B.A. oder B.Sc.? Erneute Schmutzkampagne gegen Siegmund

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In gut einem Monat sind Wahlen in Sachsen-Anhalt, und für den dortigen Landesverband der AfD sieht es momentan sehr gut aus: Mit einem recht jungen, sympathischen Spitzenkandidaten steht man in den Umfragen bei 40 bis 42 Prozent, wodurch eine AfD-Alleinregierung in der nächsten Legislaturperiode nicht unwahrscheinlich erscheint, sofern genug der anderen Parteien – SPD, Grüne und BSW – an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern und es somit nicht in den Landtag schaffen.

Dieser Gedanke versetzt die etablierten Parteien in einen Panikmodus, das habe ich hier bereits mehrfach dargelegt – so wurde bereits im November 2025 darüber spekuliert, belastendes Aktenmaterial zu vernichten, und über die Möglichkeit, den Bundeszwang anzuwenden, wurde zumindest öffentlich nachgedacht.

Dass der Spitzenkandidat der sachsen-anhaltischen AfD, Ulrich Siegmund, des Öfteren mit Schmutz beworfen wird, ist ebenfalls keine neue Nachricht mehr, wie etwa bei der Kampagne über den angeblichen Nepotismus im Landesverband, bei der insbesondere Siegmunds Vater ins Visier genommen wurde. Nun steht Siegmund erneut im Fokus der Medien, oder genauer gesagt: sein Hochschulabschluss.

Siegmund hat in seiner Vita als Abschluss einen Bachelor of Arts (B.A.) in Wirtschaftspsychologie und Betriebswirtschaftslehre angegeben. Wo er diesen Abschluss gemacht haben soll, hat er allerdings nicht verraten. Musste er auch nicht, denn er ist nicht dazu verpflichtet, seine Alma Mater anzugeben. Aber für die Presse war es trotzdem Grund genug, da mal genauer nachzufragen: Wo und wann hat er denn den Abschluss erworben?

Die CDU-nahe Axel-Springer-Journaille war da natürlich ganz vorne mit dabei, nicht zuletzt deshalb, weil die AfD in Sachsen-Anhalt der CDU das Ministerpräsidentenamt streitig machen könnte. Die „Bild“ veröffentlichte einen Artikel über diesen Umstand: „Transparenz? Fehlanzeige!“ heißt es in einer Teilüberschrift.

Auf Nachfrage gab Siegmund an, seinen Abschluss an der Fernhochschule Hamburg erworben zu haben. Das Problem daran: Die besagten Abschlüsse könne man dort nur als Bachelor of Science (B.Sc.) erlangen, nicht aber als B.A. Und es stimmt: Wenn man heute auf der Netzseite der Hochschule nachschaut, so kann man die Studiengänge, die Siegmund studiert hat, wirklich „nur“ mit dem B.Sc. abschließen. Aber Siegmund hat, auch das schreibt die „Bild“, zwischen 2013 und 2016 studiert. Möglicherweise war es damals anders? Es ist ja nicht so, als ob es bei „Bild“ oder anderen Springer-Medien nicht die Kapazitäten oder Möglichkeiten gäbe, das herauszufinden, aber den Gefallen haben sie uns nicht getan.

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Dafür gibt die „Berliner Zeitung“ aber mehr Auskunft. Sie schreibt lakonisch: „Diese Behauptungen erweisen sich mit Blick auf die Website der Universität als falsch.“ Wenn man sich nämlich der Seite „Archive.org“ bedient – und dafür muss man kein Journalist sein, das kann jeder –, dann kann man die Version der Netzseite der Fernhochschule Hamburg bis in die Zeit zurückverfolgen, in der Siegmund dort studierte. Und siehe da: Wenn man 2013 dort die besagten Studiengänge Wirtschaftspsychologie und Betriebswirtschaftslehre studierte und erfolgreich abschloss, hatte man den B.A. in der Tasche.

Der Vorwurf gegen den Spitzenkandidaten löst sich damit in Luft auf. Selbst die Bachelor-Thesis ist mittlerweile bekannt.

Wir haben es hier also mal wieder mit einem großen „Nothingburger“, mit einem großen Klamauk zu tun. Die Vorwürfe sind haltlos, es soll aber mal wieder mit Dreck geworfen werden, in der Hoffnung, dass etwas kleben bleibt. Ob sich das am Ende rentiert, ist fraglich. Zumal ja die CDU selbst mit weitaus schwerwiegenderen Vorwürfen zu kämpfen hat, wenn wir uns an die Doktortitelaffäre des thüringischen Ministerpräsidenten Mario Voigt erinnern.

Also: Viel Lärm um nichts, lediglich die alten bösen Tricks, um der AfD einen Monat vor einer ihrer wichtigsten Wahlen überhaupt noch mal in die Parade zu fahren. Bis jetzt war das alles ein Schuss in den Ofen. Doch noch sind es eben ein paar Tage hin bis zur Wahl, und es wird bei Weitem noch nicht der letzte Trick gewesen sein…


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1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. OMG! Welchen normalen Wähler interessiert denn bitte sein Hochschulabschluss?! Von mir aus kann der Siegmund früher in der Firma von Fred Feuerstein als „Vizepräsident für virtuelles Beschaffungswesen“ gearbeitet haben; juckt keinen!
    Die Einzigen, die das kümmert sind die etablierten Medien und die Altparteien; weil denen sonst nichts einfällt. Das die kein anderes Thema finden, ist ein Armutszeugnis für die.

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