Elon Musk gilt als eine der โumstrittenstenโ Persรถnlichkeiten unserer Zeit. Er ist exzentrisch, unberechenbar und in gewisser Weise visionรคr, eine humorvolle Kumpelfigur und gleichzeitig ein knallharter Unternehmer. Gerade in der Rolle als Letzterer ist er ein beliebtes Hassobjekt linker Krรคfte โ die Tatsache, dass er ein weiรer Sรผdafrikaner ist, macht den Umstand nicht gerade viel besser โ; spรคtestens mit dem Kauf von Twitter gilt er vielen als eine Art Kryptorechter, der seine Macht nutzt, um die linke Kulturhegemonie zu demontieren. Deswegen รผberrascht es nicht, dass das neue Tesla-Werk in Grรผnheide sรผdรถstlich von Berlin seit Langem Ziel feindseliger Rhetorik seitens linker Akteure ist. Musk und seine Fabrik seien kapitalistisch, ausbeuterisch, naturzerstรถrerisch โ die Vorwรผrfe sind nichts Neues.
So bauten linke โAktivistenโ vergangene Woche ein โProtestcampโ in einem Waldstรผck nahe dem Werk, welches fรผr die Erweiterung der Fabrik gerodet werden soll. Generell scheint sich in der Gemeinde Grรผnheide Unmut รผber den Ausbau zu bilden, so sei eine Mehrheit der Anwohner dagegen, und laut Mainstreammedienberichten sympathisieren nicht wenige mit den Umweltschรผtzern im Camp. Bis Dienstag war der Protest friedlich, doch nun scheinen Linke ihren Widerstand gegen das Tesla-Werk auch in die Tat umzusetzen: Am Dienstagmorgen fiel in der Umgebung um die Fabrik herum der Strom aus. Offenbar hatten linksextreme Tรคter einen Strommast sabotiert, so dass dieser in Brand geriet. Daraufhin war die gesamte elektrische Infrastruktur fรผr die umliegenden Gemeinden fรผr Stunden lahmgelegt; auch die Fabrik musste ihre Produktion einstellen. Laut Tesla habe man mit einem Schaden โim hohen neunstelligen Bereichโ zu rechnen. Genau das war auch das offensichtliche Ziel der Tรคter. Es liegt ein Bekennerschreiben der linksextremen โVulkangruppeโ โ bis zu diesem Zeitpunkt war mir diese Gruppe vollkommen unbekannt โ vor, in dem sie Musks Unternehmen vorwirft, es fresse โErde, Ressourcen, Menschen, Arbeitskraft und [spucke] dafรผr 6000 SUVs, Killermaschinen und Monstertrucks pro Woche ausโ. Das erklรคrte Ziel dieser Leute sei nicht nur, die Erweiterung der Fabrik zu verhindern, sondern ihre komplette Zerstรถrung.
Die Behรถrden der Bundesrepublik scheinen von den Vorfรคllen peinlich berรผhrt zu sein. Unsere Innenministerin Nancy Faeser sagte: โEin solcher Anschlag auf unsere Strominfrastruktur ist eine schwere Straftat, die durch nichts zu rechtfertigen istโ โ ach so. Weiter: โWenn sich ein linksextremistisches Motiv bestรคtigt, dann ist das ein weiterer Beleg, dass in der linksextremistischen Szene vor Angriffen auf kritische Energie-Infrastrukturen nicht zurรผckgeschreckt wird.โ Nun ist klar, dass sie rein inhaltlich recht mit diesem Statement hat, aber wie ernst kann man eine solche Aussage nehmen, wenn die Person, die sie tรคtigte, selbst gewisse Sympathien fรผr Linksextreme hat? Sie mรถchte die Sache zwar so schnell es geht aufklรคren, aber kรถnnen wir ein รคhnliches Engagement wie beim โKampf gegen rechtsโ erwarten? Selbstverstรคndlich nicht. Alles in allem ist eher von einer halbherzigen Verfolgung der Tรคter und einer nicht zufriedenstellenden Aufklรคrung der Tathergรคnge und Hintergrรผnde auszugehen. Das Einzige, was die Polit-Elite kรผmmert, ist, dass der Standort Bundesrepublik nun ein wenig entblรถรt dasteht, nicht die Tatsache, dass Linksextreme hier quasi freien Gang haben.
Und was bedeutet das fรผrs Geschรคftliche? Elon Musk wird wohl kaum begeistert sein. Mag er auch im rechten Lager umstritten sein โ schlieรlich wissen wir letzten Endes nicht, auf welcher Seite er wirklich steht โ, aber der Aufbau seiner Fabrik ist erst mal nichts Schlechtes. Doch nach solchen Aktionen รผberlegen sich Leute wie er zweimal, ob sie in ein solches Projekt in der Bundesrepublik noch mal investieren wollen. Wieso sollte man das tun, wenn man am Ende nicht sicher sein kann, dass das Projekt nicht von irgendwelchen Leuten sabotiert wird? Wieso die Mรผhe, wenn der einst so effiziente und sichere deutsche Staat einem nicht mehr garantieren kann, dass das Geld nicht durch Fremdeinwirkung und Sabotage verbrannt wird? Allesamt rhetorische Fragen, deren offensichtliche Antwort die deutsche Wirtschaft bald zu spรผren bekommt. Als seien die unรผbersichtlich wuchernde Bรผrokratie und die enormen Steuern nicht abschreckend genug, muss man jetzt auch damit rechnen, dass irgendwelche linksextremen Saboteure einem die Stromversorgung kappen oder รhnliches. Kein guter Nรคhrboden, um darauf ein Unternehmen hier anzusiedeln, oder?
