von Thomas D. Adler
Im Juli erschien das viel diskutierte Buch „Inside BSW Berlin: Wieso es in der Migrationsfrage nur noch eine Alternative gibt“ von Thomas D. Adler. Das Werk bietet eine fundierte Innenansicht des Berliner Landesverbands des Bündnisses Sahra Wagenknecht aus der Perspektive eines Mannes, der die Entwicklung der jungen Partei als aktiver Unterstützer und Mitglied von der ersten Stunde an begleitete. Warum zerbrach die Hoffnung auf einen echten politischen Neuanfang an alten linken Machtstrukturen? In Kürze wird uns Thomas D. Adler in einem exklusiven Interview Rede und Antwort stehen und tiefere Einblicke in die Mechanismen hinter den Kulissen gewähren.
Als das Bündnis Sahra Wagenknecht gegründet wurde, glaubte ich tatsächlich an einen politischen Neuanfang. Nicht an eine neue Linke mit anderem Logo, sondern an etwas, das es in Deutschland kaum noch gab: soziale Politik ohne identitätspolitische Selbstverengung, Friedenspolitik ohne moralische Lagerbildung und vor allem eine Migrationspolitik, die wieder zwischen Humanität und nationaler Selbstaufgabe unterscheiden sollte.
Genau deshalb ging ich zum BSW – erst als Unterstützer, später als Mitglied. Ich klebte Plakate, verteilte Flyer, nahm an Bezirksgruppen teil und arbeitete im Umfeld der Berliner AG Migration mit. Doch was ich dort erlebte, zerstörte meine Hoffnung Stück für Stück. Das Problem des BSW Berlin war aus meiner Sicht nicht, dass es zu wenig Programmatik gab. Auf dem Papier klang vieles vernünftig: Zuwanderung begrenzen, den Sozialstaat schützen, Islamismus bekämpfen, Integration einfordern.
Dieser Artikel geht weiter.
Für PLUS-Abonnenten.

Krautzone PLUS
✔ Schon ab monatlich 4 Euro
✔ Jederzeit kündbar (je nach Plan)
✔ Mit der Digitalausgabe kombinieren

