Ja, ich gebe zu: Ich komme nicht weg von meiner geliebten CDU. Die Partei sehnt sich ja auch in den letzten Monaten danach, von einem Patzer zum nächsten zu schreiten, man könnte fast meinen, sie wolle regelrecht ihrem Ende entgegengehen. Nachdem Friedrich Merz sich als der unbeliebteste Kanzler aller Zeiten entpuppt hat, die Partei in allen bundesweiten Umfragen verliert und vor Kurzem sogar erstmals in ihrer Geschichte aus einem Landesparlament geflogen ist, rückt nun ein weiteres propagandistisches Filetstück in den Fokus der medialen Öffentlichkeit: die ZDF-Dokureihe „Inside CDU“.
Bereits im letzten Jahr wurde im Vorfeld der Bundestagswahl die erste Staffel mit fünf rund 35-minütigen Episoden veröffentlicht, nun folgte vor Kurzem die zweite Staffel, die in vier Teilen die Partei in den diesjährigen Landtagswahlkämpfen – also Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz im Frühjahr sowie Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern im Spätsommer – begleitet. Dabei kommen verschiedene Parteimitglieder zu Wort bzw. wird deren Politikalltag beleuchtet, weiterhin wird das Geschehen von verschiedenen Journalisten wie dem „Welt“-Reporter Robin Alexander kommentiert.
Hauptfiguren der Dokumentation sind der Gesundheitsminister Carsten Linnemann, die sächsische Abgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium Christiane Schenderlein und der im Juli 2026 zum Staatsminister für Bund-Länder-Zusammenarbeit im Bundeskanzleramt ernannte Philipp Amthor; weiterhin tauchen auch der Kanzler höchstselbst sowie die Spitzenkandidaten der jeweiligen Landtagswahlen auf.
Und was soll ich sagen? Die CDU hat sich mit dieser Dokureihe keinen Gefallen getan. Seit Wochen hagelt es Spott und Hohn über das Auftreten der einzelnen Parteisoldaten, insbesondere über Philipp Amthor, der sich nach seiner Ernennung zum Staatsminister einen Strandkorb in sein Büro stellen ließ. Vergleiche mit dem vorrevolutionären Frankreich oder gar mit der „spätrömischen Dekadenz“ werden hier gezogen: So viel Zorn löste dieser blöde Strandkorb aus. Doch das Problem sitzt viel tiefer als bei einem Möbelstück.
Im linken Medium „T-Online“ erklärt ein Kommunikationswissenschaftler, dass die Ursachen für die Reaktionen auf die Dokureihe weniger bei der CDU selbst als vielmehr an der allgemeinen politischen Stimmung liegen. Heruntergebrochen sagt er Folgendes: Die Parteien der Mitte können die komplizierten Lösungen, die für die Probleme in unserem Land angewendet werden müssten, einfach nicht mehr erfolgreich „kommunizieren“.
„Wir hatten dieselbe Diskussion über die Ampelregierung: Es hieß, sie sei schlecht aufgestellt und kommuniziere schlecht. Man muss sehen, dass es für große Parteien in der Mitte inzwischen sehr schwer ist, Menschen überhaupt noch zu erreichen. Sie müssen politische Problemlösungen anbieten, die meist relativ kompliziert sind. Gleichzeitig konkurrieren sie mit Parteien am rechten und linken Rand, die den Eindruck erwecken, es gebe für jedes Problem eine sehr einfache Lösung.“
Damit beweist der Herr Kommunikationswissenschaftler, dass er, wie die CDU übrigens auch, rein gar nichts begriffen hat. Es geht hier doch nicht darum, die Leute am Arm zu nehmen, wie man es mit der älteren Dame beim Überqueren einer viel befahrenen Straße macht. Die „großen Parteien der Mitte“ haben den Menschen eben nichts mehr zu bieten, ihre Zeit ist eben abgelaufen. Da helfen auch die besten kommunikativen Tricks nichts mehr. Und derjenige, der sich die Doku anschaut, kann mit eigenen Augen betrachten, dass selbst die treuesten CDU-Rentner ihren Politdarstellern nichts mehr abgewinnen können: In der zweiten Staffel gibt es gefühlt unzählige Stellen, in denen ein Philipp Amthor oder eine Christiane Schenderlein versucht, die Stimmung rumzureißen. Doch die Luft ist raus.
Da ist die berühmt gewordene Szene mit dem Strandkorb nur das Sahnehäubchen. Generell offenbart, dass darüber überhaupt geredet wird, auf einer Metaebene das ganze unerträgliche, zur Lächerlichkeit verkommene Gehabe der Berliner Republik. So ein Strandkorb kostet kein Vermögen (wobei angesichts der heutigen Schluderei da schon einiges an Geld geflossen sein dürfte); bei einem Monarchen wäre dieser kleine Luxus kaum aufgefallen, aber wir leben nun mal in einem Staat, dessen Elite auf Gedeih und Verderb gleichzeitig erhaben und volksnah, über den Dingen stehend und doch ein „Einer von uns“-Gefühl vermittelnd sein möchte – und das ist das, was die Menschen instinktiv an Amthors Strandkorb-Lappalie stört.
Der Bundespräsident verurteilte neulich erst bei seiner Rede zum 75. Jubiläum des Bundesverfassungsgerichts – auch so eine erhabene und doch volksnahe Institution – den Aufstieg sogenannter „Vulgärdemokraten“, und doch sehnen sich er und seine Gesinnungsgenossen nach der Anerkennung des „Vulgus“, also der Volksmasse, von der uns gesagt wird, sie sei der Souverän in diesem Staate.
An diesem Widerspruch aus der Ablehnung monarchischer und/oder aristokratischer Distanz zu den Regierten, die sie aber unweigerlich durch die Ausübung ihrer Herrschaft besitzen, und der Sehnsucht nach der Nähe jener Volksmasse, die sie verachten und die sie verachtet, aber aus der sie doch alle stammen, wird die politische Elite unseres Staates höchstwahrscheinlich noch einmal zerbrechen. Das ist, warum ausgerechnet der Strandkorb im Speziellen und diese Doku im Allgemeinen die Reaktionen hervorrufen, die sie hervorrufen: Der Kaiser ist nackt, alle wissen es, alle stören sich an seinem Anblick, doch niemand will ihn einkleiden oder gar abdanken sehen – wer weiß, wie lange noch.
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Zu diesem Artikel habe ich die folgenden Anmerkungen:
1. Alexander Robin (man weiß nicht, wie der Typ wirklich heißt! Man weiß das einfach nicht!) ist nicht mehr „Welt“-Deputy. Der CIA-Aktivist hat einen eigenen Video-Gesprächskanal, in dem er (glaube ich) mit einer gewissen Dagmar Rosenfeld seinen Auftragsaktivismus intoniert.
2. Teilweise zutreffend schreibt der Verfasser, die „großen Parteien der Mitte“ hätten den Menschen eben nichts mehr zu bieten, ihre Zeit sei eben abgelaufen.
Richtig ist, dass die Zeit der selbsternannten Parteien der Mitte abgelaufen ist.
Falsch ist es, CDU/CSU und SPD noch immer als „Parteien der Mitte“ zu bezeichnen. Sie sind bestenfalls als „selbsternannte Parteien der Mitte“ zu bezeichnen.
Es ist wie beim Segeln. Der erfahrene Skipper weiß um die Tatsache, dass der Spion am Hauptmast ihm nur den scheinbaren Wind anzeigt. Der wahre Wind muss gedanklich um die Kursverzerrung durch den Fahrtwind korrigiert werden.
Sehen wir uns den Kurs von CDU/CSU, besonders aber jenen der CDU, genauer an, müssen wir feststellen, dass ein stramm von ganz Linksaußen blasender linksextremer Wind den scheinbaren Wind in Richtung einer Position links der Mitte hält. Der kluge Kopf sieht dabei sehr genau, dass die CDU – und dies gilt für die SPD erst recht! – keine Partei der Mitte, sondern ausweislich ihrer durch und durch volksfeindlichen, wirtschaftsfeindlichen, planwirtschaftlichen und grundgesetzwidrigen extremen Politik der letzten Jahrzehnte, besonders aber seit Merkels kriminellem Willkommensputsch, eine linksradikale und antideutsche, eine hochgradig unappetitliche und zutiefst verachtenswerte Linksaußenpartei ist. Die nicht minder unappetitliche und vielleicht sogar noch ein wenig mehr verachtenswerte SPD steht sogar bereits mit einem Bein über dem linksextremen Abgrund.
Die einzige „Partei der Mitte“, die diese „Demokratie“ noch aufzuweisen hat, ist die Alternative für Deutschland, ist die AfD. Dass dem so ist, lässt sich anhand eines Blicks in das Programm der AfD ohne Weiteres sofort nachweisen.
Dass dies weite Teile der Bevölkerung noch immer nicht klar erkennen konnten und können, liegt an der medialen Unterstützung der Linksaußenparteien CDU/CSU/SPD/Linke und den gemeingefährlichen sog. „Grünen“. Insbesondere der mit diesen verkommenen Parteien auf das Engste in einer Schicksals- und Beutegemeinschaft verwobene öffentlich-rechtliche Rundfunk leistet als Hilfsscherge der Linksaußenparteien ununterbrochen Wirkungsfeuer, indem er einzelne AfD-Kandidaten mit allen Methoden des medialen Faschismus verleumdet und bekämpft und Deckungsfeuer aus allen medialen Rohren dieses verkommenen Systems feuert, indem er die AfD als Nazi-Partei bösartig verleumdet, ihr allerhand Lügenmärchen andichtet und sie im Diskurs gar nicht oder nur in Unterzahl und durch seine Hilfshandlanger flankiert, verleumdet und verzerrt auftreten lässt.
Fazit: Die AfD ist die einzige Partei der Mitte. Eventuell wird sich noch das BSW in dieser Positionierung einfinden. Dies wird die weitere Entwicklung des BSW und sein politisches Verhalten zeigen. CDU/CSU und SPD sind glasklar keine Parteien der Mitte mehr, sondern ganz offen und unverhohlen volks- und wirtschaftsfeindlich agierende linksextremistische, ja, verfassungsfeindliche, unappetitliche Organisationen. Die gemeingefährlichen „Grünen“ müssen nicht näher kommentiert werden. Dies gilt auch für die in die „Linke“ umbenannte SED, die ca. 850.000 Deutsche (das „1 Prozent der reichsten Deutschen“) erschießen und, wenn es nach ihrem (damaligen) Vorsitzenden Riexinger geht, nicht „gleich erschießen“, sondern „zunächst einmal nützlicher Arbeit zuführen“ will. Die Linke will also 850.000 Deutsche zunächst im Gulag so lange Zwangsarbeit verrichten lassen, bis sie nicht mehr richtig arbeiten können. Dann will sie diese Menschen erschießen. Wie war das, wie kommentierte die woke „Geistesgröße“ Nikolaus Blome dieses Vorhaben der Linken noch? Ach ja, Mord aus „Klassenhass“, so der intellektuelle Überflieger Blome, „Mord aus Klassenhass“ sei nicht so schlimm wie Mord aus „Rassenhass“. Aha!
3. Die CDU ist absolut fix und fertig! Entweder wird sie von abgrundtief Dummen oder von Korrupten oder von dummen Korrupten in die Bedeutungslosigkeit geführt.
Da die AfD Fleisch vom Fleische der CDU ist und die CDU früher einen großen Teil der Politiker und Wähler der AfD unter ihren Fittichen hatte, gab es genau eine Chance für die CDU, die AfD wieder kleinzukriegen. Die CDU hätte einfach Merkels Gesetz der Macht anwenden müssen, nur eben diesmal in umgekehrter Richtung. Wäre die CDU auf alle AfD-Themen draufgesprungen, die früher ja ihre CDU-Themen gewesen sind, so hätte sie die AfD gezwungen, nach rechts zu gehen. Rechts von der heutigen AfD bekommt man in diesem so überaus neurotisch gestörten Land keine große Wählerschaft zusammen. Wäre die CDU also wieder in die Mitte zurückgeschwenkt und hätte sie den Schwankungskorridor bis zu dessen rechtem Rand eingenommen, so wäre die AfD auf eine strategische Mehrheitsbeschafferin für eine konservative CDU geschrumpft und hätte dort niemals die CDU ein- oder gar überholen können.
Dies zu erkennen, war die CDU mit ihrem abgehalfterten Personal aber nicht mehr in der Lage.
Eventuell wollten und wollen ihre Führer dies auch gar nicht, weil sie hinter der Brandmauer eine deutschlandfeindliche Politik machen können, die ihren transatlantischen Auftraggebern oder Hintermännern die Taschen ordentlich auf Kosten Deutschlands füllt. Wir werden sehen, wohin und wie weich Merz fallen wird, nachdem er endlich vom Hof gejagt werden konnte.
Reaktionsvideo von Müller und Fechter wann?
YT ZDF hat auch eine 40min Variante. Damit man sich nicht durch vier Folgen quälen muss 😉