Am vergangenen Wochenende trafen sich die rund 600 Bundesdelegierten der AfD zum Parteitag in Erfurt, um einen neuen Bundesvorstand zu wählen. Dieser setzt sich nun wie folgt zusammen: Alice Weidel und Tino Chrupalla wurden erneut im Amt als Co-Vorsitzende bestätigt. Der aus NRW stammende Bundestagsabgeordnete Kay Gottschalk wurde am vergangenen Wochenende vom nordrhein-westfälischen Landtagsabgeordneten Sven Tritschler als erster Stellvertreter abgelöst. Als weitere Stellvertreter setzten sich die bayerische Landtagsabgeordnete Katrin Ebner-Steiner und der thüringische Landtagsabgeordnete Stefan Möller durch. Insgesamt hat sich der neue Vorstand verjüngt. Neben Dennis Hohloch (Landtagsabgeordneter Brandenburg) und Alexander Jungbluth (EU-Abgeordneter), die beide im Amt jeweils als Beisitzer und stellvertretender Schatzmeister bestätigt wurden, sind nun auch der Bundesvorsitzende der Generation Deutschland, Jean-Pascal Hohm, der Bundestagsabgeordnete und ehemalige Bundesvorsitzende der aufgelösten Jungen Alternative, Hannes Gnauck, sowie unser langjähriger KRAUTZONE-Redakteur und jetziger Bundestagsabgeordneter Maximilian Kneller im Vorstand der AfD vertreten.
Doch während der Parteitag im Saal ohne nennenswerte Zwischenfälle durchgeführt werden konnte, fand das wahre Spektakel außerhalb der Messehalle auf den Straßen Erfurts statt: Um den Parteitag der AfD zu schützen, glich die Stadt im Herzen Thüringens an diesem ersten Juli-Wochenende einer Festung. Aus ganz Deutschland rückten Polizisten mit Wasserwerfern und Mannschaftswagen an, insgesamt rund 6.000 an der Zahl, um den Parteitag der größten und aktuell in den Umfragen stärksten deutschen Oppositionspartei zu schützen. Denn wie schon bei vergangenen Parteitagen der AfD hatten auch diesmal sämtliche Gewerkschaften wie ver.di und DGB, Politiker wie beispielsweise die grüne Bundestagsabgeordnete Katrin Göring-Eckardt und allerlei linke Bündnisse und NGOs sowie zum Teil linksextreme Organisationen zum Gegenprotest aufgerufen und ihre Leute aus dem ganzen Bundesgebiet mobilisiert.
Das erklärte Ziel war dabei vor allem eines: die Durchführung des Parteitages mithilfe von Blockaden zu verhindern. Die AfD, die aus Formalität wie alle anderen Parteien in Deutschland regelmäßig Parteitage abhalten muss, sollte bewusst daran gehindert werden, ihre demokratischen Pflichten erfüllen zu können.
50.000 Gegendemonstranten hatte das Bündnis „Widersetzen“, welches diesmal Hauptveranstalter der Anti-AfD-Proteste war, angekündigt. Doch laut Polizei erschienen am Samstag „nur“ gerade einmal 31.000 Menschen, darunter auch 2.500 Linksextreme, um ein vermeintliches Zeichen für „Vielfalt und Toleranz“ zu setzen. Und diese Demonstranten kamen obendrein auch noch viel zu spät. Aus ganz Deutschland wurden die Linken in aus Steuergeld finanzierten Reisebussen angekarrt, um alle Zufahrtswege zum Messegelände zu blockieren. Doch als die selbsternannten Demokratieretter um 6 Uhr am Samstagmorgen vermummt und in Warnweste begannen, ihre Sitzstreiks durchzuführen, war der Großteil der AfD-Politiker schon längst in der Halle.
Pünktlich um 10 Uhr konnte die Veranstaltung beginnen, da zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als 500 Delegierte akkreditiert waren. Denn anders als die letzten Male, beispielsweise zum letzten Parteitag in Riesa oder zur Gründung der Generation Deutschland im vergangenen November in Gießen (wir von der KRAUTZONE waren damals irgendwie auch vor Ort), war die AfD ihren Widersachern dieses Mal einen deutlichen Schritt voraus und begann bereits um 4 Uhr in der Früh ihre Mitglieder organisiert und geordnet in Shuttle-Bussen zur Halle zu bringen. Damit hatten die linken Störer offensichtlich nicht gerechnet.
Suraj Mailitafi vom Bündnis „Widersetzen“ räumte ein, dass sie zwar die Zahl ihrer Anhänger im Vergleich zum letzten AfD-Parteitag 2024 deutlich gesteigert hätten, aber dass sie dennoch ihr erklärtes Hauptziel, den Parteitag endgültig zu verhindern, nicht hätten umsetzen können. Doch auch wenn die AfD schon früh in der Messehalle war, blieben die üblichen Zwischenfälle mit der gewaltbereiten Antifa auch dieses Mal nicht aus. Mehrere Journalisten von alternativen Medien wie „NIUS“ und der „Jungen Freiheit“ wurden bei ihrer Anreise zur Halle blockiert oder gar angegriffen.
Einige Journalisten von „Apollo News“ wurden von Linksextremen geschlagen und zu Boden geprügelt. Erst als die Polizei mit Pfefferspray und Schlagstöcken anrückte, ließen die Antifa-Schläger von den Journalisten ab.
Trotz dieser Auseinandersetzungen zog die Polizei am Wochenende eine positive Bilanz. Doch auch die AfD bewies einmal mehr Disziplin und den Mut zur Professionalisierung.
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