Was erwartet die „Offene Gesellschaft“?

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Jeder hat mitbekommen, was am Samstagabend in Berlin passiert ist: Der 21-jährige Libanese mit bundesdeutscher Staatsbürgerschaft Abdul Ballout raste mit einem weißen Kleintransporter in eine an der Pride-Parade teilnehmende Menschenmenge am Tiergarten und ging dann, nachdem er das Fahrzeug gegen einen Baum gesetzt hatte, mit einer Machete auf die Leute los, ehe er fliehen konnte. Eine Frau verstarb, 29 weitere Personen wurden verletzt, drei davon schwer.

Am Sonntagabend wurde der flüchtige Attentäter schließlich gestellt, wobei die Polizeibeamten ihn beim Festnahmeversuch erschossen haben. Welchen ideologischen Hintergrund Abdul Ballout hatte, war mir – und unterbewusst auch den meisten nicht politisierten Menschen – eigentlich schon klar, als ich seinen Namen gelesen hatte. Aber um es noch mal schwarz auf weiß zu haben: Ja, Ballout war ein Islamist und hatte sich noch vor seiner Tat in einem Video, das man auf seinem Handy gefunden hat, zum Islamischen Staat bekannt.

Er erwähnt zwar nicht explizit den Christopher Street Day, weswegen er wahrscheinlich auch in einen Weihnachtsmarkt gefahren wäre, aber es dürfte offensichtlich sein, dass der Anschlag den Ungläubigen und Sündern galt. Doch das vielleicht Absurdeste an dem Fall ist, dass Ballout schon polizeibekannt war, bei einem Ausreiseversuch nach Syrien im Libanon aufgegriffen und nach Deutschland zurückgeschickt, dafür dann zu einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung verurteilt und in ein Deradikalisierungsprogramm geschickt wurde – man hatte es also mit einer tickenden Zeitbombe zu tun, man hat es gewusst und trotzdem nichts (Effektives) getan. Wer das ganze Ausmaß dieses irren Umgangs mit Ballout nachlesen möchte, kann das gerne beim Kollegen Finkelstein tun.

Nun zur Reaktion der Betroffenen. Der Anschlag galt ja schließlich keiner rechten Veranstaltung, sondern dem eindeutigsten Bekenntnisort zu der dominierenden und zersetzenden Ideologie des Westens, die ich in meinen Kolumnen gerne als „Linksliberalismus“ bezeichne. Wobei es sich beim CSD ja nicht mehr nur um eine rein politische Veranstaltung handelt, sondern er eher eine ganztägige Freiluftparty ist und als Ersatz für die Loveparades der 90er- und 2000er-Jahre dient – nun eben noch mit Regenbogen und noch mehr Perversion.

Wie dem auch sei, so gut wie alle Personen der linksliberalen Öffentlichkeit zeigten sich schockiert und solidarisierten sich öffentlich, auch aus der Politik bis hin zum Kanzler gab es die üblichen Floskeln. Dass die CDU ganz vorn dabei war, die Veranstaltung als Speerspitze „unserer Freiheit“ darzustellen, sagt mehr als tausend Worte – und zwar sowohl über die CDU als Partei, als auch über „unsere Freiheit“.

Sofort nachdem Name und Ethnizität des Täters bekannt waren, hörte man auch, dass man den Anschlag doch nicht instrumentalisieren solle – das heißt, der politische Gegner dürfe das nicht. Von linker Seite hätte man die Tat schon gerne für sich genutzt, wenn der Täter eben nur kein „Kanake“, sondern eine „christliche, weiße Person“ gewesen wäre.

https://twitter.com/BerlinReporter/status/2081469799352225825?s=20

Ansonsten hört man das, was man eh immer hört: Bitte keine Spaltung, kein Hass, keine Angst, es möge doch alles so weitergehen, nur eben ohne diese Gewalt, okay?

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Doch das wird wohl nichts mehr werden, das mit der Gewalt. Das wird nicht der letzte Anschlag dieser Art sein. Und ehrlich gesagt bin ich mittlerweile – nach ca. zehn Jahren Politisierung – so abgestumpft, dass mich solch ein Fall (oder auch der Fall Marius aus Trier) gar nicht mehr seelisch berührt.

Das heißt nicht, dass sie ihr Schicksal verdient haben – gerade die Frau aus Polen, die von Abdul Ballout getötet wurde –, und doch müssen wir hier einer brutalen Wahrheit ins Auge sehen und endlich beginnen, sie laut auszusprechen: Die Menschen, die am Samstag auf der CSD-Parade waren und nun Opfer eines islamistischen Attentats geworden sind, haben die gesellschaftlichen Umstände, die einen solchen Anschlag überhaupt ermöglicht haben, selber bereitwillig mitgetragen.

In einer rechtskonservativen, ethnisch homogenen und „geschlossenen“ Gesellschaft gibt es keine Libanesen, die mit einem Transporter in Menschenmengen fahren. So was kann nur in einer multikulturisierten, offenen Gesellschaft passieren, die unsere Eliten samt ihrer linksliberalen (in Anbetracht der auf den Pride-Paraden stattfindenden Perversionen wortwörtlichen) Stiefellecker und Systemstützen mitgetragen haben. Jede Warnung von rechts wurde abgetan und verlacht, jede konservative Kassandra als ein Wiedergänger Adolf Hitlers verleumdet – und jetzt ist man nicht einmal bereit, den Preis für seine Utopie zu zahlen.

Es mag hart sein, aber jeder, der die offene Gesellschaft unterstützt, bezahlt dafür mit Menschenopfern – etwas, das man auf linksliberaler Seite nicht einsehen will. Aber so ist es, und solange das nicht eingesehen wird und man sich dort nicht zur Umkehr bereit erklären will, hält sich mein Mitgefühl nun mal in Grenzen.


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1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Ich finde, das müssen diese Leute und ihre Gäste unter sich ausmachen, oder, wie der Berliner sagt: „Pack schlägt sich, Pack verträgt sich.“ Die deutschen Patrioten geht das nur insoweit an, als sie aufpassen müssen, daß keine Unbeteiligten (also Leute, die für diese unhaltbaren Zustände nichts können) in Mitleidenschaft gezogen werden und daß die regierenden Cliquen solche Attentate nicht dazu benutzen, die Unterdrückung der Deutschen zu verschärfen. Wenn ich schon höre: „Vorbeugende Haft für Gefährder“, dann fallen mir sofort jene „Gefährder“ ein, bei denen vermummte Sturmtruppler die Tür eintreten und das gesamte Inventar mitnehmen, nur weil derjenige sich kritisch im Internet geäußert hat. Wer von „Terrorbekämpfung“ spricht und nicht die selbstverständlichste, allereinfachste, allernormalste und allergerechteste Maßnahme nicht nur ankündigt sondern auch flächendeckend SOFORT durchsetzt, nämlich die Grenzen zu schließen und normal zu kontrollieren, der meint es nicht ehrlich.

    Ich hatte schon vor etlichen Jahren folgende Verse zu dieser Problematik niedergeschrieben, die ich hier zum Besten geben möchte:

    Nur wenig Hirn und Anstand zeigt
    der Pöbel, der sich scharrt
    nach Terrorakten „in Trauer vereint“
    um des Terrors „legalen“ Part:
    Nur Kulisse er für die Schuldigen ist,
    für die Grenzöffner, bei Trauerspektakeln,
    statt zu packen die Gelegenheit beim Schopf
    und die Krake bei den Tentakeln.
    Wer da nicht eifrig protestiert
    gegen Volkstod und Überfremdung,
    wer meint, die Grenzöffnung sei trotzdem gut,
    treibt nichts andres als Leichenschändung!
    Wer da nicht bekennt: „Merkel muß weg!“
    und: „Linke sind schuld am Terror!“,
    des „Trauer“ nicht echt ist und es tritt
    nur der Heuchler in ihm hervor!
    „Dem Terror trotzend“ und angeblich „bei
    den Opfern mit den Gedanken“,
    minderts nicht die Mitschuld des Trauermobs
    am Niederreißen der Schranken!
    Die idiotische „Ratlosigkeit“, die man dort
    zur Schau trägt, nebst anderem Stuß,
    ist nervtötend nur, denn die Lösung man kennt:
    Grenzen zu und mit Terror ist Schluß!

    Nicht das geringste Mitleid verdient,
    wer Zustände muß erdulden,
    die mit Vorsatz er selbst herbeigeführt
    und nun zahlt für eignes Verschulden:
    Wer trotz Warnungen laut „Herein“ geschrieen,
    nun bestohlen wird oder geschlagen
    von seinen Gästen, der braucht uns nicht
    sein Gejammer noch vorzutragen!

    Daß Systempartei’n seine „Götter“ war’n,
    seine „Bibel“ die Lügenpresse,
    daß er für Deutschlands Rettung gezeigt
    nie das geringste Intresse,
    daß ihm der Terror gefiel, der galt
    der Deutschen Opposition,
    daß er wünschte das Zugrundegehn
    der ganzen Deutschen Nation,
    daß er für Schwarz-Rot-Gelb-Grün gestimmt
    und nun kriegt, was er gewählt,
    daß er mit dem Stimmzettel sein Volk verriet,
    ist alles, was dann noch zählt.

    Er ist ja nur in die Grube gestürzt,
    die er seinem Volk wollte graben;
    das Volk sein Ende nicht mehr kümmern muß,
    als das Ende von Milben und Schaben!
    Klingt das zu hart? Ich weise drauf,
    daß noch keinen solch elenden Wicht
    die Not der Deutschen je gerührt,
    nun rührt auch die seinige nicht!

    Anmerkung: Die Verse zum fehlenden Mitleid beziehen sich auf genau diejenige Sorte von Leuten, auf die die entsprechende Schilderung zutrifft und auf niemanden sonst. Auch gegen diese Leute gerichtete Terror-Straftaten sollen natürlich verfolgt werden, aber grundsätzlich kann man ihnen nicht helfen, selbst wenn man es wollte.

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