von Thorsten Polleit
Staatsschulden sind ein Übel. Um dieses zunächst vielleicht harsch klingende Urteil zu verstehen, muss man sich zuerst klarmachen, was der Staat tatsächlich ist. Und dazu verdeutlichen wir uns, was der Staat nicht ist. So ist er nicht etwa das, was viele von ihm denken: Er ist kein „Vater Staat“, er ist kein wohlmeinender Diktator, und vor allem ist er nicht „wir alle“. Letzteres ist ganz besonders leicht einsehbar. Denn der Staat spaltet die Gesellschaft unzweifelhaft in zwei Klassen: in eine Klasse von Menschen, die mehr Steuern zahlen müssen, als sie aus dem Steuertopf erhalten – das sind die Netto-Steuerzahler – und in eine Klasse von Menschen, die mehr aus dem Steuertopf bekommen, als sie einzahlen müssen – das sind die Netto-Steuerempfänger. Der Staat und seine Politiker, Bürokraten und Angestellten gehören zur Gruppe der Netto-Steuerempfänger. Sie (und auch die von ihnen finanzierten Günstlinge) leben auf Kosten der Netto-Steuerzahler. Wir erkennen: Der Staat ist in der Tat nicht „wir alle“.
Aus dem Gesagten wird vielmehr deutlich: Der Staat ist eine Umverteilungsmaschine, die Paul nimmt und Peter gibt. Aber nicht nur das: Er ist zuallererst ein Zwangs- und Gewaltapparat. Genauer: Er ist ein Zwangsmonopolist, denn er hat die Letztentscheidungsmacht für alle Konflikte auf seinem Gebiet. Und als ein solcher „oberster, unangefochtener Richter“ über alles und jeden ist absehbar, was der Staat macht: Er wird immer größer und mächtiger. Das liegt gewissermaßen in der Natur der Sache: Wer anderen etwas gegen ihren Willen ungestraft wegnehmen darf – ja wer sogar die ausdrückliche Erlaubnis dazu hat –, der nimmt sich immer mehr und will auch immer mehr.
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Eben das ist ja das Problem: „Sie (und auch die von ihnen finanzierten Günstlinge) leben auf Kosten der Netto-Steuerzahler“.
Das ganze linke System kann sich in der BRD nur deswegen solange halten, weil immer noch viel zu viele Bürger brav arbeiten gehen und ihre Steuern zahlen.
Akif Pirincci hat mal geschrieben: „Steuerhinterziehung ist kein Kavalliersdelikt, sondern eine Heldentat.“
Soweit muss man gar nicht gehen; man kann es auch halten wie in dem Roman „Alice im Wolkenkratzerland“: „Hartz Vier und der Tag gehört Dir.“
Oder: „Bürgergeld und der Tag dir gefällt.“
Warum machen die Deutschen es nicht wie die geliebten Gäste der BRD? Einfach von Bürgergeld leben und ganz viele Kinder kriegen.
Nun mag manch einer einwenden: Aber dann bricht die BRD zusammen!
JA! GENAU DARUM GEHT ES JA! Aber der Deutsche der so gelebt hat, der hat beim ohnehin irgendwann unvermeidlichen Zusammenbruch dann wenigstens seine Familie und wenn er clever ist auch ein Netzwerk aus Freunden und Kameraden, die ihn und einander beim Zusammenbruch auffangen!
Und was hat der brav arbeitende und Steuern zahlende Deutsche, der sich von Januar bis August nur für den BRD-Steuerstaat abackert beim Zusammenbruch? Was ist das bisschen gesparte Geld dann noch wert?