene Feiertage, um uns fremdlรคndische Streitigkeiten nรคherzubringen: Dort schlagen sich beim Eritrea-Festival Anfang Juli Regimetreue und Gegner wie die โ€žBrigade Nโ€˜Hameduโ€œ zu Hunderten die Schรคdel ein; Streitgegenstand ist ein territorialer Konflikt im Nachbarland ร„thiopien, in dem das eritreische Militรคr vor wenigen Jahren der dortigen Regierung zu Hilfe kam.



In Essen jedoch lieรŸ das nรคchste Tohuwabohu auch ganz ohne festlichen Rahmen nicht lange auf sich warten: Vergangenen Samstag kamen 400 bis 1.000 irakische Schiiten aus ganz Deutschland und sogar dem europรคischen Umland zusammen, um den sunnitischen Syrern zu zeigen, wo es langgeht. Nachdem religiรถse Oberhรคupter via TikTok Werbung fรผr das Event gemacht hatten, versammelten sie sich in den Abendstunden mit Flaggen und religiรถsen Insignien auf dem Kennedyplatz, bereit, loszuschlagen. Kurz vor der geplanten Eskalation pfiff sie jedoch ein hochrangiger Prediger in einer Videobotschaft zurรผck. Die Essener Polizei hat nรคmlich inzwischen ein scharfes Auge auf derartige Umtriebe in migrantischen TikTok-Netzwerken und war mit Hundertschaften angerรผckt, um das Schlimmste zu verhindern, was fรผr das religiรถse Oberhaupt der Schiiten die Kosten-Nutzen-Rechnung zu Ungunsten der anberaumten StraรŸenschlachten kippte.

Eigentlich kรถnnte man aus Essen an diesem Punkt auch einfach die paar Einheimischen, die sich da noch herumtreiben, evakuieren und die Stadt in eine Art modernes Kolosseum verwandeln. In der heutigen Zeit sollte es ja kein Problem mehr darstellen, dass die Action sich auf einem Areal abspielt, das nicht mehr in ein FuรŸballstadion passt: Gรผnstige Kameradrohnen und Livestreaming regeln. Superchats kรถnnten im ganzen Stadtgebiet aus Lautsprechern schallen und die Aufrรคumarbeiten vor dem nรคchsten Spektakel finanzieren, und wenn man seinem Lieblingsteam etwas richtig Gutes tun will, dann kauft man ihm einen Baseballschlรคger-Airdrop direkt in die Basis. Brot und Spiele in einer multikulturellen Gesellschaft sozusagen. Der indigenen Bevรถlkerung wรคre damit jedenfalls mehr gedient als mit dem monatlichen Ausrรผcken diverser Spezialeinheiten zum Aufrechterhalten der Rechtsstaatlichkeits-Simulation.

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